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Service oder Kostenfalle – Datenautomatik schnell erklärt

Automatikbeitrag
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Heute wollen wir uns nicht mit der technischen Seite der Handywelt befassen, stattdessen werfen wir einen Blick auf Vertragsstrukturen, und ganz konkret auf die bei vielen Providern mittlerweile etablierte Datenautomatik.
Datenautomatik bedeutet, dass Kunden, die ihre Datenflatrate aufgebraucht haben, automatisch zusätzliches Volumen freigeschaltet bekommen, anstatt fortan mit gedrosselter Geschwindigkeit zu surfen. Während die Mobilfunkanbieter das Upgrade-Modell als dreistufigen Weitersurf-Service präsentieren, reagiert die Öffentlichkeit immer noch verschnupft auf den Datenservice. 

So funktioniert die Datenautomatik

Eine Datenautomatik ist im Grunde ein einfaches Mehrstufensystem: Ist das Surfvolumen aufgebraucht, bucht beispielsweise Marktführer O2 zunächst einmal 100 MB für zwei Euro hinzu. Sind diese 100 MB ebenfalls aufgebraucht, kommen weitere 100 MB dazu, und auch ein drittes Mal werden zwei Euro fällig. Insgesamt erhöht sich die monatliche Handyrechnung bei dieser Rechnung also um sechs Euro für 300 MB. Danach drosselt der Anbieter die Surfgeschwindigkeit wie bisher. Bis hierhin ist der Mehrpreis überschaubar, auch wenn 300 MB extra für sechs Euro kein besonders günstiger Tarif sind.

Teuer wird’s für Wiederholungstäter

Die Datenautomatik als Dauerlösung zu verwenden, kann teuer werden – Wer drei Monate lang hintereinander sein ursprüngliches Surfvolumen überschreitet, bekommt bei O2 automatisch das 500 MB-Upgrade-Paket für 5 Euro hinzugebucht – und zwar dauerhaft. Bei teureren Tarifen gibt es sogar 1 GB zum gleichen Preis.
Allerdings – Das Upgrade ist monatlich kündbar. Wer keine Lust auf Mehrkosten hat, kann die Datenautomatik bei vielen Providern mit einem Anruf abbestellen.
Die Preise variieren von Anbieter zu Anbieter, aber im Grundsatz funktioniert eine Datenautomatik immer auf die gleiche Weise.

Praktisch oder Preistreiberei?

Klare Antwort: Es kommt darauf an.
Für Neukunden lohnt es sich genau zu überlegen, welches Surfvolumen ein Tarif von vornherein beinhalten sollte. Wer seinen bisherigen Datenbedarf mit der Verbrauchsübersicht von iOS oder Android beobachtet, kann sich schnell einen Überblick darüber verschaffen welches Datenvolumen als Grundausstattung sinnvoll ist, um unerwartete Mehrkosten zu umgehen.
Wer hingegen gerne einen kleinen Puffer in der Hinterhand hat, für den ist die Datenautomatik keinesfalls schlecht. Zum Überbrücken der monatlichen Restlaufzeit kann sie sogar ausgesprochen sinnvoll sein, wenn es nur ein Einzelfall ist. Wer einmal sein Surfvolumen aufgebraucht hat, weiß was gemeint ist: Mit GPRS ist ein Smartphone de facto kaum mehr als ein sehr hübscher Taschenrechner.

Unser Tipp: Vergleichen und vorsorgen

Wir raten dazu, von vornherein genau zu prüfen, welches Datenvolumen zu den eigenen Surfgewohnheiten passt. Wer bei Vertragsabschluss einen Tarif wählt, der sorgenfreies Surfen ermöglicht, ist natürlich am besten bedient.
Wer hingegen vor allem telefoniert, ab und an jedoch mehr Volumen braucht, etwa zur Urlaubszeit,  kann in aller Regel zusätzliches Surfvolumen als zeitlich begrenztes Tarifupgrade hinzuzubuchen. Das kann zwar absolut etwas teurer sein als die Datenautomatik – bringt dafür aber auch mehr Volumen zu einem relativ betrachtet deutlich günstigeren Preis.

Kommentare (2)

  1. Oh ja, wer kennt das nicht. Kurz vor Ende des Monats ist das Volumen aufgebraucht. Mir ist das jetzt schon zweimal passiert. Danke euch, für die Tipps!

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