Startseite Entertainment Großer Hersteller für kleine Geräte – Intel macht sich auf den Weg ins Smartphone-Geschäft

Großer Hersteller für kleine Geräte – Intel macht sich auf den Weg ins Smartphone-Geschäft

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Nach Microsoft macht sich nun mit Intel der zweite unter den beiden Epigonen der einstigen „Wintel-Ära“ auf den Weg ins Mobilgeschäft. Reichlich spät, aber doch kaum überraschend in Zeiten stagnierender Desktop-Umsätze. Nach einem Bericht des Technews-Portals Venturebeat.com arbeiten derzeit bereits rund 1000 Arbeitskräfte daran, Intels LTE-Modem vom Typ 7360 im kommenden Jahr in ein neues Apple-Smartphone integrieren. Wahrlich keine geringe Zahl. Intels Einsatz erklärt sich wohl vor allem aus der vertrackten Situation im Mobilfunkmarkt. Dass Intel nun unter Zugzwang steht, hat vor allem einen Grund: Man hat den Smartphone-Trend schlicht verschlafen.

Ähnlich wie bei Microsoft stand für viele Jahre allein der rein stationäre Markt im Unternehmensfokus, die Entwicklung im mobilen Business ist über den Tech-Giganten hinweggegangen. Denn während Apple und Samsung ihre Topgeräte vermehrt mit Chips aus eigener Entwicklung bestücken, teilen sich mit Qualcomm und MediaTek zwei weitere Big-Player den restlichen Hardwaremarkt. Ersterer bedient das High-End-Segment, letzterer den Budget-Kanal.

Die Möglichkeit, nun das nächste iPhone mit aktuellster Funkhardware auszurüsten, ist also mehr als eine willkommene Gelegenheit: Es ist eine Bewährungsprobe.
Die anscheinend bislang formlose Zusammenarbeit bietet beiden Seiten Vorteile.
Denn zuletzt musste sich auch Apple unangenehme Fragen nach der Ausrüstung des iPhone 6s gefallen lassen. Tests hatten ergeben, dass nicht alle Geräte mit identischen A9-SoC laufen, etliche Baureihen wurden demnach mit einer Recheneinheit von Samsung ausgestattet, andere laufen mit einem Chip von TSMC. Und auch wenn Apple bestreitet, dass es einen alltagsrelevanten Leistungsunterschied zwischen den beiden Varianten gibt, dürfte man in Cupertino sehr daran interessiert sein, das typische High-Tech-Image unangetastet zu lassen; am besten durch ein einheitliches Ausstattungskonzept in der Serienfertigung. Da kommt ein Hersteller mit Fertigungskapazitäten, wie sie Intel besitzt, gerade recht.
Gelingt Intel nun die Portierung der eigenen Sendehardware auf das nächste Smartphone, könnte in Zukunft vielleicht auch das Herz künftiger iPhone-Generationen vom Chip-Riesen aus Mountain View kommen.

Weiterführende Links:
http://goo.gl/O3sa9U
http://goo.gl/ijSRXO

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