Startseite Ratgeber Gib Hackern keine Chance – So schützt Du Dein Smartphone

Gib Hackern keine Chance – So schützt Du Dein Smartphone

Gib Hackern keine Chance – So schützt Du Dein Smartphone
0

Dank des Hackerangriffs Wanna Cry in der vergangenen Woche ist das Thema Sicherheit auf Computersystemen wieder in aller Munde. Doch nicht nur PCs brauchen den richtigen Schutz. Auch Smartphones können Ziel einer Cyberattacke werden. Wir erklären Dir, wie Du Dein Smartphone vor unerlaubten Zugriffen schützen kannst.

Wanna Cry Hackerangriff
Wanna Cry legte letzte Woche weltweit Rechner lahm.

In der vergangenen Woche legte der Trojaner Wanna Cry tausende Windows-Rechner in bis zu einhundert Ländern lahm. Die Erpressersoftware verschlüsselt die Daten auf den infizierten Rechnern und fordert ein Lösegeld für die Entsperrung des Geräts. Über eine Sicherheitslücke schleusten Hacker die Schadsoftware auf zahlreiche private und geschäftliche Computer. Besonders fies: Die Schadsoftware ist in der Lage, weitere PCs in einem Netzwerk selbstständig zu infizieren. Somit reicht es aus, wenn nur ein Rechner im Netzwerk betroffen ist. Erwischt hat es nur Geräte, die nicht mit dem neuesten Sicherheits-Update versorgt wurden. Von infizierten Smartphones gab es bisher keine Berichte.

Auch Rechner des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica, in Deutschland besser bekannt unter dem Namen O2, waren von dem Hacker-Angriff betroffen. Das spanische Industrieministerium erklärte allerdings, dass die Dienste des Unternehmens und die Daten der Kunden nicht beeinträchtigt seien. Der Angriff der Hacker wurde Samstagnacht durch einen 22-Jährigen IT-Experten gestoppt. Er hatte einen Notschalter im Code von Wanna Cry gefunden.

So kannst Du Dich schützen

Auch wenn der aktuelle Angriff Smartphones nicht zum Ziel hatte, ist es wichtig, auch diese Geräte vor Hackern zu schützen. Da Experten vermuten, dass Wanna Cry nur als Ablenkung für einen Angriff genutzt wurde oder vielleicht sogar noch weitere Angriffe folgen könnten, ist es sinnvoll sich jetzt abzusichern. Denn auch Smartphones sind nichts anderes als kleine Computer, die ebenfalls schnell Ziel solcher Attacken werden können. Da sich mittlerweile auch immer mehr sensible Informationen auf dem Smartphone sammeln, ist ein guter Schutz wichtiger denn je.

Virenschutz
Ein guter Virenschutz ist schon die halbe Miete.

Während Apple-Nutzer auf keine Antiviren-App im App Store stoßen werden, sollten Android-Besitzer gezielt danach suchen. Denn die meisten Viren und Trojaner werden bekanntlich für dieses System geschrieben. Ein Virenschutz ist daher unverzichtbar und in vielen Fällen sogar kostenlos. Bei der Auswahl des Virenscanners gilt generell: Bekannte Namen wie Kaspersky oder Norton sind gute Adressen. Aktuelle Tests ergeben aber auch immer wieder, dass einige kostenlose Apps genauso gut oder sogar besser sind. Der Scanner sollte das System zum einen regelmäßig auf Schadsoftware überprüfen und andererseits Apps schon bei der Installation durchleuchten.

Und bei iOS? Apple hat im vergangenen Jahr alle Virenscanner aus dem App Store entfernt. Wer ein iPhone oder iPad nutzt, ist nur dann wirklich gefährdet, wenn er einen Jailbreak vornimmt, also das Betriebssystem modifiziert, damit er vollen Zugriff auf alle Funktionen hat. Welche Auswirkungen der Jailbreak eines iOS-Systems oder der Root eines Android-Smartphones hat, erfährst Du hier.

Im AppStore gibt es mehr als eine Million Apps und im PlayStore findest Du ebenfalls so viele Programme. Das sind weitaus mehr Apps, als Du in Deinem ganzen Leben brauchen wirst – Wieso solltest Du also Zugriff auf noch mehr Programme benötigen? Apps, die es nicht in den Google Play Store oder den App Store geschafft haben, findest Du aus einem guten Grund nur auf anderen Plattformen. Viele von ihnen sind unsicher und können Dein System gefährden. Willst Du Dein Smartphone also wirklich vor Hackerangriffen schützen, solltest Du auf unseriöse Download-Quellen verzichten. Außerdem solltest Du bei der Installation von Apps generell kritisch sein und genau darauf achten, welche Berechtigungen eine App wirklich benötigt. Fordern beispielsweise Spiele Zugriff auf Deine Kontakte und Nachrichten, solltest Du die Installation im Zweifelsfall lieber abbrechen.

