Startseite Ratgeber Technik-Sprache einfach erklärt

Technik-Sprache einfach erklärt

3
0

Wer sich ein neues Smartphone kaufen möchte, der wird im Elektronikfachgeschäft und in Online-Stores mit unzähligen Daten und Begriffen beworfen. Doch mit vielen Bezeichnungen weiß der Kunde gar nichts anzufangen. Wir wissen worauf es ankommt und erklären Dir, was wichtig ist.

Bildschirmgröße

5-Zoll-Bildschirmdiagonale oder doch lieber 5,1 Zoll? Was hat es damit eigentlich auf sich? Ein Zoll sind 2,54 Zentimeter. Ein Handy mit 5 Zoll hat also eine Bildschirmdiagonale von 12,7 Zentimeter. Das ist schon mal eine ganze Menge und hat den Vorteil, dass Videos und Bilder auf dem großen Display sehr angenehm anzuschauen sind. Allerdings sollte jeder Nutzer beim Kauf bedenken, dass damit nur das Display gemeint ist. Das Smartphone an sich ist noch ein Stück größer und für kleinere Hände damit nur noch schwer einhändig bedienbar. Wer die Größe eines Smartphones aufgrund der Zoll-Angabe nicht einschätzen kann, dem empfehlen wir, das Gerät vor dem Kauf mal in einem Elektronikfachgeschäft in die Hand zu nehmen.

Bildschirm-Auflösung

Bleiben wir gleich beim Bildschirm und betrachten die Auflösung. Sie wird meist als 1920 x 1080 Pixel angegeben. Um diese Angabe zu verstehen, muss man sich das Ganze so vorstellen: Auf digitalen Bildschirmen werden Bilder mit Pixeln, die verschiedene Farbwerte annehmen können, dargestellt. Die Pixel leuchten entweder blau, rot oder grün. Sie sind wie ein Raster angeordnet und ergeben, wenn alle leuchten, zusammen ein Bild. Je mehr Pixel da sind, desto schärfer und detailreicher kann das Bild dargestellt werden. Steht auf der Verpackung des Smartphones eine Bildschirmauflösung von 1920 x 1080 Pixel, dann bedeutet das, dass horizontal 1080 und vertikal 1920 Pixel vorhanden sind. Zusammen ergeben sie mehr als 2 Millionen Bildpunkte, womit ein sehr scharfes Bild erreicht werden kann. Dieser Wert entspricht der sogenannten Full HD-Auflösung.

Oftmals werden auch die Pixel per Inch, ppi, angegeben. Dabei handelt es sich um die Punktdichte. Ein Inch entspricht einem Zoll. Es beschreibt, wie viele Bildpunkte sich auf einem Zoll des Bildschirms befinden. Derzeit liegen die Spitzenwerte bei 577 ppi. Grundsätzlich gilt: Je höher die Pixelzahl, desto besser ist die Auflösung.

Wasser- und Staubschutz

Immer mehr Geräte sind mittlerweile nach IP 68 gegen Wasser und Staub geschützt. IP steht für International Protection, internationaler Schutz, oder auch Ingress Protection, Schutz vor Eindringen. Inwieweit die Geräte geschützt sind, wird mit dem Schutzcode angegeben. Dieser setzt sich aus zwei Ziffern zusammen. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung. Die zweite Ziffer steht für den Schutz gegen Wasser. Die verschiedenen Einstufungen reichen von keinem Schutz bis zu vollständiger Dichte.

In diesen Tabellen seht Ihr, wie sich die einzelnen Schutzarten zusammensetzen.

Tabelle Schutzarten erste Kennziffer
Tabelle Schutzarten zweite Kennziffer

Gigabyte

Dass es sich bei dieser Angabe um die Speicherkapazität handelt, ist den meisten Nutzern bekannt. Trotzdem wird immer wieder gefragt, wie viel Speicher man denn eigentlich braucht. Das hängt vom Nutzerverhalten jedes einzelnen ab. Generell sind Videos und andere Medien, wie zum Beispiel Musik, sehr groß und belegen damit viel Speicherplatz. Wer sehr viele Medien und zusätzlich Apps downloaden und speichern will, sollte das Geld in einen größeren Speicher investieren oder lieber gleich ein Smartphone kaufen, das mit einem erweiterbaren Speicher ausgestattet ist.

Milli-Ampere-Stunden

Eine Milli-Ampere-Stunde ist die Maßeinheit der elektrischen Ladung in einem Akku. Man spricht auch von der Ladungsträger-Kapazität oder der Nennspannung. Die Nennspannung des Akkus gibt allerdings nicht automatisch an, wie lange der Akku durchhält. Zwar gilt: Je mehr Milli-Ampere-Stunden desto besser. Allerdings ist auch wichtig, welche Features das Smartphone hat und wie viel Strom sie verbrauchen. Hersteller geben in der Regel an, wie lange ihre Smartphones im Standby, beim Telefonieren und beim Surfen durchhalten. Du solltest Dich aber nicht auf die Werte der Hersteller verlassen, sondern auch unabhängige Tests berücksichtigen.

Voller Akku vs. leerer Akku

Nicht nur die Ladekapazität des Akkus, auch die technische Ausstattung des Smartphones bestimmt, wie lange das Handy durchält.

Dual-SIM-Funktion

Die großen Flaggschiffe unterstützen die Funktion noch nicht. Wer sich genau umschaut findet aber gute Smartphones mit zwei SIM-Slots.

Dual-SIM

Hier können in einem Smartphone gleich zwei SIM-Karten verwendet werden. Das lohnt sich vor allem für Leute, die ihr Handy geschäftlich und privat nutzen. Auch Sparfüchse können die Vorteile des Dual-SIM-Smartphones nutzen. Sie nutzen dann einfach zwei SIM-Karten mit zwei verschiedenen Tarifen, einem zum Surfen und einem zum Telefonieren und SMS schreiben. So kann man mitunter eine ganze Menge Geld sparen. Mittlerweile bieten viele Smartphones schon die Möglichkeit, den SIM-Slot auch als Slot für die Speichererweiterung zu verwenden. Dann ist allerdings nur eines von beidem, mehr Speicher oder zweite SIM-Karte, möglich.