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Snapchat versus WhatsApp – Welche App brauchst Du wirklich?

Snapchat oder WhatsApp
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Die Jungen schwören darauf, die Alten verstehen es nicht: Snapchat ist eine App, an der sich die Geister scheiden. Ganz anders ist es bei WhatsApp. Die App der Facebook-Tochter wird von Jung und Alt gleichermaßen genutzt. Wir haben beide Programme verglichen und wissen, welches der beiden Programme auf keinem Handy fehlen darf.

Du bist unter 29 Jahre alt und besitzt ein Smartphone? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du auf diesem Gerät Snapchat installiert hast. Die App wird vor allem von den jüngsten Handy-Besitzern genutzt. 79 Prozent der Snapchat-Nutzer sind zwischen 14 und 29 Jahren alt, 17 Prozent sind 30 bis 49 Jahre alt, nur 4 Prozent über 50.

Dass überwiegend junge Menschen Snapchat installieren, liegt vermutlich am Aufbau der App. Ohne eine Anleitung dauert es lange, bis sich alle Funktionen wirklich erschließen – und es gibt eine ganze Menge. Snapchat hat so viele Features, dass der Grundgedanke dahinter nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Stattdessen muss sich der Nutzer wirklich damit beschäftigen, was viele vermutlich schnell abschreckt. Gerade die Älteren werden nicht die Zeit aufbringen wollen, die sie benötigen, um Snapchat zu verstehen. Wer eher praktisch orientiert ist und nur nach einer App sucht, mit der er chatten kann, wird Snapchat also schnell wieder deinstallieren. Jeder der so handelt, verpasst unter Umständen aber eine ganze Menge, denn die App hat ein enormes Unterhaltungspotential.

Snapchat – eine App gegen Langeweile

Kommunikation soll heutzutage schnell und einfach gehen – mit Snapchat ist das kein Problem. Die App will Dir vor allem das Tippen ersparen. Du sollst Dich über Fotos ausdrücken, die Du mit verschiedenen Effekt-Vorlagen individualisieren kannst. Dass hier wirklich die Rede von Individualität sein kann, darf bezweifelt werden. Schließlich stellt Snapchat eine Reihe von Filtern zur Verfügung, die dann knapp 150 Millionen Menschen am Tag benutzen. Aber zurück zum Ursprung: Snapchat verbindet Foto- und Videoplattform mit den Funktionen eines Messengers. Wer nur Fotos posten möchte, wählt Instagram, wer zusätzlich chatten und witzige Filter, wie die Geofilter, die Deinen Standort anzeigen, verwenden möchte, wählt Snapchat. Fotos und Videos stehen im Vordergrund, wenn die App auch die Möglichkeit bietet, Messages zu schreiben oder Sprache aufzunehmen.

Snapchat Bärenohren und Nase
Snapchat große Augen kleiner KOpf

Langeweile adé: Allein die Filter auszuprobieren macht schon eine Menge Spaß.

Jeden Snap, wie die Nachrichten genannt werden, kannst Du in direkten Unterhaltungen versenden oder in die Story posten. Diese fungiert als digitale Pinnwand, die öffentlich zugänglich ist. Wie bei Facebook kannst Du auch Promi- und Medien-Profile aufrufen. Zudem kooperiert Snapchat mit Unternehmen, die nur für die App Inhalte erstellen. Jede Story ist nur 24 Stunden sichtbar. Auch Snaps im Privatchat haben ein Verfallsdatum, das Du allerdings selbst bestimmen kannst. Wähle vor dem Senden der Nachricht eine Zeitspanne zwischen einer und zehn Sekunden aus. Es ist auch möglich, Snaps unendlich lange Zeit anzeigen zu lassen. Der Empfänger kann sie allerdings nur maximal zweimal öffnen. Schießt er einen Screenshot,  informiert Dich die App darüber. Fortgeschrittene Snapchat-Nutzer schießen Fotos übrigens nicht nur mit ihrem Handy, sondern auch mit der Foto-Brille Spectacles.

Wirklich vergänglich?

Snapchat wurde in seiner Anfangszeit aufgrund der Vergänglichkeit der Snaps häufig für das Verschicken erotischer Bilder, das sogenannte Sexting, genutzt. 2014 konnten Hacker allerdings zehntausende Bilder erbeuten und diese ins Netz stellen. Für viele Nutzer ein großer Schock: Die ihrer Meinung nach sicher verschickten Bilder waren plötzlich öffentlich geworden. Snapchat gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Nutzer Opfer von Drittanbieter-Apps geworden waren, die unter anderem anboten, Snapchat-Bilder zu speichern. Die EU-Initiative Klicksafe warnt zudem vor Snapchat. Die Snaps würden nicht gelöscht, sondern bei einigen Systemen lediglich mit einer anderen Dateiendung versehen, sodass sie von einigen Foto-Galerien nicht mehr geöffnet werden können. Außerdem kann jeder Nutzer empfangene Snaps natürlich abfotografieren. Wirklich geschützt bist Du also nie. Unser Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte generell lieber keine Nacktbilder versenden.

