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BlackBerry KEY2: So gut ist das Smartphone mit Tastatur

BlackBerry KEY2 - das Smartphone mit Tastatur
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Erst im Juni ist das neue BlackBerry-Smartphone KEY2 veröffentlicht worden. Einmal mehr hat BlackBerry das klassische Erkennungszeichen – die Tastatur – in ein modernes Android-Smartphone übersetzt. Doch ist das KEY2 ein Must-Have?

Smarte Tastatur und solider Prozessor

Der chinesische Hersteller TCL, der seit 2016 die Marke BlackBerry lizenziert, hat mit dem KEY2 ein Gerät entwickelt, das sich durch eine traditionelle Optik auszeichnet. Das KEY2 ist unverkennbar ein BlackBerry: Ein 4,5-Zoll Panel-Bildschirm ist auf einer Fläche eines 6-Zoll-Smartphones verbaut. Ein Viertel der Front wird für das BlackBerry-Feature schlechthin genutzt: Eine physische QWERTZ-Tastatur.

Erinnern wir uns an das BlackBerry Priv, das Ende 2015 erschien und das erste Blackberry mit Android als Betriebssystem war. Es kombinierte Touch und Tastatur, indem es eine ausziehbare Tastatur besaß. Allerdings fiel das allgemeine Echo durchwachsen aus und das Priv wurde Ende 2017 zurückgezogen. Mit dem KEYone und dem nun vorgestellten Nachfolger KEY2 will BlackBerry verloren gegangenes Terrain gut machen.

Die Tastatur eines BlackBerry Smartphones
Die Tastatur eines BlackBerry ist seit jeher das Erkennungszeichen.

Die vier-reihige Tastatur des KEY2 verfügt über 35 Tasten und auf der Leertaste befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Die gesamte Tastatur-Oberfläche kann wie bei anderen Smartphones auch als Touchpad benutzt werden. Außerdem besitzen die einzelnen Buttons einen „Speed Key“: Jede Taste besitzt eine doppelte Funktion. Apps wie der WhatsApp Messenger oder Facebook können mit einem Druck auf die „W“-Taste oder „F“-Taste geöffnet werden.

Statt auf Design-Experimente setzt das Unternehmen beim KEY2 auf das bewährte funktionale Konzept früherer Generationen. Das Aluminium-Gehäuse ist an der Unterseite abgerundet und die aus geriffelten Kunststoff bestehende Rückseite sorgt dafür, dass sich kein Schweiß oder Dreck auf der Oberfläche sammeln kann.

Das BlackBerry KEY2 ist mit einem soliden Qualcomm 660 Prozessor ausgestattet. Der Arbeitsspeicher überzeugt mit 6 GB, als interner Speicher stehen 64 oder 128 GB Platz zur Verfügung. Betrieben wird das Smartphone von einem großen Akku mit 3.500 mAh, der auch bei regelmäßiger Nutzung eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen ermöglicht. Des Weiteren ist das KEY2 als erstes BlackBerry-Smartphone mit einer 12-Megapixel-Dual-Kamera ausgestattet. Auch weitere Features wie eine Kopfhörerbüchse und ein micro SD-Kartensystem sind vorhanden.

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Gutes Mittelklasse-Smartphone mit leichten Defiziten

TCL hat mit dem BlackBerry KEY2 ein ordentliches Mittelklasse Smartphone vorgelegt. Die unschlagbare Stärke des KEY 2: Solide Akkulaufzeit. Endlich mal wieder ein Smartphone, bei dem die Laufzeit in Tagen gemessen wird und nicht in Stunden.

Und genau aus diesem Grund hebt BlackBerry sich in vielerlei Hinsicht von den Spitzenklassen-Modellen wie dem Apple iPhone X oder dem Samsung Galaxy S9 ab. BlackBerry setzt weniger auf riesige Bildschirme, sondern vielmehr auf eine intelligente Tastatur – und dafür muss dann die Displaygröße zurückstehen.

Doch hier liegt auch die Schwäche des BlackBerry KEY2: Es kann mit seinem 4,3 Zoll Display den anderen Smartphones gegenüber nicht recht mithalten; Probleme kann es beim Bildverhältnis von 3:2 geben, denn Videos werden häufig mit schwarzen Balken dargestellt. Auch die Bedienung mancher Apps ist mit dem BlackBerry nicht optimal.

Zweihändiges Tippen ist möglich
Zweihändiges Tippen geht dem BlackBerry besonders einfach.

Die Tastatur bleibt ein interessantes Alleinstellungsmerkmal. Denn sie bringt gewohnte Vorteile mit sich. So lässt sich das KEY2 auch „blind“ benutzen, beispielsweise während beim Laufen, wenn kein Blick auf das Smartphone möglich ist.

Eine neue Herausforderung für TCL

TCL steht abermals vor einer großen Aufgabe: Um die BlackBerry-Smartphones in Zukunft besser auf dem Markt zu positionieren, müssen sie noch besser an die Smartphone-Generation angepasst werden. Dennoch macht das BlackBerry KEY2 einen Schritt in die richtige Richtung: Mit der Dual-Kamera, dem großen Arbeitsspeicher und dem stärkeren Prozessor hat es sich gegenüber seinem Vorgängermodell klar verbessert.

Nutzer eines BlackBerry wissen beim Kauf wo Stärken und Schwächen des Smartphones liegen – BlackBerrys sind keine klassischen Smartphones, sondern zeichnen sich durch die QWERTZ-Tastatur aus. Dennoch ist der anvisierte Endpreis von 649 € für ein Mittelklasse-Modell durchaus ambitioniert.

Wir sind also gespannt, was die nächste BlackBerry Version bringt. Denn schließlich wurden Anfang des Jahres gleich zwei Smartphones für 2018 angekündigt. Bleibt abzuwarten, mit welchem Features BlackBerry noch punkten kann.

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