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Smartphone rooten: Ja oder Nein – das ist hier die Frage!

Smartphone mit Android -Root
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Das Wort „Root“ dürfte vielen Smartphone-Nutzern bekannt sein. Doch welche Gefahren birgt ein Root und lohnt sich das Risiko? Was kannst Du mit einem gerooteten Smartphone alles anstellen? In unserem Ratgeber erklären wir Dir alles rund um das Thema „Smartphone rooten“ und schauen uns die Vor- und Nachteile einmal genauer an.

Was ist ein Root?

Ein Root ermöglicht Smartphone-Nutzern die vollen Zugriffsrechte auf ihre Geräte. Wer sein Smartphone gerootet hat, kann auf Funktionen zugreifen, auf die normale User eigentlich keinen Zugriff haben.

Übrigens: Was bei Android-Geräten als Root bezeichnet wird, nennt sich für iPhones „Jailbreak“. Während sich Android-Roots großer Beliebtheit erfreuen, gilt der iPhone-Jailbreak mittlerweile als so gut wie tot: Lücken in iOS sind schwer auszumachen. Ist es einem Hacker dann doch gelungen, werden die Erkenntnisse kaum noch veröffentlicht – zu wertvoll sind sie. Apple bezahlt Hackern für gemeldete Sicherheitslücken bis zu einer viertel Million US-Dollar Kopfgeld. So kommt es, dass öffentliche Jailbreaks, wenn überhaupt, erst lange Zeit nach Veröffentlichung einer neuen iOS-Version zur Verfügung stehen.

SchlüsselSmartphone rooten – Nachteile

Das volle Zugriffsrecht auf das eigene Handy zu haben klingt verlockend, birgt aber einige Risiken. Das wohl größte besteht in der völligen Unbrauchbarkeit des Smartphones. Wenn beim Root-Vorgang etwas schief geht, kann die Software irreparabel beschädigt werden. Im Fachjargon wird das als „Brick“ bezeichnet. Unterschieden wird hier noch einmal zwischen Hard- und Soft-Brick. Bei einem Soft-Brick kann das Handy möglicherweise noch gerettet werden, indem eine neue Software installiert wird. Bei einem Hard-Brick ist meist leider nichts mehr zu machen. Dieser geschieht zwar wesentlich seltener, ist jedoch umso ärgerlicher.

Zudem macht ein Root das Smartphone anfälliger für Viren. Das Gerät ist nach dem Vorgang quasi „offen“ und nicht optimal gegen schädliche Software geschützt. Ein großer Risikofaktor liegt hier bei den Root-Apps – das sind Apps, die nur nach einem Root installiert werden können. Auch wenn die App auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann sie das Smartphone mit Viren infizieren.

Ein weiterer Nachteil eines Roots ist der Garantieverlust. Auch wenn das Handy den Root unbeschadet übersteht: Hat es später einen Defekt und der Hersteller stellt fest, dass es zuvor gerootet wurde, fallen Reparaturen nicht mehr unter seine Garantiepflicht. Das Gerät kann zwar vor einer Reparatur wieder entrootet werden, es ist aber äußerst schwierig alle Spuren eines Roots zu verwischen. Der Hersteller bemerkt den unerlaubten Zugriff unter Umständen trotzdem.

Vorteile Jailbreak

Entwickleroptionen: Vorteile

Neben den bereits genannten Risiken gibt es auch gute Gründe für einen Root – beispielsweise nach dem Kauf eines neuen Smartphones. Auf einem neuen Gerät befinden sich ab Werk viele vorinstallierten Apps, die weder deinstalliert werden können noch besonders brauchbar sind. Vor allem bei Geräten mit einer internen Speicherkapazität von 16 GB oder weniger, nimmt diese Bloatware wertvollen Speicherplatz ein. Das Problem kann nach einem Root ganz einfach aus der Welt geschafft werden, da diese Apps problemlos vom Handy gelöscht werden können. Und schon ist wieder mehr Speicher für Fotos oder Videos vorhanden.

Ein weiterer Vorzug des Rootens ist, dass die aktuellen Betriebssysteme 2018 auch auf älteren Geräten installiert werden können, die vom Hersteller für Software-Updates nicht mehr unterstützt werden. So könnten nach einem Root ältere Smartphone-Modelle mit Android 8.1 Oreo ausgestattet werden.

Wer Administrator oder sogenannter Superuser des eigenen Smartphones ist, kann außerdem App-Berechtigungen ändern oder einschränken. So kannst Du zum Beispiel verhindern, dass Apps im Hintergrund selbstständig starten, die GPS-Position tracken oder auf das Internet zugreifen.

Wenn die Hardware Deines alten Handys noch einwandfrei funktioniert, ist ein Custom-ROM eine gute Möglichkeit das Geld für eine Smartphone-Neuanschaffung zu sparen. Falls Du nicht das nötige technische Know-how besitzt, um Dich mit der Android Debugging Bridge (ADB) auseinanderzusetzen, ist das kein Problem. Es gibt eine ganze Reihe an Root-Programmen, die alle Schritte des Rooting für Dich übernehmen: Von Bootloader bis Recovery.

Volle Kontrolle mit Administrierungstools

SuperSu

Mit Administrierungstools, wie zum Beispiel SuperSu, bekommst Du volle Kontrolle über alle installierten Anwendungen und kannst sie übersichtlich verwalten. Die App läuft außerdem unbemerkt im Hintergrund – im sogenannten Ghost-Mode – mit und protokolliert alle Aktivitäten von Apps mit Superuser-Rechten. Software-Anforderung: Android 2.3 oder höher.

Xposed Installer

Die App Xposed Installer ermöglicht Dir kleine Veränderungen an Deinem Android-Handy. Folge dazu einfach der eingeblendeten Anleitung. Nach Installation und Neustart der App kannst Du aus vielen Optionen wählen: Du willst die Farbe Deiner Tastatur ändern? Die App macht es möglich. Selbstverständlich kannst Du nicht nur optische Anpassungen vornehmen. Das Deaktivieren von Apps ist damit auch möglich. Software-Anforderung: Android 4.0.3 oder höher.

Team Win Recovery Project (TWRP)

Mit TWRP installierst Du Custom-ROMs auf Dein Android-Phone und machst ein vollständiges Backup. On top hilft Dir die Anwendung beim Rooten. Die Custom-Recovery kann mehr als gewöhnliche Root-Apps: Die App wird nicht über Android OS gestartet, sondern direkt während des Boot-Vorgangs. Vorteil: Selbst bei schlimmen Fehlern kann die Android-Software repariert werden. Dieses Tool ist für technisch versierte User gedacht – die Backup-Anwendung ist aber auch für Laien hilfreich.

Electra Jailbreak für iOS 11.0 bis iOS 11.1.2.

Für iOS 11 gibt es das Jailbreak-Tool „Electra“ für iPhone, iPad und iPod touch. Für Electra benötigst Du allerdings einen PC, sowie die Software Cydia Impactor und eine Apple-ID. Die Installation von Electra hält einige Tücken bereit. So wird Cydia Substrate, ein populäres Framework für iOS-Anpassungen, nicht unterstützt.

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