Startseite Ratgeber Energie - Alles zu Akkus & Powerbanks Nachhaltig und praktisch: Flüssige Akkus

Nachhaltig und praktisch: Flüssige Akkus

Akku Smartphone
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Umweltfreundlich und lang haltbar: Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Harvard haben einen Akku entwickelt, der bis zu 10 Jahre halten soll und nicht schädlich für die Umwelt ist. Beides liegt in der besonderen Bauweise des Akkus begründet – Er ist flüssig.

Universität Harvard in Cambridge
Die Universität Harvard in Cambridge.

Ein Hoch auf die Wissenschaft! Kluge Köpfe der Universität Harvard haben die Moleküle in den Elektrolyten Ferrocen und Viologen so modifiziert, dass sie wasserlöslich wurden. Die daraus entstandene Lösung kann in neutralem Wasser gelöst werden und verliert dort nur ein Prozent seiner Kapazität, wenn sie 1.000  Mal elektrisch aufgeladen wird. Gut, das klingt jetzt alles unheimlich technisch. Im Klartext bedeutet das: Die Wissenschaftler haben eine flüssige Batterie geschaffen, die tausende Male aufgeladen werden kann, bevor sie merklich an Ladekapazität verliert. Schon das lässt die Herzen zahlreicher Smartphone-Nutzer höher schlagen. Doch die neue Batterie hat noch mehr zu bieten: Die Lösung, die hier zum Einsatz kommt, soll weder toxisch noch brennbar sein. Sollte die Lösung auslaufen, kann sie wie Wasser ganz einfach weggewischt werden. Damit ist sie auch für die Umwelt keine Gefahr und kann leichter entsorgt werden.

Die Vorteile gegenüber Lithium-Ionen-Akkus

Die aktuell verbauten Lithium-Ionen-Akkus haben meist eine Lebensdauer zwischen 500 und 800 Ladezyklen. Theoretisch könnte der Akku bei wöchentlicher Ladung also bis zu 15 Jahren durchhalten. In der Praxis sieht das natürlich anders aus: Da Smartphones mittlerweile immer mehr können und damit auch häufiger länger genutzt werden, müssen sie meist täglich aufgeladen werden. Deshalb ist es keine Seltenheit, wenn ein Akku nach weniger als zwei Jahren stark an Kapazität verliert oder sogar defekt ist. Dabei ermöglichen es die wenigsten Hersteller den Verbrauchern, den Akku selbst auszutauschen. Wer nicht in eine Reparatur investieren will, kauft sich dann eher ein neues Smartphone.

Hersteller geben zu einem Akku eine maximal Anzahl von Ladezyklen an. Diese sagt nur aus, wie häufig der Akku aufgeladen und entladen werden kann, ohne dabei an Kapazität zu verlieren. Wird der Akku häufiger aufgeladen, ist es durchaus möglich, dass er nicht mehr seine ursprüngliche Kapazität, sondern nur noch 80 Prozent davon erreicht. Er kann also nicht komplett aufgeladen werden und entlädt sich schneller.

Dass Akkus eine so kurze Lebensdauer haben ist nicht nur wenig praktisch für den Nutzer, sondern auch schlecht für die Umwelt. Denn in Lithium-Ionen-Akkus befinden sich ätzende und brennbare Flüssigkeiten, die, sollten sich in die Umwelt gelangen, enorme Schäden anrichten können. Brände sind auch bei falscher Bauweise möglich, wie sich erst im vergangenen Jahr gezeigt hat.

Nachhaltige Batterien

Umweltfreundliche Akkus
Besser für die Umwelt: EIn nachhaltiger Akku.

Mit dem flüssigen Akku soll auch damit Schluss sein. Keine Brände, keine Schäden für die Umwelt – Ein nachhaltiger Akku, der problemlos zehn Jahre genutzt werden kann. Da die Technik gerade erst entwickelt wurde und somit noch in den Kinderschuhen steckt, kann es aber durchaus sein, dass wir noch lange darauf warten müssen. Letztendlich stellt sich auch die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, diese Akkus in Smartphones zu verbauen. Zwar würden sie vor allem Sicherheit bringen. Der Nachhaltigkeitsaspekt würde gerade hier aber verloren gehen. Denn auch wenn der Akku zehn Jahre hält: Die Entwicklungen der restlichen verbauten Technik ist so schnell, dass ein Smartphone nach spätestens zwei Jahren, meist sogar früher, komplett veraltet ist und ersetzt wird.

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