WhatsApp – Der Nutzen überwiegt

WhatsApp
Einfach öffnen und tippen: WhatsApp verwirrt nicht mit hunderten Funktionen, sondern ist auf das Wesentliche beschränkt.

Wer ein Handy sein Eigen nennt stolpert früher oder später auf jeden Fall über WhatsApp. Die App ermöglicht es schnell und einfach mit Freunden, Verwandten und Bekannten zu kommunizieren. Anrufe, Sprachnachrichten, Videotelefonie und vor allem die klassischen Text-Chats gehören zu den Funktionen. Eine Milliarde Menschen benutzen den Messenger täglich, jeder Siebte setzt beim Chatten also auf die App der Facebook-Tochter. Die Bedienung ist einfach wie selbsterklärend: Anmelden, Kontakte finden, loslegen. WhatsApp greift auf Deine gespeicherten Daten zu und verbindet Dich so automatisch mit Deinen Kontakten. Innerhalb eines Einzel- oder Gruppenchats lassen sich Sprachnachrichten, Texte, Bilder und Videos senden. Die App wird ebenfalls überwiegend von Smartphone-Besitzern unter 29 genutzt. Doch auch bei den Nutzern über 30 und zwischen 40 und 59 ist die App sehr verbreitet.

Mittlerweile hat WhatsApp das Repertoire um den Video-Gruppen-Chat, nachträgliches Löschen und den Live-Standort erweitert. Auch der WhatsApp-Status ist wieder da: Hier kannst Du für 24 Stunden einen Text, ein Video oder ein Bild für Deine Freunde anzeigen lassen – genauso wie bei der Snapchat-Story. Auch wenn WhatsApp mit weiteren Updates um immer mehr unterhaltsame Funktionen erweitert wird, steht vor allem die Nützlichkeit im Vordergrund. Die App hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder als nützliche App erwiesen, trotzdem gibt es viele datenschutzrechtliche Bedenken.

Große Unterschiede, kleine Gemeinsamkeiten

Auch wenn beide Programme in den Topf „Social Media“ geworfen werden,haben sie nur wenige Gemeinsamkeiten: So kannst Du mit beiden Apps chatten und eine Story oder einen Status 24 Stunden mit Deinen Kontakten teilen. Der WhatsApp-Status wurde übrigens erst nach dem Erfolg von Snapchat wieder eingeführt. Er war zwar der eigentliche Hauptbestandteil der App als sie entwickelt wurde, musste später aber weichen. Seit Anfang 2017 ist er wieder da.
Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Apps bieten Telefonie, Text, das Versenden von Bildern, Videos und Sprachnachrichten an.

Damit erschöpfen sich allerdings auch schon die gemeinsamen Punkte und es erschließt sich, dass die beiden Apps von Grund auf verschieden sind. Der Sinn, der dahinter steht, unterscheidet sich dermaßen, dass sie niemals wirklich miteinander konkurrieren können. Snapchat ist vor allem dazu gedacht, den Moment zu inszenieren und zu zelebrieren. Es geht vor allem um die Darstellung der eigenen Person, nicht um die Weitergabe von Informationen. Ganz anders ist es bei WhatsApp. Hier ist der Grundgedanke, dass Menschen miteinander kommunizieren können. Hier werden Informationen ausgetauscht – von der aktuellen Schulstory, bis zur Verabredung zum Geschäftsessen. WhatsApp hat es längst auf die Handys aller Zielgruppen geschafft.

Snapchat für einige, WhatsApp für alle

Älterer Herr mit Smartphone
Viele ältere Nutzer werden vermutlich keine Geduld für Snapchat aufbringen.

Gerade älteren Generationen und allen, die praktisch veranlagt sind, wird sich der Sinn von Snapchat nicht erschließen. Die App ist aber auch kein Ersatz für WhatsApp: Auch diejenigen, die Snapchat installiert haben, verwenden das WhatsApp – denn auch sie brauchen eine App, über die sie Informationen austauschen können. Snapchat dient vor allem zur Unterhaltung – sei es durch die witzigen Filter oder die Stories. Wirklich installieren solltest Du also auf jeden Fall WhatsApp oder eine vergleichbare Messenger-App, wie beispielsweise Signal – Snapchat ist eine schöne Ergänzung, die gut gegen Langeweile hilft und Dir die Möglichkeit gibt, Deine Bilder kreativ zu bearbeiten und zu teilen.

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