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Gigaset: Revival für Smartphones aus Deutschland

Gigaset produziert jetzt in Deutschland.
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China ist die erste Wahl, wenn es um günstige Produktionsstandorte für Smartphones geht. Samsung, Apple, Huawei und Co. – die Riesen der Branche fertigen in Fernost. Gigaset verlagert jetzt als erster Smartphone-Produzent die Fertigung teilweise zurück nach Deutschland und verschafft sich damit ein Alleinstellungsmerkmal. Ob das Handy „made in Germany“ den Konkurrenz-Geräten aus Asien das Wasser reichen kann und welche Vorteile der neue Produktionsstandort bietet, erfährst Du hier.

Gigaset will künftig mit Qualität aus Deutschland punkten und verlagert die Produktion eines seiner neuesten Modelle in das hauseigene Werk nach Bocholt im Münsterland. Damit laufen das erste Mal seit zehn Jahren wieder Handys von einem deutschen Band, nachdem Nokia die Produktion dort 2008 einstellte.

Drei Mal Gigaset: GS185, GS180, GS100

Die frühere Siemens-Tochter bringt im Juni 2018 gleich drei neue Einsteiger-Modelle auf den Markt: Das GS180, GS185 und GS100. Das GS100 ist mit einem Preis von rund 120 € das günstigste und kommt mit 5,5 Zoll großem Panorama-Display, dem Betriebssystem Android 8.1 Oreo Go und 3000-mAh-Lithium-Polymer-Akku. Das GS180 gibt es für rund 150 € zu kaufen und bietet ein 5,0 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln sowie eine 13-MP-Hauptkamera und 8-MP-Frontkamera. Die große Schwester GS185 schlägt mit rund 180 € zu Buche und kommt ebenfalls mit IPS-Panorama-Display.

iPhone Störer

Im Inneren des Gehäuses steckt ein Snapdragon 425 Quad-Core-Prozessor von Qualcomm, der vom 4000 mAh starken Akku mit Energie versorgt wird. Das Betriebssystem ist ebenfalls von Android: Mit 8.1 Oreo ist das GS185 mit der momentan aktuellsten Android-Oberfläche ausgestattet – und das einzige, das in Deutschland teilweise produziert wird.

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Teile aus Asien, Verpackung und Anleitung aus Deutschland

Gigaset wirbt zwar mit einem Smartphone made in Germany – wobei das GS185 in Bocholt lediglich montiert und entworfen wird. Die Bauteile kommen weiterhin von einem Zulieferer aus Asien. Verpackung und Anleitung stammen aus lokalen Betrieben in Deutschland.

„Abgesehen davon, dass wir mit diesem Pilotprojekt unseren Innovationsgeist unter Beweis stellen, gibt es verschiedene Vorteile für Kunden und Umwelt.“ – Andreas Merker, Leiter Mobile Devices

Rund 60 Prozent der Wertschöpfungskette finden laut Merker in Deutschland statt. Gegenüber Golem.de erklärt Merker weiter, dass die Kosten für die Produktion in Deutschland nicht teurer seien als in Asien. Der Grund hierfür ist einfach: Fertigungsroboter übernehmen den Großteil der Arbeit, so werden nur 24 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb für das Gigaset-Smartphone benötigt. Durch die größtenteils maschinelle Fertigung sei zudem die Ausschussquote niedriger, was zusätzlich Kosten spart. Vorteile für den Kunden sind unter anderem eine schnellere Bearbeitung von Reparaturen.

Gigaset GS185 – Top oder Flop?

Das GS185 bietet in seiner Klasse ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis und ist für Nutzer, die nicht den neuesten Prozessor mit viel Leistung benötigen, eine passable Option. Wer lokale Hersteller unterstützen möchte, kann also gut zum Gigaset-Handy greifen – unter Berücksichtigung, dass auch hier alle Bauteile von Zulieferern aus Asien kommen.

Huawei P20

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