Startseite News & Trends Xiaomi schließt Bündnis mit Nokia – Kommt der Riese nach Europa?

Xiaomi schließt Bündnis mit Nokia – Kommt der Riese nach Europa?

Nokia und Xiaomi kooperieren
0

Xiaomi und Nokia sind sich einig: Künftig wollen beide Unternehmen stärker kooperieren. Während Nokia schon bald auf Hardware vom chinesischen Smartphone-Giganten zählen kann, setzt Xiaomi auf ein ganzes Bündel von Mobilfunkpatenten des Handy-Urgesteins. Und die könnten Xiaomi den Weg in Richtung Westen ebnen.

Xiaomi ist einer der Platzhirsche im chinesischen Smartphone-Geschäft. Regelmäßig rangieren die Smartphones des Elektromultis aus Fernost auf den vorderen Plätzen, wenn es zum Hardware-Direktvergleich kommt. Dabei setzte Xiaomi in der Vergangenheit vor allem auf Direktvertrieb via Internet – und auf niedrige Preise. Ein top ausgestattetes Flaggschiff von Xiaomi ist zum Marktstart üblicherweise schon für rund 600€ zu haben – und damit vergleichsweise günstig, wenn man an Samsung, iPhone und Co. denkt. Nokia hingegen macht sich daran, an seine einstige Größe anzuknüpfen. Mit preisgünstigen Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones will Mutterkonzern HMD Global langfristig vor allem vom einstigen Renommee profitieren. Eine Kooperation beider Unternehmen nützt bereits auf den ersten Blick beiden Seiten.

Warum ist Xiaomi bislang nicht in Europa?

Xiaomi Mi Mix
Heiß begehrt vom ersten Tag an: Das Xiaomi Mi Mix verblüfft mit seinem fast rahmenlosen Design.

Seit langem warten Smartphone-Aficionados und Hardware-Profis darauf, dass neue Smartphone-Hersteller aus China den europäischen Markt aufmischen. Bislang vergebens, denn vor allem fehlende Patente sorgen dafür, dass junge Hersteller auf ihre Heimatmärkte beschränkt bleiben. Auch wenn viele Technologien heute Standard sind – ohne entsprechende Lizenzierung durch den Erfinder dürfen Geräte, die lizenzpflichtige Technologien nutzen, auf den Urhebermärkten nicht verkauft werden. Und genau das könnte sich für Xiaomi nun ändern.
Denn Mobilfunkurgestein Nokia hält ein ganzes Bündel grundlegender Patente – und macht die jetzt Xiaomi zugänglich. Damit könnte der Grundstein gelegt werden für einen Marktstart in Europa.

So profitiert Nokia vom Xiaomi-Deal

Nokia 6
Solider Neustart: Mit drei Geräten versucht Nokia an einstige Erfolge anzuknüpfen. Bislang stärkster Vertreter: Das Nokia 6.

Auch Nokia sichert sich mit dem Deal Vorteile auf dem hart umkämpften Handymarkt: Denn der wird mittlerweile von einigen wenigen Hardware-Zulieferern dominiert – mit entsprechend geringen Ausweichmöglichkeiten bei der Kalkulation von Kosten und Endpreis. Xiaomi hingegen arbeitet mittlerweile bereits an der zweiten Generation seines eigenen „Surge“-Chipsatzes. Derweil verdichten sich die Hinweise, dass Nokia bei künftigen Smartphones auf Chips von Xiaomi setzen könnte – zum Vorzugspreis, versteht sich.

Gemeinsam stark gegen Samsung und Apple

Aber auch kapitalintensive Zukunftstechnologien stehen im Fokus beider Unternehmen. Ob IoT, künstliche Intelligenz oder Augmented und Virtual Reality: In Zukunft wollen beide Seiten hier weitere Kooperationsmöglichkeiten ausloten, so heißt es in der von Nokia veröffentlichten Pressemitteilung:

In addition, the companies have agreed to explore opportunities for further cooperation, in areas such as Internet of Things, augmented and virtual reality, and artificial intelligence.

(Übersetzung: Zusätzlich haben sich beide Unternehmen darauf geeinigt, Möglichkeiten weiterer Kooperationen auszuloten, z.B. auf Feldern wie IoT, Augmented und Virtual Reality und der künstlichen Intelligenz.)

Alles in allem: Ein geschickter Schachzug im Wettbewerb mit den Großen der Branche – die bekanntermaßen ihrerseits große Anstrengungen auf den genannten Feldern unternehmen. Eine Zusammenarbeit nützt also im Zweifel tatsächlich beiden Seiten.

Mit DEINHANDY in den Sommer Nummer 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.