Das Smartphone für Oma

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Immer schneller, immer größer, immer besser – Smartphones werden mit jeder Generation besser aber auch komplizierter. Bei tausenden Funktionen den Überblick zu behalten, ist oft schwer, vor allem für ältere Nutzer. Wer sich mit Samsung und Co. nicht anfreunden kann, der hat eine Ausweichmöglichkeit: Doro, das Senioren-Smartphone. Wir haben es uns auf der IFA angeschaut.

Ein Smartphone mit haptischen Tasten unter dem Bildschirm ist selten, so selten, dass es natürlich sofort Blicke auf sich zieht. Das rundliche Smartphone liegt dank der gummierten Oberfläche gut in der Hand und wirkt als käme es aus dem vergangenen Jahrzehnt. Tatsächlich ist das Doro Libero 825 aber erst im März 2016 erschienen. Die technische Ausstattung des Libero kann mit heutigen Standards nicht mithalten. Das muss aber auch gar nicht sein, denn eine einfache Bedienung ist für ältere Menschen weitaus wichtiger als der schnellste Prozessor.

Deshalb reicht ein Snapdragon 210 von Qualcomm mit einer Taktung von 1,1 GHz pro Kern vollkommen aus. Der Prozessor greift auf einen Arbeitsspeicher von 1 GB zurück. Auch beim Speicher werden keine 128 GB benötigt, da Senioren ihr Handy überwiegend zum Telefonieren verwenden und weniger zur Unterhaltung. Mit den internen 8 GB kommen die meisten daher vermutlich schon aus. Sollte das nicht der Fall sein, kann eine microSD-Karte mit bis zu 32 GB Speicher eingelegt werden.

Der Helfer im Notfall

Was ist noch wichtig? Akkulaufzeit! Da das Doro Liberto nicht den ganzen Tag eine Verbindung zum Internet hat oder dauerhaft anspruchsvolle Spiele darauf gespielt werden, hält der Akku mit nur 2.000 Milli-Ampere-Stunden bis zu 25 Tage im Standby durch. Telefonate, die etwas länger dauern sind ebenfalls kein Problem. Quasselstrippen können sich gute 15 Stunden unterhalten, bevor der Akku geladen werden muss. Dazu gibt es eine praktische Ladeschale, in die das Smartphone gelegt werden kann. Natürlich verfügt auch ein Senioren-Smartphone über eine Kamera, die mit 8 Megapixeln auch ganz solide gute Fotos schießen und Videos mit einer Auflösung von 720 x 1.280 Pixeln drehen kann.

Das Doro Libero 825

Das Doro Libero 825 ermöglicht es seinen Nutzern einfach über die Tasten unter dem Display und die Notruftaste schnell die wichtigsten Funktionen des Gerätes zu starten. Besonders die Haptik ist für Smartphones dieser Art wichtig.

Zur ganz normalen Technik kommen Features, die genau auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten sind: Lupe, Hörgeräteunterstützung und ein Notrufknopf. Dieser sitzt auf der Rückseite unter der Kamera und ist im Notfall ein wahrer Helfer. Wird er gedrückt ruft das Smartphone nacheinander bis zu fünf eingespeicherte Telefonnummern – Notruf, Verwandte, Freunde – an. Für Software-Notfälle gibt es auch eine intelligente Lösung. Über die App My Doro Manager können Verwandte auch aus weiter Entfernung auf das Doro-Phone zugreifen und zum Beispiel die Lautstäke des Klingeltons ändern oder Notrufnummern einspeichern.

Mit Doro back to the 90s

Das Doro Phoneasy

Nein, das ist keine Nostalgie-Ausgabe sondern ein Handy, das Doro serienmäßig herstellt. Ab 55 Euro ist das gute Stück, auf dem man übrigens keine Facebook-App installieren kann, zu haben.

Auch im Zeitalter des Smartphones wirbt Doro nicht mit riesigen Bildschirmen, unter denen Octa-Core-Prozessoren werkeln, sondern mit ganz einfachen Handys. Ja es gibt sie noch. Beim Doro Phoneasy 509 zum Beispiel ist der Name Programm. Die Funktionen des Handys sind auf das Wichtigste beschränkt. Zwar gibt es auch Zusatzfunktionen, wie die 2-Megapixel-Kamera und die Taschenlampe, vorrangig kann man damit aber telefonieren und SMS schreiben. Das Gerät erinnert mit seinem beleuchteten Tastenfeld und dem kleinen Display an längst vergessene Zeiten. Trotzdem hat es auch für Smartphone-Besitzer einen Nutzen. Wer zum Beispiel Angst davor hat, dass sein teures Smartphone kaputt gehen könnte, findet hier das ideale Handy für Outdoor-Aktivitäten.

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