Startseite Ratgeber Akkus und Powerbanks - Alles zum Thema Energie Immer unter Strom: So findest Du die richtige Powerbank

Immer unter Strom: So findest Du die richtige Powerbank

Immer unter Strom: So findest Du die richtige Powerbank
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Dein Akku ist ständig leer? Dann kauf Dir doch eine Powerbank! Das ist leichter gesagt als getan. Im Online-Shop Deines Vertrauens werden zehntausende Geräte angeboten. Da ist es schon schwer, sich zu entscheiden und wer das günstigste Gerät wählt, wählt nicht immer richtig. Wir erklären Dir, worauf es ankommt.

Schon vor dem Kauf solltest Du wissen, wozu und für welches Gerät Du Deine Powerbank nutzen willst. Wenn Du sie nur brauchst, um Dein Handy über den Tag aufzuladen, reicht durchaus ein kleines Modell mit 3.000 bis 5.000 Milli-Ampere-Stunden. Planst Du allerdings einen größeren Ausflug und weißt, dass Du lange keine Steckdose in der Nähe haben wirst, solltest Du ein größeres Gerät mit 10.000 Milli-Ampere-Stunden wählen. Auch das Gerät ist dabei entscheidend. Wichtig ist, wie groß der Akku des Smartphones oder Tablets ist. Je größer der Akku, desto stärker sollte auch die Powerbank sein. Tipp: Wer keine Lust hat, seine Powerbank täglich an die Steckdose zu hängen, sollte direkt zu einem größeren Modell greifen.

Ein häufiger Irrtum: Die Menge der Ladezyklen

Smartphone Akku leer
Ist das Smartphone leer, hilft die Powerbank.

Beim Aufladen Deines Smartphones mit einer Powerbank geht ein Teil des Stroms verloren. Das bedeutet, dass nicht die ganze verfügbare Milli-Ampere-Stunden-Anzahl in den Akku Deines Smartphones fließt. Zwischen 20 und 30 Prozent der Kapazität des Akkupacks gehen beim Aufladen verloren. Bei sehr billigen Powerbanks kann es auch mehr sein. Kaufst Du also eine Powerbank, die gerade einmal genauso viele Milli-Ampere-Stunden hat, wie der Akku Deines Smartphones, wirst Du dieses damit nicht komplett aufladen können. Deshalb solltest Du bei der Auswahl darauf achten, dass die Powerbank mindestens eineinhalbmal so stark ist, wie der Akku Deines Smartphones.

Das liegt daran, dass während des Ladevorgangs Energie in Wärme umgewandelt wird, die dann nicht mehr in den Akku fließen kann. Doch nicht nur das kostet einige Milli-Ampere-Stunden. Auch die Umwandlungsprozesse, die zum Aufladen nötig sind, verbrauchen Energie. Was genau das bedeutet erklären wir Dir an einem Beispiel.

Junge rechnet FormelnNehmen wir ein iPhone 5s mit 1.560 Milli-Ampere-Stunden und eine Powerbank mit 6.000 Milli-Ampere-Stunden. Viele Nutzer erwarten, dass das Smartphone fast viermal aufgeladen werden kann. Ihre Rechnung: 6.000 mAh / 1.560 mAh = 3,85. Das geht aber leider nicht auf. Stattdessen kann das Smartphone nur etwa 2,6 Mal aufgeladen werden. Wieso ist das so? Die genaue Anzahl der möglichen Ladezyklen errechnet sich, indem man die Energie der Powerbank durch die Energie des Akkus teilt. Die Energie errechnen wir, indem wir die Kapazität des Akkus (1.560 Milli-Ampere-Stunden bzw. 1,56 Ampere-Stunden) mit der Nennspannung (3,8 Volt) multiplizieren. Wir erhalten für den Akku des Smartphones 5,92 Wattstunden und für den Akku des Powerpacks 22,2 Wattstunden (Wh).

Jetzt einfach die Energie des Powerpacks durch die Energie des Smartphones zu teilen, bringt uns noch nicht ans Ziel. Denn wir haben noch immer nicht berücksichtigt, dass Energie beim Aufladen verloren geht. Das passiert so: Die Nennspannung des Akkus im Smartphone und in der Powerbank liegt bei 3,7 Volt. Neben der Nenn- gibt es noch die sogenannte Eingangsspannung. Dies ist die Spannung, die benötigt wird, damit das Smartphone überhaupt auflädt. Sie liegt bei 5V. Damit Dein Smartphone von dem Akkupack Energie aufnehmen kann, muss die Spannung also erstmal auf ein gleiches Level gebracht werden. Das passiert am USB-Port. Dort wird sie von 3,7 Volt zu 5 Volt aufgestockt. Im Smartphone müssen die 5 Volt dann wieder in 3,7 Volt umgewandelt werden. Dabei gehen knapp 20 bis 30 Prozent der Energie verloren. Diese ziehen wir nun von der Energie der Powerbank ab und erhalten 15,54 Wattstunden. Teilen wir nun diesen Wert durch die Energie des Akkus im Smartphone, erhalten wir den Wert 2,6. Das Smartphone kann mit der Powerbank also gerade einmal 2,6 Mal aufgeladen werden.

