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So wird Dein Samsung Galaxy S8 gehackt!

Iris-Scanner überlistet
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Von wegen sicher! – Der Chaos Computer Club hackt den Iris-Scanner des Samsung Galaxy S8. Dafür wird nicht einmal tiefer gehendes IT-Expertenwissen benötigt. Ein Fotoapparat, ein Drucker und eine Kontaktlinse reichen aus, um den simplen Trick vorzuführen.

Das Thema Hacking ist leider einmal mehr brandaktuell. Das Schadprogramm WannaCry, das Windows-Rechner befällt und deren Daten in einer Art Geiselnahme festhält, sollte mittlerweile jedem ein Begriff sein. Aber nicht nur Computer können Opfer von Hackerattacken sein. Auch die Daten unserer Smartphones können geklaut oder von Fremden gelesen werden. Deshalb lassen sich viele Hersteller immer wieder neue Sicherheitsmaßnahmen einfallen. Dazu gehört natürlich der Fingerabdrucksensor, der bei High-End-Smartphones inzwischen zum Standard geworden ist, aber auch der neue Iris-Scanner des Samsung Galaxy S8 und S8+. Auf  seiner Website wirbt Samsung explizit mit der hohen Sicherheit, die dieses neue Feature mit sich bringt. Leider zeigt sich nun, dass der Iris-Scanner sich mit einem ganz simplen Trick umgehen lässt.

Iris-Scanner des Galaxy S8
So wirbt Samsung für den Iris-Scanner

Chaos Computer Club überlistet den S8-Iris-Scanner

Die neuen biometrischen Sicherheitsverschlüsselungen versprechen leider mehr als sie am Ende halten können. Sie sollen dafür sorgen, dass nur Du selbst Dein Smartphone entsperren kannst. Doch sie alle können mit einfachen Verfahren ausgetrickst werden. Viele Fingerabdrucksensoren lassen sich zum Beispiel mit dem Ausdruck eines Fingerabdrucks umgehen und die Gesichtserkennung des Samsung Galaxy S8 ließ sich schon bei der Vorstellung in New York überlisten, indem ein Foto des Smartphone-Besitzers vor den Scanner gehalten wurde. Jetzt zeigt der Chaos Computer Club, wie der Iris-Scanner ausgetrickst werden kann. Zuerst wird ein Foto vom Auge benötigt. Dieses muss nicht einmal von besonders guter Qualität sein. Allerdings muss vor dem Fotografieren der Infrarot-Filter der Kamera entfernt oder der Nachtmodus eingestellt werden, damit sonst schwer erkennbare Details der Iris zu sehen sind. Schießt jemand ein Bild im Nachtmodus oder ohne Infrarotfilter und stellt es dann ins Netz, kann dieses Foto für den Hack schon ausreichen. Nachdem es ausgedruckt wurde, wird eine Kontaktlinse über die Iris gelegt. Wird das Foto nun vor den Iris-Scanner gehalten, wird das Smartphone entsperrt.

Sicherheitsmaßnahmen nicht ausgereift

Dein Fingerabdruck ist einzigartig, genauso wie Deine Iris. Genau das wollen sich Hersteller wie Samsung für die biometrischen Verschlüsselungsmethoden zunutze machen. Leider sind Sensoren und Scanner noch nicht in allen Fällen so weit, einen echten Finger oder ein echtes Auge von einer präparierten Fotografie zu unterscheiden. Samsung selbst ist sich dessen bewusst, gibt in seinem Statement allerdings zu bedenken, dass es in einer realen Situation sehr unwahrscheinlich ist, dass jemand das Handy und das dazugehörige Foto vom Auge besitzt.

Sich ganz allein auf die biometrischen Verschlüsselungsmethoden zu verlassen wäre also unvorsichtig. Zum Glück gibt es weiterhin die Möglichkeit, das Smartphone mit einem Passwort, einem PIN-Code oder einem Muster zu sperren. Auch diese Methoden sind für einen Hacker nicht unüberwindlich, können aber nicht mit einfachen analogen Tricks umgangen werden.

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