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Stiftung Warentest: Telekom schon wieder Netzsieger

Telekom auf Platz eins
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Die Stiftung Warentest hat einmal mehr die Netzqualität der großen Provider getestet – und das Ergebnis lautet: Das Handynetz der Deutschen Telekom holt mal wieder die Krone, doch die Konkurrenz schläft nicht und holt auf.

Es bleibt bei der alten Rangordnung Die Deutsche Telekom liegt auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Vodafone, und auf dem dritten Platz kämpft O2 weiter um den Anschluss an die Spitze. So das Ergebnis der jüngsten Studie der Stiftung Warentest, die die Qualität von Internet- und Telefonverbindungen überprüft hat und dazu über Autobahnen, Landstraßen und durch mehrere Innenstädte gefahren ist. Außerdem wurde die Qualität auf rund 2400 Bahnkilometern getestet. Die portablen Messstationen zeichneten dabei ein vertrautes Bild: Das Netz wird insgesamt besser, doch die beiden D-Netz-Größen haben insgesamt die Nase vorn.

O2 holt auf

Positiv vermerkt das aktuelle Ranking, dass Marktführer O2 messbare Anstrengungen unternommen hat, Reichweite und Qualität seines Netzes auszubauen. Dennoch haben O2-Kunden gegenüber Nutzern von Telekom und Vodafone noch sehr häufig das Nachsehen. Die Downloadgeschwindigkeit eines 20-MB-Datenpakets betrug dabei im O2-Netz durchschnittlich dreimal so lang wie im Netz der Telekom – trotz LTE. Bei einem Vergleich der Downloadzeit von 8 Sekunden (Telekom), 13 Sekunden (Vodafone) zu 22 Sekunden (O2) sind die Qualitätsvorteile des Telekom-Netzes gegenüber dem Dritten deutlich. Dafür sind Telekom-Tarife bis heute oft deutlich teurer – bei nominell gleichen Leistungsdaten.

Telekom nach Gesamtwertung vorn

Insgesamt punktete die Telekom im Test von Stiftung Warentest mit der Gesamtnote 1,9 (gut), wobei Stadt- und Landverbindung gleichermaßen gute Noten bekamen. Etwas schlechter (befriedigend) fiel das Ergebnis für Gespräche in der Bahn aus. Der zweite D-Netz-Player Vodafone kommt mit 2,2 und leichten Einbußen in der Innenstadtwertung auf ein ähnlich gutes Ergebnis.

Schwächer (2,6 = Befriedigend), steht O2 da. Vor allem bei Verbindungen in unerschlossenen Landregionen muss O2 zurückstecken. Und auch in der Bahn ist die Telefoniequalität gerade mal ausreichend.

LTE-Ausbau: Infrastruktur macht den Unterschied

Vor allem auf dem Land müssen sich O2-Nutzer bislang noch mit deutlich schwächeren Rahmenbedingungen abfinden. Zwar ist es O2 gelungen, die statistische LTE-Dichte für denselben Testzeitraum von 41% im Jahr 2015 auf 55% anzuheben, allerdings haben Telekom (2015: 81%, 2017:97%) und Vodafone (2015:75%, 2017:91) nach wie vor die Nase vorn. Immerhin: Der technologische Fortschritt kommt mittlerweile vielen Nutzern gleichermaßen zunutze, wenn sie denn im LTE-Netz sind, denn moderne Smartphones nutzen LTE auch für klassische Telefonie (Voice over LTE, kurz: VoLTE) – mit entsprechender Verbesserung der Gesprächsqualität. Das war 2015 noch anders.

Auch kommen Telefongespräche heute dank LTE deutlich schneller zustande. Dauerte es 2015 im Schnitt noch 10-11 Sekunden, bis eine Gesprächsverbindung aufgebaut war, können O2 (7 Sekunden, Telekom und Vodafone (5 Sekunden) Gespräche im Jahr 2017 mit deutlich höherer Geschwindigkeit vermitteln.

Mehr Magenta, mehr Netz

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