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Apple: Rekordgewinn und Rekordersparnis

Apple Irland
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Am kommenden Dienstag ist es wieder mal so weit: Apple wird seinen ersten Quartalszahlenbericht im neuen Jahr vorlegen. Die Erwartungen sind hoch, doch gemach: Apple selbst geht von einer neuen Rekordmarke aus. Der Grund: Das Weihnachtsgeschäft.

Experten und Geschäftsleute sind sich einig: Apple dürfte ausnehmend erfreuliche Zahlen vorlegen. Rund 76,6 Milliarden Umsatz könnte der iKonzern im vergangenen Quartal erzielt haben. Davon gehen die Experten der Barclays-Bank aus und stimmen mit Apples selbstbewusster Prognose aus. Die hatte Apple anlässlich der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen ausgegeben: Zwischen 76 und 78 Milliarden US-Dollar sollte der Umsatz für das erste Quartal 2017 betragen. Doch auch wenn Apple seine Voraussage am kommenden Dienstag einlösen sollte, dürfte die Reaktion an den Börsen moderat ausfallen, die erwartungsgemäß gute Quartalsbilanz ist üblicherweise bereits im Vorfeld einer Bilanzvorstellung in den Kursen eingepreist – zumal das zurückliegende Quartal nicht nur das einträgliche Weihnachtsgeschäft umfasst, sondern auch die in den USA wichtige „Holiday“-Saison, traditionell der Auftakt für das Jahresendgeschäft.

Apple spart künftig noch mehr Steuern in der EU

Apple-CEO Tim Cook
Dürfte die Zahlen befriedigt zur Kenntnis nehmen: Apple-CEO Tim Cook.

Um auch künftig für glänzende Bilanzen zu sorgen, investiert Apple regelmäßig in Innovation. Und auch bei der Steuervermeidung ist man in Cupertino erfindungsreich. So verlagert Apple Anfang Februar die Zentrale für seine internationales iTunes-Geschäft vom bisherigen Standort Luxemburg nach Cork in Irland – zu einem heiklen Zeitpunkt: Derzeit befindet sich Apple in Rückzugsgefechten, nachdem die EU jahrelange Steuerermäßigungen der irischen Regierung für unzulässig befunden hat; 14 Milliarden Euro unrechtmäßig gewährter Steuernachlässe soll Apple an den irischen Staatshaushalt überweisen. Die Iren, wohlgemerkt, sind nicht erbaut davon und setzen eher auf eine Strategie des Entgegenkommens gegenüber dem iKonzern.
Offenbar mit Erfolg, doch Apple verlagert sein internationales iTunes-Geschäft nicht allein wegen erwiesener Gefälligkeit an seinen irischen Standort. Vor allem eine Besonderheit des irischen Steuerrechts macht den Umzug attraktiv.
So ist es auf der Grünen Insel möglich, die eigenen Gewinne kleinzurechnen, indem ein Unternehmen mit Sitz in Irland ein Subunternehmen mit Sitz in einem Steuerparadies gründet und Patente seines Kerngeschäfts an dieses Subunternehmen überträgt. Fortan überweist das eigentliche Unternehmen Lizenzgebühren an das steuerbefreite Subunternehmen für die Nutzung der nun lizenzierten Technologie. Auf diese Weise kanalisieren auch andere Firmen ihre satten Einnahmen an Geschäftssitze in Ländern mit verschwindend geringen Unternehmenssteuern, während die ursprüngliche Dachgesellschaft für ihre so kleingerechneten Gewinne so gut wie keine Steuern bezahlen muss. 0,005 Prozent führte Apple im Jahr 2014 an den irischen Staat ab.

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