WLAN-Netzwerk
Freie WLAN-Netze sind zwar praktisch, aber nicht immer die sichere Option.

Hat das Datenvolumen wieder nicht gereicht? Kein Problem, es gibt ja noch freie W-LAN-Netze.  Ob Du Dich mit diesen verbindest, solltest Du Dir allerdings zweimal überlegen. Denn hier können Hacker unterwegs sein, die unbemerkt auf Dein Smartphone zugreifen. Statt Dich in unbekannte freie Netzwerke einzuloggen, solltest Du lieber gesicherte Netze nutzen, die Dir bekannt sind. Oder Du denkst über einen Tarif mit mehr Datenvolumen nach. Günstige Angebote findest Du bei deinhandy.de.

Smartphone Update
Ist die Software auf dem neuesten Stand, verringert sich die Gefahr Opfer eines Hacker-Angriffes zu werden.

Wanna Cry hat es eindrucksvoll bewiesen: Wer auf regelmäßige Updates verzichtet, kann leicht Opfer eines Hacker-Angriffes werden. Deshalb solltest Du Updates und Patches stets installieren. Häufig sind es nämlich Sicherheitslücken, die geschlossen werden und Dein Smartphone vor Angreifern schützen. In der Regel wirst Du an Updates erinnert – hin und wieder schadet es aber auch nicht, in den Systeminformationen nach neuer verfügbarer Software zu suchen.

Bluetooth
Bluetooth sollte wirklich nur dann eingeschaltet werden, wenn es gebraucht wird.

Von Bluetooth-Verbindungen geht ebenfalls eine Gefahr aus – wenn auch eine kleine. Hacker müssen nämlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Denn nur wenn gerade ein Pairing stattfindet, also eine Verbindung zwischen zwei Geräten erstmals hergestellt wurde, können sie zugreifen und die eingegebene PIN abfangen. Später können sie sich dann selbst mit den Geräten verbinden. Wie kannst Du Dich davor schützen? Viele Geräte müssen nur einmal miteinander verbunden werden. Stößt Du das Pairing an, solltest Du vor der Eingabe des Codes sicherstellen, dass keine fremden Bluetooth-Geräte in der Nähe sind. Außerdem solltest Du Bluetooth auch wirklich nur dann aktivieren, wenn Du es benötigst.

Passwort
Ein sicherer Schutz: Ein gutes Passwort.

Auf Deinem Smartphones kannst Du eine ganze Menge Daten verschlüsseln. Ganz typisch ist natürlich die Bildschirmsperre. Diese sollte mittlerweile jeder Nutzer eingestellt haben, um seine Daten vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Du hast die Wahl zwischen Fingerabdruck, Irisscan und mittlerweile sogar Gesichtserkennung. Absolut sicher sind auch diese Sperren in der Regel nicht. Deshalb macht es Sinn, die Option zu wählen, die schwer zu knacken ist. Da kommt das gute alte Passwort ins Spiel: Besonders schwer zu entschlüsseln sind mehrstellige Passwörter mit Groß- und Kleinschreibung, Buchstaben, Zahlen und Zeichen. Wirklich Sinn macht diese Verschlüsselung aber nur, wenn das Passwort regelmäßig geändert wird. Smartphonehersteller arbeiten an immer besseren Methoden, zur Sicherung der eigenen Daten. So hat Samsung gerade das Galaxy S8 mit Gesichtserkennung auf den Markt gebracht. Wie sicher diese ist, wird sich aber erst zeigen müssen.

Nicht auf dem Smartphone befinden sich sensible Daten, die nicht in die Hände anderer gelangen sollten, auch in der Cloud wird so einiges abgespeichert, was für Hacker interessant werden könnte. Nutzt Du ein Apple-Gerät solltest Du von der Zwei-Faktor-Verifizierung Gebrauch machen. Damit schützt Du vor alle die Daten, die in der Cloud gespeichert sind. Denn die Verifizierung gewährleistet, dass sich Dritte nicht mit Deinem Account auf einem anderen Gerät anmelden und Deine Daten aus der Cloud abruft. Wie Du die Zwei-Faktor-Verifizierung nutzt, erklären wir Dir hier.

Wie gelangt Schadsoftware auf das Smartphone?

Ganz klassisch kommen viele Viren und Trojaner über infizierte Mailanhänge auf das Smartphone. Auch über Facebook, WhatsApp oder andere Messenger können Malware und Co. versendet werden. Deshalb solltest Du auf keinen Fall Anhänge aus Nachrichten fremder Absender öffnen. Die oben genannten Sicherheitsmaßnahmen sind zudem zur Pflicht für alle geworden, die ihre Daten schützen wollen.

Banner Flexibilität 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.