Startseite News & Trends Qualität meets Quantität – So beliebt sind Telekom & Co.

Qualität meets Quantität – So beliebt sind Telekom & Co.

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Vor wenigen Tagen erst hat Stiftung Warentest das Ergebnis ihres diesjährigen Netztests veröffentlicht – mit gewohntem Ergebnis: Telekom und Vodafone haben weiterhin die Nase vorn. Doch Marktführer O2 holt auf. Aber schlägt sich die Netzqualität auch in absoluten Zahlen nieder?

Frühjahrszeit ist Quartalszahlenzeit. Die erste Bilanz des Jahres ist für Investoren und Analysten oft besonders interessant, denn sie erlauben einen ersten Blick auf das junge Geschäftsjahr. In den vergangenen Tagen haben nun auch Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland ihre Bilanzen vorgelegt, und die zeigen: Der Markt ist in Bewegung. Denn nach wie vor liegt Telefonica (O2) mit 47,90 Mio. aktiven SIM-Karten an der Spitze des Felds. Vodafone kam im gleichen Zeitraum auf 44,60 Mio. aktive SIM-Karten, und bei der Telekom waren es 42,11 Millionen.

Vodafone holt auf

Wirft man einen Blick zurück auf das gesamte Geschäftsjahr 2016, zeigt sich: Vodafone holt auf. Ganze 2,09 Mio. SIM-Karten des roten Rivalen mehr als im Vorjahr stecken heute in Endgeräten und Smarthome-Anwendungen deutschlandweit. Einen ähnlichen Zuwachs konnten weder die Telekom (+1,48 Mio.) noch O2 vermelden (+1,26 Mio).

Wichtigster Margenbringer: Vertragskunden

Wichtiger als absolute SIM-Kartenzahlen: Die Zahl der Vertragskunden, denn sie sind es, die dauerhaften Umsatz bringen. Je mehr Vertragskunden, desto attraktiver das Angebot. Hier zeigt sich ein anderes Bild: Marktführer O2 kann immerhin 20,71 Mio. Vertragskunden für sich verbuchen – gegenüber 16,8 Mio. bei Vodafone. Eindeutiger Marktführer im wichtigen Vertragskundengeschäft ist jedoch die Deutsche Telekom mit satten 25,27 Mio. Vertragskunden. Ein erstaunlich solider Beleg für das Vertrauen einer großen Zahl von Endkunden in die oft gescholtene Telekom, deren Mobilfunkangebote im direkten Leistungsvergleich meist deutlich teurer sind als die Konkurrenz.

Kunden schauen vermehrt auf den Preis

Etwas getrübt wird der starke Eindruck jedoch vom eher schwachen Wachstum. Ganze 51.000 Neukunden hat die Telekom in den ersten drei Jahresmonaten für einen dauerhaften Neuvertrag gewinnen können – angesichts des deutlichen Vorsprungs gegenüber der Konkurrenz jedoch kein Beinbruch. Als zugstärker erweist sich da „Marktführer“ O2, mit einem Zugewinn von rund 171.000 Vertragskunden. Und auch Vodafone konnte zulegen in der Neujahrsrallye: Immerhin 123.000 neue Vertragskunden konnte der Verfolger für sich gewinnen. Gute Neuigkeiten also für Marktführer O2 – mit seinem stark preisorientierten Angebot.

Prepaid: Insgesamt rückläufig

Noch ein Wort zum Thema Prepaid – Der Spartarif der Neunziger und Zweitausender ist kein Selbstläufer mehr. Zwar konnte Vodafone im Jahr 2016 noch rund 90.000 Prepaidkunden hinzugewinnen. Im gleichen Zeitraum jedoch verloren Telekom (-30.000) und Telefonica (-195.000) deutlich mehr Kunden an andere Tarifmodelle. Der Trend zum verhältnismäßig neuen SIM-Only-Tarif nimmt währenddessen weiter Fahrt auf.

Übrigens: Ab Juli brauchst Du einen Ausweis, um eine Prepaid-Karte zu kaufen.

Fazit: Die Mehrheit setzt auf Qualität

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Netzsieger Telekom und Vodafone bleiben insgesamt deutlich stärker als Marktführer O2. Immerhin 86,7 Mio. SIM-Karten vereinigen die beiden D-Netz-Betreiber gemeinsam auf sich. O2 steht ein Jahr nach der E-Plus-Übernahme mit immerhin 47,9 Mio. ein gutes Stück im Abseits – doch mit starker Aufwärtstendenz im wichtigen Vertragskundengeschäft: Fazit: Qualität setzt sich durch, doch spätestens seit Beginn des LTE-Zeitalters geben sich mehr und mehr Kunden auch leicht geringerer Leistung zufrieden – wenn der Preis stimmt.

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