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Dot: Die erste Smartwatch mit Blindenschrift

Dot: Die erste Smartwatch mit Blindenschrift
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Der technologische Fortschritt wirkt sich auf unser aller Leben aus. Im Alltag nutzen wir vor allem Smartphones und immer mehr auch Smartwatches. Aber wie können eigentlich Menschen, die nicht sehen können eine Watch oder ein smartes Handy nutzen? Bisher ging das vor allem über die Sprachaus- und –eingabe. Für beides müssen Nutzer ihre Privatsphäre auf- und ihre Suchanfragen in der Öffentlichkeit preisgeben. Die neue Smartwatch Dot könnte das ändern.

Stell Dir vor, alle Menschen um Dich herum würden permanent mitbekommen, was Du im Netz suchst und welche Nachrichten Dir Freunde schreiben. Was wäre die Konsequenz? Du würdest Dein Smartphone sicher nicht mehr in der Öffentlichkeit nutzen. Menschen, die nicht sehen können, haben meist allerdings keine andere Wahl, wenn sie das Smartphone unterwegs nutzen wollen oder sogar darauf angewiesen sind. Die südkoreanische Dot Incorporation arbeitet seit drei Jahren daran, das zu ändern und blinden und schlecht sehenden Menschen eine bessere Möglichkeit zur Nutzung neuer Medien zu verschaffen. Mit Dot bringt das Unternehmen nun die erste Smartwatch mit Blindenschrift auf den Markt.

Die weiße Smartwatch sieht einer normalen Uhr ähnlich, lediglich auf das klassische Display konnte verzichtet werden. Stattdessen gibt es 30 Dots, die je nach Text aus- oder eingefahren werden, um die entsprechenden Wörter abzubilden. Die Dots sind für den Leser deutlich zu erfühlen und er kann selbst einstellen, wie schnell der Text „abgespielt“ werden soll, sprich wie lange er Zeit hat, um einen Buchstaben zu erfühlen. Dot ist mit iOS und mit Android kompatibel und kann per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden. Ab März wird die Uhr in Großbritannien für 320 Pfund verkauft. Online wird Dot auch für den weltweiten Versand angeboten. Einige Vorbesteller erhalten ihre Uhr schon in den kommenden Tagen. Gerüchten zufolge soll sogar der Musiker Stevie Wonder eine Dot-Smartwatch bestellt haben.

Die Beta-Tester waren von den Funktionen der Uhr auf jeden Fall schon sehr begeistert:

Dot Inc. plant noch mehr Geräte

Bei einer Uhr soll es nicht bleiben: Im kommenden Jahr soll auch ein Tablet, das Dot Pad erscheinen, das Nachrichten, Artikel und Co. in Brailleschrift anzeigt. Die größte Herausforderung sind allerdings die verfügbaren Texte. Die wenigsten Artikel im Netz sind auch in Blindenschrift geschrieben. Hier muss das entsprechende Gerät also nicht nur die Ausgabe, sondern auch die Übersetzung übernehmen.

Es gibt bereits verschiedene Geräte, die es Menschen ohne Augenlicht ermöglichen, ihre Nachrichten in Blindenschrift zu empfangen. Allerdings besitzen von mehr als 285 Millionen Menschen, die nicht oder nur teilweise sehen können, nur knapp 5 Prozent ein Gerät, das die Braille-Schrift nutzt. Meist sind entsprechende Hilfsmittel sehr teuer. Es beschäftigen sich aber glücklicherweise zahlreiche Entwickler mit Lösungen: So gibt es zum Beispiel Blitab, das erste Tablet für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Entwicklung der Firma Blitab Technology befindet sich aktuell noch im Beta-Test, kann aber bereits vorbestellt werden.

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