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Die Sonnenbrille für den nächsten Snap

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Snapchat Inc. hat sich in Snap Inc. umbenannt und bricht nun auf zu neuen Ufern. Neben seiner erfolgreichen App will der Konzern in Zukunft auch andere Produkte vertreiben. Den Anfang macht die Sonnenbrille Spectacles, die weitaus mehr ist als ein schickes Accessoire.  

Der Snap Inc.-Gründer Evan Spiegel hat dem Wall Street Journal mit den neuen Snap Spectacles eine Reihe von Sonnenbrillen mit integrierter Kamera vorgestellt. Mit einem Tippen auf den Knopf an der linken Seite kann der Träger seine spannendsten Momente als Video festhalten und anschließend per Bluetooth oder WLAN an sein Smartphone senden. Zwischen zehn und dreißig Sekunden dauern die Clips, die nicht wie üblich in eckigem, sondern in einem runden Format gedreht werden. Damit können die Videos bildschirmfüllend abgespielt werden, egal ob das Endgerät vertikal oder horizontal gehalten wird – ein Vorteil für alle, die sich die gefilmten Erinnerungen auf dem Smartphone anschauen.

Der Sichtwinkel der Kamera beträgt 115 Grad und entspricht damit ungefähr dem menschlichen Gesichtsfeld. Die Videos geben also die Sicht des Trägers auf die Situation wieder. Der Akku der Brille soll etwa einen Tag durchhalten, geladen wird er über ein Etui mit eingebautem Akku. So ist es kein Problem, wenn den Spectacles unterwegs der Saft ausgeht. Knappe 130 Dollar soll die Brille kosten, die noch im Herbst 2016 auf den Markt kommen soll. Ob sie dann nur in den USA oder auch in Europa erhältlich sein wird, ist bisher nicht bekannt.

Spectacles im Etui

Die Gerüchte bestätigen sich

Schon seit 2014 war vermutet worden, dass Snapchat an einem solchen Produkt arbeitet. Grund für die Spekulationen waren E-Mails, dir nach dem Sony-Hack publik wurden. Daraus ging hervor, dass Snapchat die Firma Vergence Labs übernommen hatte, die unter der Marke Epiphany Eyewear Brillengestelle mit integrierter Kamera entwickelte. Als Snapchat-Gründer Evan Spiegel 2015 mit einem Prototyp der Spectacles gesichtet wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann Snap das Gerät präsentieren würde.

Google scheiterte mit ähnlichem Projekt

Auch Google hatte 2012 eine Brille mit integrierter Kamera präsentiert. Die Googles Glasses wurden allerdings nur in kleiner Zahl an Entwickler in den USA verkauft und kurze Zeit später eingestellt. Hohe Preise und technische Schwächen wurden bemängelt. Vor allem waren es aber datenschutzrechtliche Fragen, die das Konzept ins Wanken brachten. Denn nur der Träger der Brille konnte in seiner Google Glass sehen, ob die Kamera die Aufnahme gestartet hat oder nicht.

Spectacles – Erfolgreicher als Google Glass?

Um datenschutzrechtlichen Problemen vorzubeugen, wurden bei den Snap Spectacles sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite LEDs verbaut, die nicht nur dem Träger, sondern auch der Außenwelt zeigen, dass die Kamera eingeschaltet wurde. Ob das den Spectacles zum Erfolg verhelfen wird, bleibt abzuwarten.

Snap wurde als Snapchat durch die gleichnamige App bekannt, über die Nachrichten und Fotos versendet werden können. Die Besonderheit: Die sogenannten Snaps sind nur maximal 24 Stunden zu sehen. Knapp 150 Millionen Menschen sollen die App täglich öffnen. Die Nutzer sind überwiegend sehr jung – 52 Prozent sind zwischen 16 und 24 Jahre alt.

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