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Telegrass: Der Messenger für Kiffer und Dealer

Telegrass vermittelt Drogen-Deals per Smartphone.
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Der Messenger „Telegram“ gilt als anonyme Kommunikationsplattform – und wird deshalb gerne für illegale Aktivitäten genutzt. Der Telegram-basierte Dienst „Telegrass“ macht sich das zu Eigen und entwickelt sich innerhalb eines Jahres zum florierenden virtuellen Umschlagplatz für Dope in Israel.

Gründer des Cannabis-Messengers Telegrass ist der 33-jährige Amos Dov Silver, der seit zwei Jahren in den Vereinigten Staaten lebt und gebürtig aus Israel stammt. Sein Ziel: Die Legalisierung von Cannabis in seinem Heimatland. Dov Silver wurde aufgrund seines Aktionismus in der Vergangenheit in Israel zu zwei Haftstrafen verurteilt und lenkt die Geschicke seiner Drogen-Plattform nach Verbüßen der Strafen nun aus den USA.

Telegrass: Prüfsystem für Drogen

Dov Silver schätzt, dass per Telegrass täglich Cannabis im Marktwert von rund einer Million Euro über den digitalen Ladentisch wandern. Bevor Telegrass im März 2017 startete, kaufte Dov Silver sein Gras selbst noch via Facebook – und lernte so den wichtigsten Grundsatz für sein späteres Geschäft: Sicherheit.

„Die Telegrass-Gemeinschaft wurde gegründet, um den Bedarf einer kohärenten Gemeinschaft von Cannabiskonsumenten in Israel zu decken.“ (Übersetzt von telegrass.co.il)

Telegrass läuft auf dem Messenger Telegram.
Die Cannabis-Plattform Telegrass basiert auf dem Messenger Telegram.

Das Erfolgsrezept hinter Telegrass besteht aber nicht nur aus Sicherheit, sondern auch aus Transparenz für Konsumenten und Dealer – das schätzen nach Angaben von Dov Silver gegenüber Business Punk aktuell 150.000 User und circa 3.000 Verkäufer. Was sich nach einem seriösen Geschäftsmodell für eine große Handelsplattform anhört, ist auch also solches gemeint: Das Prüfsystem beinhaltet die regelmäßige Verifikation der Profile und Ausweise der Nutzer – inaktive Nutzer werden dabei gelöscht – sowie ein öffentlich einsehbares Bewertungssystem, das die Qualität der angebotenen Waren gewährleisten soll. Betrügern drohen außerdem Strafen; wer also zum Beispiel gestreckte Rauschmittel verkauft, läuft Gefahr, dass Name, Anschrift und Foto veröffentlicht werden – ein Druckmittel, das wirkt. Die Facebook-Seite von Telegrass wird derzeit mit 4,8 von 5 Sternen bewertet.

Cannabis kaufen per App

Der Einstieg in Telegrass ist simpel: Telegram installieren, App für Telegrass hinzufügen, Link aktivieren – fertig. Damit die Identitäten der Nutzer sicher sind, stellt Telegrass auf seiner Internetseite eine Anleitung zum Erstellen eines Accounts für Android und iOS zur Verfügung.

Business Punk zufolge, plant der Telegrass-Gründer fleißig für die Zukunft: Telegrass soll wachsen, international werden und technisch nachrüsten. Auch die Einbindung von Kryptowährung ist im Gespräch – aber allem Erfolg zum Trotz sollte klar sein: Das Unternehmen ist nicht im Handelsregister eingetragen und das aus gutem Grund.

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