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Über den Messenger bezahlen? – P2P-Bezahldienste auf dem Weg nach Europa

Über den Messenger bezahlen? – P2P-Bezahldienste auf dem Weg nach Europa
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Per Chat die Rechnung vom letzten Abend begleichen? – In den USA ist das schon lange möglich. Bald wird es solche P2P-Bezahldienste auch in Europa geben. Facebook Messenger, WhatsApp, Snapchat und iMessage – Chatdienste wollen Geldtransferfunktionen anbieten.

Mobile-Banking ist auf dem Vormarsch. Immer weniger Kunden bringen ihren Überweisungsschein zur Bankfiliale. Denn Banking ist dank Internet längst mobil. Überweisungen können ganz bequem zuhause am Laptop getätigt werden oder sogar von Unterwegs per Banking-App. In Zukunft wird der Geldtransfer sogar noch einfacher. Diverse Messengerdienste wie der Facebook Messenger, Apples iMessage und Snapchat wollen sogenannte Peer-to-Peer (kurz P2P)-Bezahldienste in ihre Apps integrieren. So können Nutzer in Zukunft ganz simpel innerhalb des Chats Geld an Freunde verschicken.

P2P-Bezahldienste im Messenger sind nichts Neues

In den USA und vielen anderen Ländern wie zum Beispiel China ist das Bezahlen in Messengerdiensten schon seit ein paar Jahren gang und gäbe. Der weltweit erfolgreichste Dienst in Sachen P2P-Zahlungen ist die chinesische App WeChat mit der 2016 hinzugefügten Funktion WeChat Pay. In den USA bietet der Facebook Messenger bereits seit 2015 ein integriertes P2P-Bezahlsystem an, mit dem Geld an Facebook-Kontakte überwiesen werden kann. Auch Snapchat stellte bereits Ende 2014 die Funktion Snapcash in den USA vor, die in Zusammenarbeit mit der Firma Square Cash in die App integriert wurde. Demnächst werden auch Apples iMessage und WhatsApp ähnliche Funktionen anbieten.

Aber wie funktioniert die Geldüberweisung?

Eine Überweisung im Facebook Messenger könnte kaum simpler sein: Hat der Nutzer die Daten seiner Visa- oder Master Card hinterlegt, braucht er im Chat nur noch das Dollar-Symbol anzutippen, die Summe einzugeben und zu bestätigen. Der Empfänger wird sofort über die Transaktion informiert. Wie üblich kann es aber bis zu drei Tage dauern, bis das Geld auf dem anderen Konto angekommen ist. Die Kreditkartendaten werden zwar bei Facebook gespeichert, liegen aber nur verschlüsselt vor und um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten, kann der Vorgang mit einer PIN-Bestätigung abgesichert werden. Außerdem ist das Zahlungssystem komplett aus der normalen Facebook-Infrastruktur ausgelagert. Für die Funktion und die Überweisung erhebt Facebook keine Kosten.

Facebook Messenger Überweisung
So einfach funktioniert eine Überweisung im Facebook Messenger: Dollar-Symbol anklicken, Summe eingeben und bestätigen.

Die Funktion Snapcash in Snapchat arbeitet beinahe genauso. Auch hier tippt der Nutzer auf ein Dollar-Symbol und gibt einen Betrag ein, um eine Überweisung zu tätigen. Der einzige Unterschied: Snapchat ist für die eigentliche Transaktion nicht zuständig und erhält auch keine Kontoinformationen. Diese werden bei der eigenständigen Firma Square Cash hinterlegt, die dann auch dafür sorgt, dass das Geld da ankommt, wo es hin soll.

Messenger-Bezahldienste bald auch in Europa verfügbar?

P2P-Zahlungen über Messenger-Dienste haben ein riesiges Potenzial, doch das Thema Datenschutz hat in Europa und ganz besonders in Deutschland einen höheren Stellenwert als in den USA oder China. Erst wenn kein Zweifel an der Sicherheit der mobilen Transaktionen besteht, werden Facebook, Snapchat und Co. auch hierzulande ihre Funktionen zur Verfügung stellen. Deshalb kann jetzt noch kein konkretes Datum genannt werden. Doch allzu lange dürfte es nicht mehr dauern, bis auch hier der Schritt gewagt wird.

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