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Verbraucherschützer warnen vor WhatsApp

Whatsapp Warnung
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Erst vor wenigen Tagen hatten wir einen Blick unter die Haube von Googles neuem Messenger „Allo“ geworfen. Und Googles neuer Kommunikator konnte nicht gerade mit Datenschutzvorzügen punkten. Das Maß aller Dinge bleibt ohnehin WhatsApp mit über einer Milliarde Nutzer – leider auch wenn es darum geht, die Latte beim Thema Datenschutz besonders niedrig anzusetzen. Nun rät die Verbraucherzentrale Bundesverband konkret vor dem Chat-Weltmeister.

Es sind harte Worte, die Verbandschef Klaus Müller in einem Interview mit der Berliner Morgenpost wählt: „WhatsApp und Facebook bedienen sich der Daten deutscher Verbraucher wie in einem Selbstbedienungsladen. Dem muss ein Ende gesetzt werden“.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) den Rechtsweg gegen WhatsApp beschritten und den Messengerdienst wegen der Weitergabe von Kundendaten an Konzernmutter Facebook abgemahnt. Die ursprüngliche Frist 21. September war zuletzt bis 21. Oktober verlängert worden, um Facebook Zeit für eine Stellungnahme zu geben. Müller legt nun nach und begründet seinen Schritt, an die Öffentlichkeit zu gehen mit der Feststellung, dass dem „Schachern um die Daten deutscher Verbraucher“ ein Ende gemacht werden müsse. Die “Verbraucher sollten sich ernsthaft überlegen, auf andere Messenger-Dienste zurückzugreifen”.

Vor wenigen Tagen hatte der für Facebook Deutschland zuständige hamburgische Datenschutzbeauftrage Johannes Caspar Facebook untersagt, Daten deutscher WhatsApp-Nutzer an zu speichern. Darüber hinaus soll Facebook bereits gespeicherte Daten deutscher Nutzer umgehend löschen.

Zuletzt hatte WhatsApp seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert – vor allem mit der Absicht, Telefonnummern seiner Nutzer zur eindeutigen Zuordnung von Nutzerkonten an Facebook weiterzugeben. Das soziale Netzwerk verspricht sich davon eine zielgenauere Aussteuerung seines Werbeangebots. Kritiker werfen dem Konzern vor, eine intransparente Datenschutzpolitik zu verfolgen. Auch Telefonnummern von Nutzern, die den neuen AGB widersprochen hatten, werden von WhatsApp an Facebook weitergegeben.

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