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Der Nachzügler: Samsung arbeitet offenbar an KI-Chip

Der Nachzügler: Samsung arbeitet offenbar an Chip für künstliche Intelligenz
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Manches dauert einfach ein bisschen länger: Samsung arbeitet Berichten zufolge an einem Smartphone-Chip für künstliche Intelligenz. Damit ist der Hersteller ziemlich spät dran, denn Apple und Huawei haben bereits entsprechende Modelle vorgestellt oder auf den Markt gebracht. Trotzdem könnte Samsung der Konkurrenz gegenüber Vorteile haben.

künstliche Intelligenz
NPU, Neural Processor Unit, wird der Teil des Prozessors genannt, der mitdenkt.

Künstliche Intelligenz ist schon lange kein Traum mehr, sondern wird langsam zur Realität. Mit jedem Jahr steigt die Anzahl der verfügbaren smarten Geräte, die Sprachassistenten wie Siri und Alexa benutzen. Die wiederum werden immer intelligenter, sodass wir in wenigen Jahren wahrscheinlich tatsächlich davon sprechen werden, dass sie mitdenken. Diese Entwicklung könnte nun einen weiteren Meilenstein erreichen. So hat Apple mit dem A11-Chip bereits einen ersten Prozessor mit Neural-Engine für das Machine Learning präsentiert und auch Huawei hat mit dem Kirin 970 bereits einen KI-Chip für sein kommendes Mate 10 auf der IFA vorgestellt. Nun soll Samsung als dritter im Bunde an einer ähnlichen Technologie arbeiten, wie The Korea Herald berichtet.

Die letzten werden die ersten sein?

Prozessor
Apple und Huawei haben bereits Machine Learning in ihre Prozessoren integriert.

Huawei und Apple bringen die ersten Geräte mit KI-Chips auf den Markt und Samsungs Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen. Erst zu beginnen, wenn die anderen schon fertig sind, ist allerdings nicht einmal unklug. Denn Samsung hat nun die Möglichkeit aus den Fehlern der anderen zu lernen. Der Hersteller kann während seines eigenen Entwicklungsprozesses verfolgen, was bei Huawei und Apple schief läuft und es besser machen. Das südkoreanische Unternehmen hat außerdem erst vor kurzem 300 Millionen Dollar in das britische Startup Graphcore investiert, das KI-Chips herstellt und kann vermutlich aus dem Knowhow der Entwickler schöpfen. Zur Präsentation des ersten Chips könnte der Samsung also ein deutlich besseres Produkt liefern als die Konkurrenz. Bis dahin kann es aber noch eine Weile dauern – bei Huawei hat die Entwicklung des neuen Kirin 970 fast zwei Jahre in Anspruch genommen.

KI-Chips – Die Zukunft des Smartphones

KI auf dem Smartphone
Mit ausgereiften NPUs könnten KIs in Zukunft ohne Zugriff auf die Cloud auskommen.

Was kann das Smartphone der Zukunft? Samsung hat scheinbar eine genaue Vorstellung. Kim Ki-nam, Präsident der Halbleiter-Abteilung bei Samsung Electronics, sagt Großes voraus: Ihm zufolge soll es in 20 Jahren bereits möglich sein, so viele Daten auf einem SSD-Speicher abzulegen, wie in unserem Gehirn. Neue Technologien könnten es smarten Assistenten so ermöglichen, autonom zu arbeiten. Aktuell müssen sie für die meisten Aufgaben noch auf die Cloud zugreifen. Damit soll in Zukunft Schluss sein: Mit größeren Datenspeichern und der Machine Learning-Technologie wäre es möglich die Denkeinheiten des Prozessors, die sogenannten NPUs, zu trainieren und ihnen einen gewisses Grundwissen mitzugeben. Darauf aufbauend könnten sie immer mehr dazulernen.

Künstliche Intelligenz geht nur Hand in Hand

Neue Prozessoren sind der Grundstein für die Wieterentwicklung künstlicher Intelligenz. Allerdings muss auch die Software mitspielen. Wenn es um das Thema Apps geht, müssen Hersteller mit den App-Entwicklern Hand in Hand arbeiten. Dazu sollten Programmierer schon vor dem Release der Hardware Zugang zu den Software-Grundlagen. Damit beim Release bereits Apps zur Verfügung stehen, die die neuen Features unterstützen. Ein gutes Beispiel ist hier Apple. Der Hersteller hat den Entwicklern bereits Monate vor der Präsentation der neuen iPhones Zugang zum AR-Kit verschafft. Genauso sollten Hersteller auch bei künstlicher Intelligenz vorgehen.

Samsung Galaxy Note 8

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