Startseite Ratgeber Gesichtserkennung und Iris-Scanner – So wirst Du gescannt

Gesichtserkennung und Iris-Scanner – So wirst Du gescannt

Gesichtserkennung und Iris-Scanner – So wirst Du gescannt
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Dein Daten auf Deinem Smartphone sind sensibel und nicht für die Augen Dritter bestimmt. Um Deine Privatsphäre zu schützen, gibt es immer bessere Methoden zur Authentifizierung. Neben Passwort, Mustersperrung und Fingerabdrucksensor ist nun die Gesichtserkennung auf dem Vormarsch. Wir erklären Dir, wie die Technologie funktioniert.

Dein Smartphone erkennt Dein Gesicht

Die Gesichtserkennung kommt aktuell im iPhone X, dem Samsung Galaxy S8 und S9 sowie dem OnePlus 5T und dem LG G6 zum Einsatz. Auch Xiaomi soll bald ein Smartphone mit einem solchen Scanner ausstatten. Die Hersteller nutzen unterschiedliche Technologien, um das Gesicht zu scannen und die Daten abzugleichen. Für die Gesichtserkennung des Samsung Galaxy S8 musste Samsung sich 2017 viel anhören: Die vom Hersteller als sehr sicher bezeichnete Methode konnte mit einem Foto ausgetrickst werden. Die Technologie hat der Hersteller aber im S9 verbessert. Die von Experten bevorzugte Technologie ist Apples Face ID, die in Apples iPhone zum Einsatz kommt.

Diese Technologie verwendet Samsung

Während Apple dreidimensionale biometrische Bilder aufnimmt, setzt Samsung weiterhin auf die zweidimensionale Gesichtserkennung. Der Gesichtsscanner nimmt also lediglich ein Foto von Deinem Gesicht auf, welches dann verschlüsselt abgespeichert wird. Wird ein Gesicht gescannt, wird das neue Foto mit den abgespeicherten Daten abgeglichen, um den Nutzer zu identifizieren. Beim Samsung Galaxy S9 hat Samsung das Ganze ein wenig verfeinert. 2018 hat der Konzern den Gesichtsscan mit dem Iris-Scan über die Kamera auf der Front ergänzt. Der Scan der Iris funktioniert erfolgt über Infrarot-Beleuchtung. Damit wird die Struktur der Iris, die bei jedem Menschen einzigartig ist, erkannt und aufgenommen. Die Textur und das Muster werden aufgezeichnet und in Daten umgewandelt. Auch die Kombination des biometrischen Gesichtsscans und des Iris-Scans lässt sich überlisten.

Samsung lässt zwar das Entsperren des Smartphones und den Zugang zu Apps über die Gesichtserkennung zu, erlaubt eine Bezahlung mit der Technik aber nur in Kombination mit der Passwort-Eingabe oder dem Fingerabdruck.

Irsi-Scan
Samsung hat den Gesichtsscan um ein Bild der Iris erweitert. So sicher wie Apples Face ID ist die Technologie aber dennoch nicht.

So funktioniert die Gesichtserkennung beim iPhone X

Damit das iPhone X Dein Gesicht erkennen kann, kommen ein Punktprojektor, eine Infrarotkamera und ein Infrarotbeleuchter zum Einsatz. Der Punktprojektor wirft mehr als 30.000 Infrarotpunkte auf das Gesicht, um es auszumessen. Die Informationen werden an den Prozessor geschickt, welcher ein mathematisches Modell des Gesichts errechnet und im Sicherheitszentrum, der Secure Enclave, abspeichert. Die Daten werden hier nur als mathematisches Modell abgelegt und können nicht zu einer Grafik zurückgerechnet werden. Wer die Daten ergattert, kann damit also nichts anfangen. Wird ein Gesicht zum Entsperren gescannt, werden die Scan-Daten mit den abgespeicherten Daten abgeglichen. Die Daten werden laut Apple nur auf dem Smartphone gespeichert.

Der böse Zwilling

Das System soll weder mit Bartwuchs noch mit Alterung oder Accessoires wie Brillen oder Hüten ein Problem haben. Schon bei der Präsentation des iPhone X scherzte Apple, dass ein böser Zwilling nur schwer ausgeschlossen werden könne, die Methode sonst allerdings sehr sicher sei. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass das iPhone in nur einem von einer Millionen Fällen von einer falschen Person per Gesichtserkennung entsperrt werden kann. Dass die Sicherheit der Technologie erst einmal auf Herz und Nieren geprüft wird, sobald das Smartphone erhältlich ist, war klar. Was dabei herauskam, zeigt, dass die Technologie nicht zu 100 Prozent sicher ist – sich allerdings nur schwer hacken lässt.

Apple weist darauf hin, dass die Gesichtserkennung bei Zwillingen oder sehr ähnlich aussehenden Verwandten statistisch gesehen häufiger daneben liegen kann. Auch bei Kindern unter 13 Jahren kann es zu Schwierigkeiten kommen, da ihre Gesichtszüge noch nicht ganz ausgeprägt sind. In einem Fall einer New Yorker Mutter konnte der Sohn das Smartphone problemlos entsperren. Ihr zufolge habe es geholfen, die Gesichtserkennung bei hellerem Licht neu einzuspeichern. Wer sich nicht sicher ist, sollte ähnlich aussehende Verwandte nach dem Einspeichern auf sein Smartphone schauen lassen. Im Zweifel sollte statt der Gesichtserkennung eine PIN oder ein Passwort gewählt werden.

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