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Abofalle – So vermeidest Du Abzocke auf Deiner Telefonrechnung

Frau ist in Abofalle getappt und ist verzweifelt
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Schockmoment Telefonrechnung: Auf Deiner monatlichen Mobilfunkrechnung sind unbekannte Kosten aufgeführt? Dann bist Du vermutlich in eine Abofalle getappt. Fälle mit Abo-Betrug nehmen zu – wir verraten Dir, wie Du Dich vor der Smartphone-Abzocke schützt und wie Du dagegen vorgehst!

Das Smartphone ist ein beliebtes Ziel für Abzocker. Abofallen lauern im Internet überall: In Apps, auf Online-Shopping-Seiten und bei vermeintlichen Anmeldeformularen. Seit 2005 floriert das Geschäft mit illegalen Vertragsfallen. Aber keine Panik: Ein Vertrag mit einem Abo-Betreiber wird erst dann wirksam, wenn ein Button mit eindeutigen Formulierungen, wie „kostenpflichtig bestellen“ oder „kaufen“ gedrückt wird – doch die Hinweise auf anfallende Kosten werden oftmals unrechtmäßig verschleiert oder im Kleingedruckten versteckt. Ist man dem Betrug zum Opfer gefallen ist das sehr ärgerlich. Doch die gute Nachricht lautet: Aus rechtlicher Sicht ist kein Vertrag zustande gekommen und Du bist zu keinerlei Zahlungen verpflichtet!

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So funktioniert die Abofalle

Das Perfide an Abofallen ist, dass Du durch das unbeabsichtigte Anklicken eines Werbebanners oder Buttons hineintappst – und das geht schneller als Du denkst. In besonderen Fällen fanden Nutzer sogar Posten für Leistungen von unbekannten Drittanbietern auf der Handyrechnung ohne eine Werbeanzeige angeklickt zu haben – die Weiterleitung erfolgte „automatisch“.

Aus technischer Sicht funktioniert der Trick mit den Abos folgendermaßen: Du öffnest eine Internetseite oder App. Im Hintergrund findet dabei von Dir unbemerkt die Identifikation Deiner Handynummer statt. Die Rufnummer wird von den Abo-Betreibern genutzt, um eine Zahlungsanweisung an Deinen Provider zu übermitteln. Ermöglicht wird dieser Trick durch das sogenannte WAP-Billing, mit dem Du per Smartphone bezahlen kannst, ohne Kreditkartendaten zu hinterlegen. Genau hier kommt die Drittanbietersperre ins Spiel.

WAP-Billing bezeichnet das Bezahlen von digitalen Inhalten über die Mobilfunkrechnung unter Nutzung des Übertragungsstandards Wireless Access Point (WAP).

Drittanbietersperre einrichten

Mobilfunkkunden haben per Gesetz das Recht, eine Sperre gegen Leistungen von Drittanbietern einzurichten. Hierfür forderst Du Deinen Provider auf, die Identifikation Deiner Handynummer und die Abrechnung kostenpflichtiger Fremd-Leistungen über die Mobilfunkrechnung zu sperren. Die Drittanbietersperre bei Telekom, Vodafone, O2 und Co. ist für Dich kostenlos. Eine Vollsperrung der WAP-Dienste kann jedoch ungewollte Einschränkungen mit sich bringen.

Voll- und Teilsperrung von WAP-Diensten

Mit einer vollständigen Sperrung kannst Du beispielweise keine mobilen Fahrkarten via WAP kaufen – wenn Du also auf bestimmte WAP-Dienste angewiesen bist, ist eine partielle Sperrung eine gute Alternative. Wähle hierzu einfach diejenigen Dienste aus, die gesperrt werden sollen, wie zum Beispiel Erotikdienste.

Hier findest Du einen Musterbrief für die Einrichtung einer Sperre.

WLAN nutzen

Die Gefahr der Abofalle lauert nur bei Smartphones, die auf mobile Datenverbindungen zurückgreifen. Sobald Dein Gerät mit einem sicheren Drahtlosnetzwerk, beispielsweise das heimische WLAN-Netz, verbunden ist, bist Du vor der Abo-Masche sicher. Richte deshalb auf Deinem Handy eine automatische Verbindung mit dem WLAN-Netz Zuhause ein, dann wechselt das Gerät selbstständig vom Mobilfunknetz in das Drahtlosnetz.

Abo kündigen – so geht’s

Der Abo-Betreiber selbst stellt die Rechnung anonym, denn auf der Handyrechnung findest Du lediglich den Namen der Abrechnungsfirma, die für den Abo-Betreiber die Abrechnungen erstellt und diese schließlich an den Mobilfunkbetreiber weiterleitet. Du hast bis zu acht Wochen nach Rechnungsstellung Zeit, die Mobilfunkrechnung zu beanstanden.

Du bist Opfer der Abo-Masche geworden? So forderst Du Dein Geld zurück:

  • Mache den Abo-Betreiber ausfindig: Wende Dich an den in der Mobilfunkrechnung hinterlegten Kontakt.
  • Stoppe das Abo bei der Abrechnungsfirma oder direkt beim Abo-Betreiber und fordere den erhobenen Betrag zurück – per Brief oder E-Mail. Um ganz sicher zu gehen, solltest Du den Einspruch als Einwurf-Einschreiben versenden.
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