Startseite Entertainment Nokia, Siemens und Co: Retro-Handys vs. High-End-Smartphones

Nokia, Siemens und Co: Retro-Handys vs. High-End-Smartphones

Retro-Handys
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Retro-Handys sind schon lange wieder en vogue und Neuauflagen alter Modelle erkämpfen sich den Weg zurück in die Hosentaschen von nostalgischen Handy-Fans. Retro ist modern – das beweist Dieter Bohlen mit dem Modern Talking Comeback wieder einmal. Die Handy-Urgesteine haben mit heutigen Smartphones allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Doch was sind eigentlich die größten technischen Unterschiede? Wir haben es für Dich herausgefunden.

Früher war alles besser? Das vielleicht nicht, aber anders war es schon: Handys hatten kleine schwarz-weiße Displays, physische Tastaturen waren Standard und sobald Du Dich dem Internet-Button genähert hast, war große Panik angesagt. Aber nicht nur Design und Technik haben sich mit der Zeit verändert, auch andere Hersteller als damals haben sich mittlerweile am Markt etabliert. Wir haben für Dich die Zeit zurückgedreht und stellen Dir die größten Unterschiede zwischen Retro-Handys und heutigen Smartphones vor.

Bekannte Hersteller von heute und damals

Fast jedem Handy-Begeisterten waren Firmennamen wie Motorola, Siemens, Sony-Ericcsson und Nokia ein Begriff, insbesondere wenn es um die Taschentelefone ging. Zwar ist allen vier Firmen der Aufsprung auf den Smartphone-Zug gelungen, richtig durchgesetzt hat sich, möglicherweise wegen Nostalgie, allerdings nur Nokia – und das anfangs auch eher schleppend. Huawei, Samsung und Apple heißen de Top-Hersteller der heutigen Zeit. Mit Smartphones für jeden Geldbeutel überzeugen sie Jung und Alt.

Retro-Handys
Die Handy-Evolution

Beliebte Retro-Handys – Unkaputtbar in Schwarz-Weiß

Der Klassiker unter den Retro-Handys ist das Nokia 3310. Ohne Antenne, mit monochromem Display und dem vorinstallierten Minispiel Snake eroberte das Modell schnell die Herzen vieler Jugendlicher. Ein weiterer Grund für den Hype: Die Handyschale ließ sich austauschen und durch Hüllen mit fetzigen Designs ersetzen. Von bunten Farbexplosionen, über kitschige Herz-Bildchen bis hin zu Tiermotiven war alles dabei. Heutige Smartphones lassen sich fast gar nicht mehr ohne Weiteres öffnen und schicke Handyschalen gibt es auch nicht. Wer ein bisschen Farbe ins Smartphone-Design bringen möchte, kann sich allerdings mit einer stylischen Hülle aushelfen. Übrigens: Das Nokia 3310 gibt es inzwischen als Neuauflage inklusive Internetverbindung.

Retro-Handys Nokia 3310
links: Das Original Nokia 3310; rechts: die Neuauflage mit Internet

Außerdem beliebt: Das sogenannte Bananentelefon, das Nokia 8110i. Seinen Spitznamen verdankt das Retro-Handy seiner Form. Es ist leicht gebogen, um sich besser an das Gesicht des Telefonierenden anzupassen. In der gelben Farbvariante ist es schnell mit einer Banane zu verwechseln. Auch das Obst-Handy gibt es inzwischen neuaufgelegt mit Internetanschluss.

Retro-Handys Nokia 8110i
links das Originale Nokia 8110i, rechts die Neuauflage mit Internet

Nachdem die Antenne ausgedient hatte und Nutzer sie nicht mehr extra herausziehen mussten, gab es eine neue Innovation: Klapphandys. Super schick, super trendy. Ein zweites Display zeigt sogar im zugeklappten Zustand die Uhrzeit, verpasste Anrufe und neue SMS an. Smartphones ließen sich bislang nicht zusammenklappen. Mit dem neuen Samsung Galaxy Fold und dem Huawei Mate X hat beginnt sich der Retro-Trend allerdings erneut auf dem Markt zu etablieren.

Retro-Handys
Klapphandys waren der letzte Schrei.

Speichergröße, Kamera und Musik

Die Kamera ist aus Smartphones kaum mehr wegzudenken. Längst ersetzt sie die Digitalkamera eines jeden Hobbyfotografen. Mit Dual-, Triple-, und sogar Penta-Linsen sowie Megapixel-Mengen jenseits der 20 werden Kameras auch auf dem Smartphone immer besser. Wie umständlich war es zu Zeiten von Retro-Handys, als Du neben Deinem Taschentelefon außerdem eine Digicam und einen MP3-Player mit Dir herumschleppen musstest? Auf einem Smartphone findest Du alle Funktionen in einem Gerät.

Erinnerst Du Dich noch daran, dass Du auf Retro-Handys nur eine bestimmte Menge SMS speichern konntest? Meistens gab es nur Platz für rund zehn Textnachrichten. Waren mal längere dabei, wurde auch gleich der Speicherplatz knapper. Ständig die Entscheidung: Lieber die Liebes-SMS vom Freund aufbewahren oder vielleicht doch das lustige mit Buchstaben und Zahlen gemalte Bild? Und immer wieder standen fleißige SMS-Schreiber vor einem Problem: Nur eine begrenzte Anzahl Zeichen stand zur Verfügung. So wurden Abkürzungen erfunden, Satzzeichen weggelassen und auf Leerzeichen verzichtet – Schließlich wolltest Du nicht noch einmal 19 Cent für eine zweite SMS vergeuden, nur weil Du einen Punkt zu viel geschrieben hast. Durchschnittliche Smartphones verfügen heute über einen internen Speicher von mehreren Gigabyte. 16 und 32 bilden hierbei die untere Grenze. Das Samsung Galaxy S10 Plus bietet sogar einen Terabyte Speicherplatz! Zum Vergleich: Mit einem Retro-Handy mit einem Terabyte Speicher könntest Du über 5 Milliarden SMS abspeichern.

Alle Unterschiede im Überblick findest Du in dieser Tabelle:

Retro-Handy Smartphone
Speicherplatz Wenige KB Mehrere GB, bis hin zu 1 TB
Kamera Keine oder nur mit 1 bis 2 MP Mehrere Linsen; 15 MP und mehr
Display Schwarz-Weiß, wenige Pixel Mehrere Megapixel, farbig
Funktionen Telefonieren, SMS schreiben, kleinere Minispiele, Kalender Apps und Spiele in Farbe, Kalender, SMS, Telefonieren, Fotos machen, Musik, als PC verwenden und noch viel mehr
Akku Der Akku hielt teilweise für Wochen Bei durchschnittlichem Gebrauch musst Du Dein Smartphone fast täglich aufladen

Auch wenn Smartphones mehr Funktionen und Features bieten, eine Top-Kamera verbaut haben, Fotos dank KI automatisch schießen und Du auf ihnen jederzeit hochauflösende Spiele zocken kannst, in einem Punkt sind die alten Schätzen aber doch besser: Der Akku hielt gefühlt für immer. Im Idealfall konnten Retro-Handys eine Woche oder länger durchhalten, während Smartphones in der Regel täglich bis alle zwei Tage aufgeladen werden müssen.

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