Die Stromstärke ist wichtig

Powerbank HosentascheDu weißt, was Du suchst? Super, dann geht’s jetzt an die Auswahl der Powerbank. Dabei solltest Du ganz genau darauf achten, dass das Akku-Pack die gleiche Stromstärke liefert, wie das Netzteil für Dein Smartphone oder Tablet. Die Stromstärke wird in Ampere A angegeben. Bei Netzteilen für Smartphones werden maximal 5 Ampere unterstützt – wieviel es genau ist, kannst Du auf Deinem Netzteil nachlesen. Hast Du ein Akku-Pack mit einer höheren Stromstärke, kannst Du Dein Smartphone damit zwar auch laden, allerdings kann das zu Schäden am Akku führen. Eine niedrigere Spannung kann hingegen Probleme bei der Aufladung verursachen.

Transport und Zubehör

Die Kapazität die Du wählst, beeinflusst auch die Größe. Je mehr Kapazität Du benötigst, desto größer wird auch die Powerbank. Willst Du Deine Powerbank zu Deinem Smartphone in die Hosentasche stecken, um es dort aufzuladen, solltest Du also ein schwächeres und damit kleineres Modell wählen. Zudem lohnt es sich beim Kauf auf das mitgelieferte Zubehör zu achten. Besonders wenn Du ein Netzteil mit festem Kabel hast, sollte ein passendes Exemplar für Dein Smartphone schon dabei sein – sonst investierst Du hier auch nochmal zusätzliches Geld.

Unsere Empfehlungen

Wer eine Powerbank sucht, die einfach zu transportieren und trotzdem stark und nützlich ist, dem können wir die HAMA Premium Alu Powerbank mit 5.000 Milli-Amperestunden empfehlen. Das Powerpack hat zwei USB-Anschlüsse, Du kannst also zwei Geräte gleichzeitig aufladen. Außerdem ist sie mit ihrer handlichen Größe für jede Hosentasche geeignet und ein USB-Kabel wird mitgeliefert.

5.000 Milli-Ampere-Stunden reichen für Dich nicht aus? Dann passt vielleicht eher die GP 3C20A Powerbank mit 20.000 Milli-Ampere-Stunden zu Dir. Mit ihrem großen Akku kann sie sogar Tablets und Laptops aufladen. Auch hier hast Du mehrere USB-Anschlüsse zur Verfügung und kannst gleichzeitig zwei Geräte aufladen.

Mit DEINHANDY in den Sommer Nummer 2
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Kommentare (4)

  1. Schöner knackiger Leitfaden! Die Kategorisierung davon, wie viel Kapazität für welchen Nutzer sinnvoll ist, entspricht auch unserer Erfahrung. Doch eines sollte ergänzt werden. Wenn hier davon gesprochen wird, dass „die Kapazität die Du wählst, auch die Größe beeinflusst“, möchte ich ergänzen, dass die Kapazität und Größe direkt mit dem Gewicht verbunden ist. Klar, für die Meisten ist die Information überflüssig, weil logisch. Doch tatsächlich erleben wir im Fachhandel immer wieder den Kundenwunsch: Viel Kapazität, aber bitte kein halbes Kilo an Gewicht.
    Hier möchten wir noch etwas Aufklärungsarbeit leisten: In einer Powerbank wird durch eine chemische Reaktion Energie freigesetzt. Wenn ich mehr Energie in einem Verlauf freisetzen möchte, brauche ich also auch mehr Ressourcen – und mehr Ressourcen bedeutet mehr Platz und mehr Gewicht!
    Kurz: Von nix kommt nix 😉

    Betse Grüße vom Akkuline Team

  2. Leider verlieren viele Powerbanks mit der Zeit an Power. Könnt Ihr uns eine Powerbank präsentieren die eine gute Qualität besitzt? Ich hab es satt mit den billig Teilen aus China.

    1. Hallo Tim,
      die beiden Powerbanks, die wir im Artikel empfehlen, sind von hochwertiger Qualität. Sowohl das Produkt von GP als auch die Powerbank von HAMA sollten Dir lange Freude bereiten.
      Beste Grüße
      Dein Team von DEINHANDY.

    2. Ein gewisser Verlust der Ladekapazität ist doch bei allerhand Akkus und Batterien ganz normal. In einer Powerbank ist nichts anderes verbaut – z.T. findet man, wenn man die Dinger aufmacht, sogar die herkömmlichen AA-Akkus darin 😉

      Wenn deine Powerbank jetzt nach 2 Monaten 50% ihrer Kapazität eingebüßt hat, stimmt in der Tat etwas nicht. Dann würde ich aber trotzdem nicht gleich auf Billigware aus China schließen. Die meisten Hersteller lassen die Ladeelektronik und das Gehäuse in China fertigen; die Akkus selbst hingegen kommen z.T. aus Japan (gibt ein paar Akkus, die bei vielen Powerbank-Herstellern verwendet werden).

      Wichtig im täglichen Gebrauch: nicht permanent am Strom stecken lassen. Und nicht versuchen, während die Powerbank am Strom hängt, andere Geräte damit zu laden (als Pufferakku verwenden). Beides wirkt sich nicht so gut auf die Kapazität aus.

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