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Finanzguru: Geld sparen per Smartphone-App

Finanzguru App
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Die Kontrolle über Finanzen zu behalten, fällt nicht immer leicht. Vor allem laufende Kosten zu verfolgen und zu wissen, wie viel Geld Dir zur Verfügung steht, kann eine Herausforderung sein. Aber es gibt Hilfe in Gestalt von „Finanzguru“: Einer kostenlosen App, die Deine Einnahmen und Ausgaben im Blick behält und Dir Deinen finanziellen Alltag erleichtert.

Fast jede Bank bietet ihren Kunden heutzutage eine eigene App an, mit der sich der Kontoverlauf verfolgen und jederzeit der aktuelle Stand überprüfen lässt. Der Nachteil: Die angezeigte Zahl ist nicht tagesaktuell und Kosten, wie Stromrechnungen und Mobilfunkverträge werden erst im Laufe des Monats abgebucht. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, muss sich immer erst vergewissern, ob Verträge bereits bezahlt sind und monatliche Abbuchungen beim Einkaufen stets im Kopf behalten – Klingt kompliziert und ist es auch. Das haben sich offenbar auch die Entwickler der kostenlosen App Finanzguru gedacht und mit ihrer Anwendung für Smartphones und Tablets eine neue Möglichkeit geschaffen, den privaten Geldfluss im Blick zu behalten. Bekannt geworden ist die App vor allem durch die TV-Sendung Die Höhle der Löwen, in der Unternehmer ihre Ideen vorstellen, um einen Investor zu finden.

Was kann Finanzguru?

Zunächst einmal zeigt Dir Finanzguru Deinen aktuellen Kontostand, Deine Ausgaben und Deine Einnahmen an, wie Du es von anderen Banking-Apps kennst. Du hast außerdem die Möglichkeit, mehrere Konten mit der App zu verknüpfen. Doch die Anwendung kann noch mehr: Aufgrund der Kontobewegungen der vergangenen drei Monate erkennt die App Verträge und laufende Kosten und zeigt sie separat an. Finanzguru stellt wiederkehrende Ausgaben übersichtlich in getrennten Abschnitten dar, so dass Du auf einen Blick siehst, wie viel Geld Du in bestimmten Intervallen ausgibst. Sollte die App einen Vertrag mal nicht erkennen, kannst Du ihn im entsprechenden Reiter selbst hinzufügen und eine Abbuchung als Vertrag markieren. Zukünftig wird sie dann ebenfalls zu den laufenden Kosten hinzugerechnet. Ein Nachteil der App: Jährliche Verträge werden erst nach 13 Monaten erkannt und lassen sich nicht vorher hinzufügen. Du musst Finanzguru also erst einmal eine Weile nutzen, bis wirklich alle Ausgaben ordnungsgemäß verzeichnet werden.

Bezahlen kannst Du mit Finanzguru nicht, dafür bieten sich andere Apps an, beispielsweise Google Pay. Wie der Dienst funktioniert, erfährst Du in unserem Artikel „So richtest Du Google Pay auf Deinem Smartphone ein“.

Besonders hilfreich ist vor allem eine Funktion von Finanzguru: Die Anwendung rechnet das Geld für Verträge und Co. automatisch aus den zur Verfügung stehenden Ersparnissen heraus. Die Summe, die Du in der Übersicht siehst, ist also das Geld, das Du ohne Bedenken ausgeben kannst. Schließlich sind Miete und Handyvertrag bereits „bezahlt“, auch wenn die Kosten noch nicht abgebucht wurden. Darüber hinaus zeigt Dir Finanzguru eine Prognose für die kommenden Monate. Sofern Dein Kaufverhalten sich nicht drastisch ändert, findest Du auf diesem Weg heraus, wie viel Geld Du in sechs Monaten gespart haben könntest.

Lästige Verträge kündigen per Fingertipp

Sicher kennst Du ihn: Diesen einen lästigen Vertrag, den Du schon seit langer Zeit kündigen wolltest, für den Du aber immer die Kündigungsfrist verpasst. Über Finanzguru lässt sich eine Kündigungserinnerung einrichten. Wenn es dann so weit ist, kannst Du bequem in der App einen Button antippen und die Kündigung losschicken. Die dafür erforderlichen Daten inklusive Anschreiben und Co. schickt Finanzguru automatisch an Deinen Vertragspartner.

