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Smartphone rooten: Ja oder Nein – das ist hier die Frage!

Smartphone mit Android -Root
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Das Wort „Root“ dürfte vielen Smartphone-Nutzern bekannt sein. Doch welche Gefahren birgt ein Root und lohnt sich das Risiko? Was kannst Du mit einem gerooteten Smartphone alles anstellen? In unserem Ratgeber erklären wir Dir heute alles rund um das Thema „Smartphone rooten“ und schauen uns die Vor- und Nachteile einmal genauer an.

Was ist ein „Root“?

Ein Root ermöglicht es dem Smartphone-Nutzer die vollen Zugriffsrechte auf das System seines Geräts zu erhalten. Übrigens: Was bei Android-Geräten als Root bezeichnet wird, nennt sich für iPhones „Jailbreak“. Nach einem Root bestehen volle Administrationsrechte und es können Optionen  im System geändert werden. Wer sein Smartphone gerootet hat, kann auf Funktionen zugreifen, auf die normale User eigentlich keinen Zugriff haben sollen.

SchlüsselSmartphone rooten – Nachteile

Das klingt erstmal verlockend, birgt aber einige Risiken. Das wohl größte besteht in der völligen Unbrauchbarkeit des Smartphones. Wenn beim Rootvorgang etwas schief geht, kann die Software beschädigt werden, sodass das Gerät nicht mehr benutzbar ist. Im Fachjargon wird das als „Brick“ bezeichnet. Unterschieden wird hier noch einmal zwischen Hard- und Soft-Brick. Bei einem Soft-Brick kann möglicherweise noch einiges gerettet werden, indem eine neue Software auf dem Gerät installiert wird. Bei einem Hard-Brick ist meist leider nichts mehr zu machen. Dieser geschieht zwar wesentlich seltener, ist jedoch umso ärgerlicher.

Zudem macht ein Root das Smartphone anfälliger für Viren. Das Gerät ist nach dem Vorgang quasi „offen“ und nicht so optimal gegen schädliche Software geschützt wie vorher. Ein großer Risikofaktor liegt hier bei den sogenannten „Root-Apps“ – das sind Apps, die nur nach einem Root installiert werden können. Auch wenn die App auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann sie häufig Viren mit auf das Smartphone bringen.

Der dritte große Negativfaktor eines Roots, ist der Garantieverlust. Auch wenn das Handy den Root heil übersteht: Hat es später einen anderen Defekt hat und der Hersteller stellt fest, dass es gerootet ist, fällt der Defekt nicht mehr unter die Garantiepflicht. Das Gerät kann vor dem Einschicken auch wieder „entrootet“ werden, in der Hoffnung, dass der Hersteller den unerlaubten Zugriff nicht bemerkt. Ein Risiko besteht trotzdem, da es auch nicht immer ganz so einfach ist alle Spuren eines Roots zu verwischen.

Vorteile JailbreakSmartphone rooten – Vorteile

Neben all den Risiken gibt es natürlich auch gute Gründe wieso User ihr Smartphone einem Root unterziehen. Beispielsweise beim Kauf eines neuen Smartphones: Dort befinden sich meistens viele vorinstallierte Apps auf dem Gerät, die weder deinstalliert werden können noch besonders brauchbar sind. Gerade bei Geräten mit einer internen Speicherkapazität von 16 GB oder sogar weniger, nehmen diese Apps wertvollen Speicherplatz ein. Dieses Problem kann nach einem Root ganz einfach aus der Welt geschafft werden, da die Apps problemlos vom Handy gelöscht werden können. Und schon ist wieder mehr Speicher für Fotos oder Apps vorhanden.

Ein weiterer Vorzug ist, dass nach einem Root auch aktuelle Betriebssysteme installiert werden können, die eigentlich nicht mehr für das Gerät vorgesehen sind. Beispielsweise könnte nach einem Root auch noch das aktuelle Android Nougat auf einem Samsung Galaxy S2 installiert werden, sofern eine entsprechende Datei im Netz erhältlich ist.

Wer den Vorteil genießt Administrator seines Smartphones zu sein, kann außerdem App-Berechtigungen ändern oder einschränken. So kann beispielsweise verhindert werden, dass Apps im Hintergrund selbstständig starten, per GPS die eigene Position bestimmen oder auf das Internet zugreifen.

Fazit

Seinem oftmals schlechten Ruf wird das Rooting nicht gerecht. Solange ein gewisses technisches Hintergrundwissen für die Materie vorhanden ist, kann ein Root dem User viele nützliche Vorteile bringen. Das Risiko sollte dennoch nicht außer Acht gelassen werden, denn jeder Root geschieht eben auf eigene Gefahr.

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