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Die Welt der VR auf der IFA

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Es ist und bleibt ein großes Thema, das derzeit von sehr vielen Herstellern aufgegriffen wird: Virtual Reality. Nach den Vorreitern Oculus Rift und HTC Vive hat Samsung mit der Gear eine Virtual Reality Brille für den Massenmarkt vorgestellt. Samsung, Sony, HTC und viele andere haben ihre Geräte auf der IFA zum Testen zur Verfügung gestellt. Ich habe mir das Ganze mal etwas genauer angeschaut und das Modelle eines weiteren Herstellers getestet.

Anstehen bei Sony: Wer den Eingang Messe Nord bevorzugte landete gleich beim Marktführer aus Japan und durfte sich auch sofort die erste Virtual Reality Brille anschauen. Die Playstation VR wird ohne Smartphone, dafür aber mit der Playstation 4 verwendet und zog zahlreiche Besucher an. Die Brille mit dem einzigartigen Design wurde schon Anfang des Jahres auf der Game Developer Conference in San Francisco vorgestellt. Wer das Gerät auf der IFA testen wollte, bekam zu der Brille eine kurze Spieleinweisung Kopfhörer und die bereits von der Konsole bekannten Move-Controller, die aussehen wie zwei leuchtende Mikrophone. Wer hier zum ersten Mal mit vollem Körpereinsatz spielen wollte, konnte sich im mittelalterlichen Schwertkampf so richtig austoben.

Die Brille auf der Brille

Die HTC Vive war auf der IFA die VR-Brille, die mir am häufigsten über den Weg gelaufen ist. An vielen Ständen konnte zumindest die Passform des Gerätes, das von HTC und Valve gemeinsam entwickelt wurde, getestet werden. Was mich besonders interessierte, war dabei auch die Frage: Sind VR-Brillen für Brillenträger geeignet? Bei der Vive trifft das absolut zu! Dank des weichen Schaumstoffrandes und des Abstands zwischen der Linse der Vive und der Brille gab es keine Probleme. Allerdings muss man bemerken, dass das Gerät auf dem Kopf alles andere als leicht ist. Auch zur Vive gibt es zwei Controller, die zum Spielen benutzt werden. Wer sich für solche Modelle interessiert, sollte diese auf jeden Fall vor dem Kauf ausprobieren. Denn nicht für jeden sind die Bewegungen mit Controllern intuitiv.

Die HTC Vive

ZTE auf dem Holzweg?

Der chinesische Smartphone-Hersteller ZTE schickte mich mit seiner eigenen VR-Brille auf eine wackelige Brücke. Die Virtual Reality-Brille des chinesischen Herstellers wurde passend zum aktuellen Flaggschiff Axon 7 präsentiert und sieht der Gear VR von Samsung zum Verwechseln ähnlich. Das 5,5 Zoll-Smartphone und die Brille werden per USB-C miteinander verbunden und dann kann es auch schon losgehen. Die Basis der Kulisse des Spiels hatte der Hersteller auf der IFA nachgebaut: Eine hölzerne Brücke, die an den Seiten und am Ende mit Seilen begrenzt war. Zum Spielen werden nur die Brille und das Smartphone benötigt. Controller gibt es nicht. Für das perfekte Spielerlebnis gibt es dazu Kopfhörer.

Mit ZTE zum Drachentöter

Die Brille sitzt, das Spiel geht los. In den ersten Sekunden bin ich einfach nur überwältigt von der Kulisse. Ganz anders als in Werbevideos zur Vive oder auch zu Oculus Rift, wirkt diese Welt beeindruckend real. Ich stehe auf einer wackeligen Holzbrücke und schaue auf schneebedeckte Berge. Über meinem Kopf fliegen Krähen, dicke Schneeflocken fallen vom Himmel und ich höre das Peitschen des Windes. Die Kulisse erinnert an The Elder Scrolls V: Skyrim.

Das Spiel in der Außenansicht
Die ZTE VR

Ich halte mich an den Seilen fest, die ja tatsächlich da sind, und laufe ein Stück nach vorne. In wenigen Metern Entfernung endet die Brücke. Plötzlich taucht über mir ein Drache auf. Skyrim lässt abermals grüßen. Dann geht alles ganz schnell, zu schnell für meine Begriffe und auch viel zu einfach. Der Drache brüllt, ich schaue ihn an und schon fällt er vom Himmel. Als ich zurück laufe, liegt die Brücke nicht mehr gerade, sondern schräg vor mir, obwohl ich mich um 180 Grad gedreht habe. Entweder liegt hier ein Problem mit dem Gyroskop vor oder die Brille kann die Bewegungsinformationen, die von dem Sensor gesendet werden nicht ganz verarbeiten. Bedeutet im Spiel: Ich kann nicht die Brücke nehmen, sondern muss in der Luft wieder zurücklaufen.

Wenn Blicke töten könnten

Fazit: Tolle Idee, schlechte Umsetzung. Zum einen ist die Brille nicht nur schwer sondern auch ziemlich unbequem und drückt nach wenigen Minuten vor allem an Stirn und Nase. Zum anderen war das Demospiel wirklich enttäuschend. Die programmierte Realität sieht am Anfang wunderschön aus, das kann man durchaus sagen, als ich den Drachen allerdings mit einem Blick getötet hatte, war die Begeisterung vorbei und nach den letzten Schritten in der Luft, konnte von Spaß gar keine Rede mehr sein. Auch wenn es sich bei dem getesteten Gerät um einen Prototypen und eine Demo-Version des Spiels handelt, hatte ich persönlich mehr erwartet. Schließlich entwickeln immer mehr Hersteller VR-Brillen und passende Spiele, was für einen großen Konkurrenzkampf sorgt. Wer sich nur halbherzig präsentiert, wird es schwierig haben, sein Produkt zu verkaufen.

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