Außerdem nützlich: In einem Reiter der App findest Du Spartipps, die auf Dich zugeschnitten sind und Dir dabei helfen, teure Stromverträge loszuwerden und die Kosten für Deinen Mobilfunkvertrag zu senken.

Finanzguru Banking-App Screenshot
Übersichtlich und tagesaktuell

Finanzguru einrichten – So funktioniert‘s

Um Dein Konto mit der App zu verknüpfen muss es fürs Online Banking freigeschaltet sein. Ist das der Fall, lädst Du Finanzguru aus dem Google Playstore oder dem Apple Appstore herunter und startest die App. Danach wählst Du Deine Bank aus und loggst Dich bequem mit Deinen Zugangsdaten fürs Online Banking ein. Nun werden Deine Kontobewegungen gescannt und aufgelistet und Verträge werden herausgesucht. Anfangs siehst Du nur die Einnahmen und Ausgaben der vergangenen drei Monate. Je länger Du die App jedoch nutzt, desto umfangreicher ist die Liste. Die Daten werden mehrmals am Tag aktualisiert und neue Kontobewegungen mit einem grünen Kreis markiert, damit Du sie nicht übersiehst.

Praktisch: Finanzguru stattet Deine Ausgaben mit Firmenlogos aus und teilt sie in Kategorien ein. So siehst Du schon auf den ersten Blick, in welchem Supermarkt Du eingekauft hast und in welche Freizeitaktivitäten das meiste Geld fließt. Dadurch behältst Du nicht nur einen Überblick, sondern gibst außerdem bewusster Geld aus.

Alternative Banking-Apps

Neben Finanzguru gibt es noch viele andere Apps, mit denen Du Deinen Kontostand im Blick behalten kannst:

Für Online-Banking-Kunden eignen sich vor allem Apps, die zur genutzten Bank gehören. Sie sind auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten, zeigen Dir übersichtlich Einnahmen und Ausgaben an und Du brauchst lediglich Deinen Zugang zum Online-Account, um Dich dort anzumelden. Mit einigen Banking-Apps ist es außerdem möglich, Überweisungen zu tätigen. Darüber hinaus sind die Verschlüsselungs- und Datenschutzstandards besonders hoch. Der Nachteil solcher Anwendungen liegt allerdings darin, dass sie Dir nur den Ist-Zustand anzeigen und oft keine zusätzlichen Funktionen bieten. Zum gelegentlichen Überprüfen des Kontostands eignen sie sich dennoch.

Finanzguru Banking-App
Mit Finanzguru behältst Du laufende Kosten immer im Blick.

Eine weitere Alternative ist die App Mint. Sie funktioniert ähnlich wie Finanzguru und hilft Dir ebenfalls dabei, Deinen Geldfluss im Blick zu behalten. Ausstehende Kosten und bereits bezahlte Verträge werden separat angezeigt. Noch zu bezahlende Rechnungen sind mit einem „Pay“-Button und einem Fälligkeitsdatum versehen, so dass Du Deine Schulden mit einem Klick genau zum richtigen Zeitpunkt begleichen kannst. Der Nachteil der App liegt vor allem darin, dass sie eine amerikanische Entwicklung ist und somit nicht den strengen deutschen Datenschutzrichtlinien unterliegt.

Wer eine Banking-App ohne viel Schnickschnack sucht, für den ist Finanzblick eine gute Alternative. Die App liefert einen Überblick über alle Bankkonten und auch Überweisungen lassen sich damit abwickeln. Ein Vorteil der App: Du kannst ein Budget festlegen und die App informiert Dich, sobald Du die Grenze erreicht hast. So lassen sich Ausgaben noch besser kontrollieren. Außerdem kannst Du Kundenkarten für diverse Geschäfte hinterlegen und musst sie nicht in Deinem Portemonnaie mit Dir herumtragen. Ein Nachteil: Die App gibt es bisher nur für Android-Geräte.

Auf der Suche nach weiteren Banking-Apps? Dann sieh Dir unserem Artikel „Banking-App Vergleich – Ein Mobile-Banking Überblick“ an.

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