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Xiaomi kommt 2018 nach Deutschland

Xiaomi eröffnet 2018 ersten Store in Deutschland
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Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi will in Zukunft auch in Deutschland durchstarten. Nach dem diesjährigen Start des Onlineshops für deutsche Kunden, will das Xiaomi im kommenden Jahr ein erstes Geschäft in Hamburg eröffnen. Zeit einen Blick auf die Entwicklung des Mi-Erfinders zu werfen.

Lei Jun
Xiaomi-Gründer und CEO Lei Jun.

Xiaomi ist jung und dynamisch. Im Gegensatz zu Samsung und Co. kann der der Konzern nicht auf eine lange Unternehmensgeschichte zurückblicken, denn der Hersteller mischt gerade einmal sieben Jahre auf dem Smartphone-Markt mit. In dieser Zeit erzielte er bereits große Erfolge, musste aber auch Rückschläge einstecken. In den vergangenen Jahren hatten die CEOs vor allem den heimischen chinesischen und den indischen Markt ins Auge gefasst und dort auch Fortschritte gemacht. Nicht einmal drei Jahre nach seiner Gründung konnte sich das Unternehmen kurzzeitig als Marktführer in China bezeichnen. Doch gerade der China ist kein einfaches Pflaster für Smartphone-Hersteller, wegen des großen Konkurrenzdrucks. Vor allem Huawei ist als größter Player in China bekannt, aber auch Oppo, OnePlus oder ZTE stellen technisch sehr gute Smartphones her, die für einen günstigen Preis angeboten werden.

Deshalb ist es keine Überraschung, dass Xiaomi nach den ersten Erfolgen auch schnell wieder Rückschläge einstecken musste. Ende 2015 teilte das CEO Lei Jun mit, dass das Verkaufsziel von 80 Millionen Smartphones nicht erreicht wurde. Stattdessen hieß es, dass nur mehr als 70 Millionen Geräte verkauft wurden – genaue Zahlen gab er nicht bekannt. Die Prognose wurde bereits nach unten korrigieret, nachdem ursprünglich 100 Millionen als Ziel genannt wurden. Nicht zu verachten ist allerdings, dass der Hersteller im Gegensatz zum Vorjahr trotzdem ein Wachstum von etwa 15 Prozent erreichte.

Fuß fassen in Europa

Neben China ist auch Indien aufgrund seines stark wachsenden Smartphone-Marktes eine wichtige Station. Hier gibt es aktuell Erfolge zu vermelden: Vor knapp einem Monat verkaufte Xiaomi innerhalb von zwei Tagen eine Millionen Smartphones in Indien. Zwei Stationen wurden gemeistert, nun soll es auch in Europa richtig losgehen. In einigen europäischen Ländern wurden bereits erste Geschäfte eröffnet. Online-Auftritt, Support und Servicestellen gibt es bereits. Hier setzt man vor allem auf Partnerfirmen. Auch der Mi Home-Store, der 2018 in Deutschland eröffnet werden soll, wird von einer kleinen norddeutschen Firma betrieben, die bereits den Support deutscher Kunden übernimmt.

Der Store soll ausdrücklich vor allem erstmal zeigen, ob sich weitere Ladengeschäfte in Deutschland lohnen würden. Insgesamt will Xiaomi bis 2020 ganze 1.000 Ladengeschäfte eröffnen, die Hälfte davon in China. Bevor der deutsche Laden eröffnet wird, sollen Geschäfte in Polen, Litauen, Lettland, Estland, der Ukraine, Weißrussland, Russland, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Griechenland kommen. Der Zeitpunkt ist kein schlechter, denn aktuell ist Xiaomi gut aufgestellt. Im zweiten Quartal dieses Jahres sicherte sich der Konzern einen Marktanteil von 6,3 Prozent und ist damit so erfolgreich wie nie zuvor.

Xiaomi steht immer wieder in der Kritik

Xiaomi Redmi Note
Das Xiaomi Redmi Note.

Kritiker haben an den Smartphones des Unternehmens eine ganze Menge auszusetzen. So wird immer wieder die Qualität bemängelt. Viel schlimmer wiegt allerdings ein anderer Vorwurf: Der Hersteller entwickle zu viele Smartphones. Dieser Punkt ist auch kaum von der Hand zu weisen, schließlich hat der Konzern allein im Jahr 2016 insgesamt 20 Smartphones präsentiert, von denen sich viele nur minimal voneinander unterschieden, gerade in der Mittelklassereihe Redmi. Das sorgt bei Kunden und selbst bei Experten für Verwirrung und hat zum Ergebnis, dass die einzelnen Geräte stark miteinander konkurrieren. Hochwertige Geräte wie das Mi6 oder das Mi Mix gehen in der Masse genauso unter, wie die guten Mittelklasse-Smartphones.

Einen Kritikpunkt versucht Xiaomi allerdings auszumerzen: fehlende Alleinstellungsmerkmale. Bis 2016 hatten die Kritiker damit durchaus Recht. Und dann stellte Xiaomi das Mi Mix vor. Das Smartphone ist der Vorreiter für den aktuellen Randlos-Trend, dem auch die großen Player auf dem Markt folgen. 2017 soll das Jahr der randlosen Displays sein? Xiaomi hat bereits 2016 das erste Handy mit fast randlosem Display vorgestellt, lange vor Apple und Samsung. Das Mi Mix punktet genauso wie sein Nachfolger mit guter Ausstattung. Von der hochwertigen Kamera bis zum Snapdragon-Prozessor und der aktuellsten Android-Version ist alles dabei – für einen deutlich geringeren Preis als ihn die Konkurrenz verlangt.

Xiaomi nimmt sich ein Beispiel

Um weiter wachsen und sich in Europa etablieren zu können, muss Xiaomi natürlich etwas an seiner Strategie ändern. Mit der Eröffnung neuer Geschäfte geht der Konzern schon in die richtige Richtung und hat sich hier scheinbar ein Beispiel an Oppo und Vivo genommen. Beide setzen nicht nur auf den Online-Handel, sondern auch auf den stationären Vertrieb. Mit innovativen Smartphones und dem neuen Konzept könnte Xiaomi in Europa einen guten Start hinlegen.

Vertragsverlängerung

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