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Spotify macht Provider glücklich

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Erstmals 2016 werden Provider mit mobilem Internet mehr Umsatz erzeugen als mit stationären Anschlüssen. Größter Profittreiber: Datenintensive Services wie Audio- und Videostreaming.

Glänzende Aussichten für Mobilfunkanbieter. Nach einer neuen Studie von eco, Verband der Internetwirtschaft e.V. und der Wirtschaftsberatungsagentur Arthur D. Little bringt das mobile Internet mittlerweile mehr Einnahmen als klassische DSL- und Kabelanschlüsse – und das trotz deutlich geringerer Kapazitäten. Den Löwenanteil am rasanten Wachstum der Byte-Lawine machen demnach Netflix, Spotify & Co. aus. Waren in der Vergangenheit vor allem Social-Media-Dienste á la WhatsApp und Facebook die größten Datenbrenner, so dürften Entertainment-Anbieter in Zukunft weiterhin die Nase vorn haben – und nochmal kräftig zulegen. Eine „wahre Explosion des mobilen Datenverkehrs“ hätte ihr Erfolg zur Folge gehabt: Mehr als 500 Millionen Gigabyte dürften demnach bis zum Jahresende durch den Äther geflossen sein.

Aus der zugehörigen Pressemeldung von eco, dem Verband der Internetwirtschaft geht auch hervor, dass sich Mobilfunkanbieter trotz ihres beeindruckend Erfolges einem bleibenden Preisdruck ausgesetzt sehen. Vor allem der Ausbau der bestehenden Infrastruktur in der Breite und Leistungsfähigkeit stelle demnach eine bleibende Herausforderung dar. Dennoch sei das Geschäft insgesamt weiterhin profitabel. Der Datenverkehr über die in Deutschland registrierten über 115 Millionen SIM-Karten habe sich in den vergangenen 10 Jahren vertausendfacht.

Unsere Einschätzung

Keine verwunderlichen Zahlen, und mit der Roadmap zum neuen Übertragungsstandard 5G für das Jahr 2020 dürfte sich dieser Trend in den kommenden Jahren deutlich fortsetzen. Ob der Preisdruck auf die Anbieter im deutschen Mobilfunkmarkt tatsächlich so groß ist wie behauptet, bleibt aus unserer Sicht dahingestellt – immerhin ist in einer Reihe europäischer Länder bereits jede Datenobergrenze gefallen.
Die Studie selbst verweist übrigens darauf, dass für datenintensive Dienste das heimische WLAN oder entsprechende Hotspots weitaus besser geeignet seien als herkömmliche Mobilfunknetze; dem können wir uns in puncto Ersparnis einstweilen anschließen – jedenfalls solange Volumenobergrenzen weiterhin zur digitalen Realität gehören.

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