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Facebook: Social Media meets Modularität

Facebooks zweiter Anlauf
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Das Thema Smartphone ist für Facebook ein zweischneidiges Schwert. Zum einen hat das Unternehmen mit seinen Apps für Android und iOS großen Erfolg, zum anderen haben Zuckerberg und Co. mit ihrem ersten eigenen Smartphone keine Lorbeeren gesammelt. Nun versucht es das Unternehmen offenbar nochmal von vorn und zwar mit einem modularen Smartphone.

Building 8 heißt die geheime Forschungsabteilung, die bei Facebook verschiedene Produkte entwickelt. Aktuell soll das Entwicklungslabor an Machine Learning und einer neuartigen Kamera-Technologie arbeiten. Viel spannender ist allerdings ein Patentantrag, der in der vergangenen Woche beim US-amerikanischen Patentamt eingereicht wurde. Faceook arbeitet offenbar an einem neuen Smartphone. Der Clou: Das Gerät soll modular werden. Wie ein Facebook-Sprecher mitteilte, soll die Software-Technologie für ein entsprechendes Gerät von der Firma Nascent Objects stammen. Nascent Objects entwickelt seit drei Jahren Software für modulare Geräte. Interessant wird allerdings nicht nur sein, woher die Software stammt, sondern auch wer die Hardware herstellen wird.

modulares Facebook-Phone
Das nächste Facebook-Phone wird vermutlich modular.
Patent Bild

Der Nachfolger des Facebook-Phones HTC First

Facebook hatte vor vier Jahren bereits seinen ersten Versuch gemacht und gemeinsam mit HTC das HTC First – das erste Facebook-Smartphone – auf den Markt gebracht. Erfolg hatte der Social-Media-Konzern damit nicht – ganz im Gegenteil. Nach einem schlechten Verkaufsstart fiel der Preis für das Handy innerhalb weniger Wochen von erst aufgerufenen 99 Dollar auf 99 Cent herunter. Insgesamt konnten innerhalb der USA nur 15.000 Geräte verkauft werden – in anderen Ländern wurde das Handy daher nicht angeboten.

HTC First
Das HTC First war Facebooks erster Versuch, ein eigenes Smartphone zu etablieren.

Modular ohne großen Erfolg

Mit der Moto Z-Reihe von Lenovo und dem LG G5 sind bereits zwei modulare Smartphones auf dem Markt. Beide sind nicht so erfolgreich, wie es sich die Hersteller erhofft hatten. LG brachte gerade einmal 2,2 Millionen Geräte an den Mann oder die Frau, Lenovo soll knapp drei Millionen Moto Z-Smartphones verkauft haben. Die Konzerne können insgesamt also nur wenige Leute für Produkte dieser Art begeistern. Interessanterweise hat eine Studie aber ergeben, dass sich 19 Prozent der Deutschen Smartphones mit wechselbaren Modulen wünschen.

Ist es also vielleicht die Art, wie die modularen Smartphones gebaut sind? Das könnte tatsächlich ausschlaggebend sein und auch erklären, warum das Moto Z besser abgeschnitten hat, als das LG G5. Denn Lenovo hat eine deutlich einfachere Methode entwickelt, mit der die Module getauscht werden können. Die zusätzlichen Bauteile werden einfach auf die Rückseite des Smartphones gelegt und halten dort dank starker Magneten. Das Smartphone muss für den Wechsel nicht ausgeschaltet werden. Anders sieht es bei LG aus. Das G5 muss jedes Mal abgeschaltet werden, wenn ein neues Modul angebracht wird. Der Grund: Der sogenannte Magic-Slot kann nur mit dem Akku entfernt werden. Das ist zum einen vorteilhaft, da der Akku des Smartphones wechselbar ist, zum anderen auch umständlich, da das Smartphone jedes Mal ein- und ausgeschaltet werden muss.

Facebooks beste Lösung?

Im Gegensatz zu LG hält Lenovo trotz erstem Misserfolg an der modularen Bauweise fest und bringt immer mehr Module für seine Z-Reihe auf den Markt. Daher wird es besonders spannend zu beobachten, wie Facebook mit Blick auf die Konkurrenzs mit dem Thema Modulwechsel umgeht. Lenovo scheint schon die beste Variante gefunden zu haben – welche wird Facebook nutzen?

Dem Patentantrag ist bezüglich dieses Themas nicht besonders viel zu entnehmen. Die Bilder geben kaum etwas dazu preis, wie das Smartphone aussehen wird oder wie die Module an- und abgelegt werden. Ob es überhaupt ein solches Smartphone aus dem Hause Facebook geben wird, bleibt außerdem abzuwarten. Denn wie wir es bereits von vielen Konzernen gewohnt sind, muss es nicht sein, dass aus dem Patent auch irgendwann ein Produkt wird.

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