Startseite News & Trends Trumps Muskelspiele: Foxconn plant Werk in den USA

Trumps Muskelspiele: Foxconn plant Werk in den USA

Foxconn Produktion
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Was man nicht alles mit Drohgebärden erreichen kann – Apple jedenfalls hat verstanden, seiner emblematischen Rolle gerecht zu werden: Auftragshersteller Foxconn plant nun wirklich eine Ausweitung seiner Produktion in die USA.

Wahlkampfrhetorik ist heikel – sie soll Anhänger einigen und Unentschlossene auf die eigene Seite ziehen. Kompliziert wird es, wenn ein Wahlsieger die gemachten Versprechen später wieder einsammeln muss:
Hillary Clinton wird offenkundig nun doch nicht im Gefängnis landen, und ob die USA ernst machen mit dem von Donald Trump großspurig angekündigten antilatinischen Schutzwall bleibt auch noch abzuwarten. Unter dem Hashtag #traitortrump machen Trump-Wähler derweil ihrer Enttäuschung Luft. Dabei hatte schon Franz Müntefering vor gut zehn Jahren erklärt, es sei unfair Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen. Er hat es leider hat nicht zu Fox News geschafft.

Apple als Schaustück

Nun kann auch ein Donald Trump nicht alles abräumen, was er einst versprochen. 45 Prozent Strafzölle sollten Unternehmen entrichten, die ihre Produkte ausschließlich in Übersee herstellen lassen. Und mehr als einmal führte Kandidat Trump ausgerechnet Apple an, wenn es darum ging, Steuerflüchtige und Arbeitsplatzvernichter an den Pranger zu stellen.
Aber wie es unter Geschäftsleuten halt ist – Man findet ein „Gentlemen Agreement“, also ein Einvernehmen auf Augenhöhe. So war es auch kein Wunder, als Trump vor zwei Wochen erklärte, er habe Apple-CEO Tim Cook spürbare Steuererleichterungen für den Fall einer Produktionsverlagerung in die Vereinigten Staaten in Aussicht gestellt. Scheinbar mit Erfolg.

Foxconn plant Produktionsstandort in den USA

Denn nun plant tatsächlich Apples größter Auftragsfertiger Foxconn einen Produktionsstandort innerhalb der USA. Ob tatsächlich für die nächsten Generationen des iPhone oder für Smartphones anderer Hersteller, steht noch nicht fest – ebenso wenig Ort und Größe des Engagements. Nichtsdestoweniger: Es ist ein Punktsieg für Donald Trump, der erst gestern geplante Investitionen der japanischen Bank Softbank im Umfang von 50 Milliarden US-Dollar innerhalb der USA für sich verbuchen konnte. Aber auch hier gibt es bislang noch keine konkreten Pläne.

Ein Hauch von Siegerkonjunktur

Trump Wahl
Mit immer neuen Ankündigungen bei der Stange gehalten: Trump-Wähler mit Wahl-Motto.

Worte und Taten in die richtige Reihenfolge zu bringen, bleibt die ewige Herausforderung der Politik. Doch richtig ist: Donald Trump hat es geschafft für Aufsehen zu sorgen – und für eine gehörige Portion Optimismus. Das zeigt sich zuallererst in steigenden Börsenkursen. Ob Trump tatsächlich der Präsident der kleinen Leute wird, bleibt abzuwarten – Ein Präsident der Konzerne jedenfalls ist er bereits.

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