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Virtual Reality fördert künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz
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Zahlreiche Gamer tauchen täglich in andere Welten ab und erleben dort die größten Abenteuer. Virtual Reality bringt dem Nutzer das Erlebnis noch näher, weshalb Technologien wie Playstation VR, HTC Vive und Oculus Rift immer interessanter werden. Gemeinsam mit Google ermöglicht es die britische Software-Firma Improbable Entwicklern nun, ihre eigenen virtuellen Welten zu programmieren. Dies eröffnet nicht nur der Spielewelt, sondern auch der Entwicklung künstlicher Intelligenzen ganz neue Möglichkeiten.

Gamer
Künstliche Intelligenz verbessert das Spielerlebnis.

Bei virtuellen Welten denken viele Nutzer sofort an Spiele wie World of Warcraft oder Skyrim und träumen von zauberhaften Wesen, Drachen und magischen Landschaften. Doch schon Google hat erkannt, dass auch ganz reale Welten den Weg in die virtuelle Realität meistern können und bietet für die Daydream VR Maps als VR-App an. Einen weiteren Schritt in Richtung VR-Technik geht der Internetriese mit einem neuen Partner, dem britischen Startup Improbable. Die Firma das die Software Spatial OS zur Programmierung von VR-Spielen entwickelt. Das OS ist noch vorrangig für die Spieleentwicklung gedacht, ein weiteres Ziel von Improbable ist allerdings, die Entwicklung künstlicher Intelligenzen voranzutreiben. Diese weisen in puncto Spielewelt bereits eine gute Ausprägung auf und sorgen so dafür, dass der Spieler tatsächlich das Gefühl hat, in eine andere Welt einzutauchen. Genaugenommen handelt es sich allerdings nur um eine nachgeahmte Intelligenz, die dem Spieler vermittelt, es sei ein Wesen mit freiem Willen und einem Bewusstsein vorhanden.

Analysiere den Kontext

Im Alltag begleiten uns stattdessen Siri, Alexa und der Google Assistant, die in zahlreichen Geräten bereitstehen, um uns Fragen zu beantworten und Aufgaben zu übernehmen. Mit dem Erschließen von Kontexten hingegen tun sie sich zumeist sehr schwer – unter künstlicher Intelligenz stellen sich Nutzer etwas anderes vor. Doch wie kann ein VR-Programmierer der Wissenschaft in der Erforschung der KI helfen? Improbable hofft darauf, dass Software-Entwickler dazu animiert werden virtuelle Welten zu kreieren und damit künstlichen Intelligenzen einen neuen Raum zum Lernen zu erschaffen. Je mehr virtuelle Welten entstehen, desto besser können KI, die in diesen Welten frei agieren können, weiterentwickelt werden.

Autonomes Fahren
KI wird für das autonome Auto benötigt.

Ein einfaches Beispiel ist die Idee des autonomen Fahrens. Eine KI, die ein Auto steuern soll, kann zum Beispiel in einer virtuellen Stadt eingesetzt werden, die eine reale Stadt abbildet. Wissenschaftler können reale Szenarien in der Stadt testen und untersuchen, wie die KI reagiert. So können sie sie gewissermaßen trainieren – sie also anpassen, damit sie später tatsächlich ein autonomes Auto steuern kann. Je realer die Welt ist, desto besser für die Programmierung der KI und die Wissenschaftler, die diese erforschen.

Aktueller Fokus liegt auf Spielen

Derzeit wird über die Google Cloud die Alpha-Version der Software zur Verfügung gestellt. Programmierer, die SpatialOS ausprobieren möchten, können sich dafür registrieren. Die Beta-Version soll im ersten Quartal 2017 zusammen mit einer Preisliste erscheinen. Google und Improbable stellen den Service zwar frei zur Verfügung, wer wirklich ein Spiel veröffentlichen will, muss allerdings zahlen. Die Entwicklung und der Test sind bis dahin aber kostenfrei, wie Improbable CEO Herman Narula auf der Webseite des Startups mitteilte.

Google Improbable
Die Partnerschaft mit Improbable bringt Google viele Vorteile.

Die Partnerschaft mit Google ermöglicht es dem kleinen britischen Startup vielen Programmierern die Nutzung der Software zu ermöglichen. Doch auch Google hat durch die Partnerschaft deutliche Vorteile, die den Clouddienst des Internetriesen klar positionieren. In puncto Virtual Reality kann Google zum einen für sein eigenes Produkt, die Google Daydream VR profitieren, zum anderen bietet der Dienst zahlreichen Nutzern mit SpatialOS einen Service, den die Konkurrenz, sei es Amazon Web oder Microsoft Azure, nicht hat.

Die Datenkrake macht VR

Eine gute Nachricht für Gamer: Mit der freien Software haben weitaus mehr Entwickler die Möglichkeit tolle Spiele zu entwickeln – vor allem für VR-Brillen. Auch kleinere Studios haben trotz niedrigem Budget die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Zudem verbessert die weitere Erforschung künstlicher Intelligenzen das Gaming an sich. Denn schließlich werden hier nicht nur nützliche, sondern auch KI für Spiele verbessert, die das positive Spielerlebnis deutlich steigern können. Auch KIs für Mobilgeräte können so natürlich verbessert und derart angepasst werden, dass sie dem Nutzer tatsächlich eine intelligente Unterstützung bieten, die über das Potenzial von Siri und Co. hinausgeht.

Der Nachteil: Es ist durchaus zu erwarten, dass Google die Partnerschaft nicht nur zu Promotions-Zwecken eingegangen ist, sondern auch von den Daten profitieren will. Davon gibt es bei Projekten wie diesen wahrlich genug zu sammeln. Also egal ob als Entwickler oder Spieler: Hier ist Vorsicht geboten.

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