Startseite News & Trends Still und heimlich: So wird Dein Smart Home gehackt

Still und heimlich: So wird Dein Smart Home gehackt

Still und heimlich: So wird Dein Smart Home gehackt
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Google Home und Amazon Echo machen Dein Zuhause nicht nur smarter, sondern auch angreifbarer. Hacker verschaffen sich auf vielen Wegen Zutritt zu Deinen Geräten und schleichen sich so still und heimlich in Dein Heim. Forscher haben nun herausgefunden, dass es meist nicht einmal komplizierte Programmierarbeit braucht, um auf die Smart Home-Assistenten zuzugreifen – es reichen schon verzerrte oder nicht hörbare Sprachbefehle aus. Der Hack funktioniert auch bei Smartphones.

Google Home
Google Home ist seit Juli auch in Deutschland erhältlich.

Der Ton aus dem Lautsprecher klingt wie „Cocaine Noodles“ und erscheint wie zusammenhanglos aneinander gereihte Worte. Dabei handelt es sich bei den merkwürdigen Geräuschen um die magische Begriffskombination, um Zutritt zur Welt des Google Assistants zu erlangen: OK, Google – aufgenommen und verzerrt.  Vier Wissenschaftler der Georgetown University haben im vergangenen Jahr herausgefunden, dass digitale Sprachassistenten auch auf verzerrte Befehle reagieren und es Hackern so ermöglichen, auf die Dienste zuzugreifen, ohne, dass es der Besitzer merkt – und ganz ohne lange Programmierarbeit im stillen Kämmerlein. Aber welche Macht haben Hacker durch Tricks wie diese? Mit den richtigen Befehlen gelingt es eine ganze Reihe der Funktionen zu nutzen, die der smarte Assistent bietet: die Einkaufslisten zu bearbeiten und Musik abzuspielen sind hierbei die harmlosesten Dinge, schließlich kann über Amazons Alexa beispielsweise auch eingekauft werden. Verzerrte Kommandos funktionieren außerdem auch bei lauter Geräuschkulisse, sodass die Gefahr, dass der Besitzer den Hacker enttarnt noch geringer ist.

Home und Echo haben bessere „Ohren“ als Du

Vollkommen klar: Um die Funktionen eines Heim-Assistenten zu starten, muss auf jeden Fall ein Geräusch erzeugt werden. Allerdings kann dieses auch unhörbar für das menschliche Gehör sein – Google Home, Amazon Echo und das Smartphone reagieren trotzdem. Das haben Wissenschaftler der Princeton University herausgefunden. Ultraschallwellen sollen ihren Forschungsergebnissen zufolge ausreichen, um den Sprachassistenten Befehle zu geben. Der technische Hintergrund: Die Ultraschallwellen werden von den Mikrophonen der Assistenten so verzerrt, dass sie von Google Assistant oder Alexa als Sprachkommando verstanden werden können. Theoretisch wäre die Antwort des Geräts gut wahrnehmbar. Hier kann der Ton allerdings durch das Aussenden entsprechender Ultraschallwellen unterdrückt werden.

Der klügste Heimassistent – Amazon Echo

Amazon Echo Dot
Echo Dot ist die kleinere Ausgabe des Amazon Echo.

Selbst die derzeit klügste KI kann so gehackt werden – Amazon Alexa. Wissenschaftler der Hochschule Aalen und Digital-Dienstleister Diva-e haben Alexa, Siri, den Google Assistant und Cortana einem Test unterzogen, um herauszufinden, welche der KIs am klügsten ist. Die smarten Helfer mussten im Test Fragen aus fünf verschiedenen Kategorien beantworten. Dabei wurde unter anderem ihre Kompetenz im Bereich Kaufassistenz, ihr Wissen und Intelligenz getestet. Während Alexa in allen anderen Kategorien die Nase vorn hatte, landete sie bei„untypischen“ Fragen, mit denen die Intelligenz getestet wurde, auf dem letzten Platz. Hier hatte Cortana abgeräumt. In der Zusammenfassung ist Amazons Alexa aber die klügste derzeit erhältliche Assistentin. Den Wissenschaftlern zufolge ist der Grund dafür die steigende Anzahl an Drittentwicklern. Diese machen Alexa mit ihren Apps, den sogenannten Skills, immer klüger. Der einzige Nachteil an Amazons KI: Sie ist nur auf dem Amazon Echo verfügbar, wäre dem Test zufolge auf dem Smartphone allerdings eine würdige Konkurrenz für Siri und den Google Assistant.

Der richtige Schutz

Spracheingabe Smartphone
Wenn Dein smarter Assistent nur auf Diene Stimme reagiert, bist Du besser vor Hacker geschützt.

Mit den genannten Tricks kann nicht nur Dein Smart Home-Gerät, sondern auch Dein Smartphone gehackt werden – die Wissenschaftler haben nicht nur Amazons Alexa, sondern auch die smarten Assistenten auf Smartphones getestet. So könntest Du also Opfer eines Hacks werden, ohne es zu bemerken. Es gibt aber eine einfache Möglichkeit, um Dich und Deinen smarten Assistenten oder Dein Smartphone vor unerwünschten Angriffen dieser Art zu schützen. Speichere Dein persönliches Sprachprofil ein, auf das der Assistent reagieren soll. In diesem Fall müsste ein Angreifer eine Aufnahme Deiner Stimme haben, um das Gerät zu hacken.

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