Startseite Entertainment DEINHANDY History: Huawei – Der Rivale aus dem Nichts

DEINHANDY History: Huawei – Der Rivale aus dem Nichts

Mate 10
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Erst gestern wurde das neue Huawei Mate 10 Lite und Huawei Mate 10 Pro mit Dual-SIM in München vorgestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Shenzhen hat es in nur kurzer Zeit geschafft, sich im Smartphone-Dschungel zu etablieren.

Ein rasanter Aufstieg

1987 wurde Huawei von Ren Zhengfei gegründet. In den ersten Jahren verkaufte das Unternehmen aus Hongkong importierte Telefonanlagen und steckte einen Teil des Gewinns in die Entwicklung von Mobilfunktechnologie. Ende der 90er Jahre begann Huawei international zu expandieren.
In Europa fasste das Unternehmen erstmals im Jahr 2000 mit einem Forschungszentrum in Schweden Fuß. 2005 überstiegen die im Ausland erwirtschafteten Umsätze die inländischen, und mit der Einführung der P-Reihe im Frühjahr 2015 steht Huawei nicht mehr im Ruf nur Einsteiger- und Mittelpreisklasse-Smartphones zu produzieren. Das zeigt sich auch an der Kooperation mit Kamera-Spezialisten Leica.

Huaweis Strategie: Hindernisse überwinden

Huawei setzt seit Jahren auf Transparenz, um sein Image aufzubessern und Vorurteilen gegenüber chinesischen Unternehmen entgegenzuwirken. In Europa hat sich Huawei inzwischen erfolgreich etabliert, und liegt weltweit auf Platz 3 (Stand: Q2 ‘2017) der führenden Smartphone-Hersteller nach Samsung und Apple.

Mate 10 Pro
Das Mate 10 Pro ist das neue Flaggschiff von Huawei.

Huawei plant im nächsten Jahr weiter zu wachsen, um erst Apple und später auch Samsung zu überholen. In den Monaten Juni und Juli konnte Apple bereits erstmals überholt werden.

Als chinesischer Konzern muss sich Huawei bis heute mit Spionagevorwürfen auseinandersetzen. 2012 mahnte ein Ausschuss des US-Kongresses vor einer Zusammenarbeit mit Huawei, da das Unternehmen Telekommunikations-Technologie für Spionage nutzen könne und dadurch die nationale Sicherheit gefährden würde. Des Weiteren soll das Unternehmen unter dem Einfluss der chinesischen Regierung und Volksarmee stehen. Huawei weist die Vorwürfe zurück. Bis heute gibt es keine Beweise für die Anschuldigungen der US-Regierung.

Paradoxerweise kann Huawei die Spionagevorwürfe direkt zurückgeben. Im Zuge der NSA-Affäre 2013 stellte Edward Snowden, ehemaliger Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes, Informationen zur Verfügung, aus denen hervorgeht, dass die Regierung seit 2009 E-Mails der Mitarbeiter und des Firmenchefs Zhengfei mitlas. Außerdem verschaffte sich die NSA Zugang (Quelle: faz.de) zu Ausbildungstechniken von Ingenieuren und sogar zu Quellcodes von Huawei-Produkten.

Huawei Mate 10 Pro mit Vertrag

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