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6G: Was bringt der Mobilfunk der Zukunft?

6G Drehschalter
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Während das 5G-Netz in den Startlöchern steht und die ersten Testphasen durchläuft, winkt aus ferner Zukunft bereits der Nachfolger 6G. Der Mobilfunkstandard der sechsten Generation bringt nicht nur rasante Übertragungsraten, sondern stellt Ingenieure vor neue Herausforderungen. Wir verraten Dir, welche Auswirkungen das 6G-Netz auf den Mobilfunk haben wird.

Die Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland forcieren aktuell die Inbetriebnahme des Kommunikationsstandards 5G und haben zu diesem Zweck jüngst Test-Antennen installiert – doch die Wissenschaft feilt unterdessen bereits am nächsten Schritt: 6G. Denn bei Übertragungsraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde soll noch lange nicht Schluss sein. Wachsende Datenströme durch die Zunahme von privaten Mobilfunknutzern und vernetze Industrie-Maschinen verlangen nach neuen Wegen, um die Versorgung mit stabilen Verbindungen weiterhin zu garantieren.

6G: Rasante Datenströme

Steigende Datenströme fordern leistungsfähigere Netze, deshalb tüfteln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik (IAF) gemeinsam mit Kooperationspartnern an technischen Lösungen, um höhere Übertragungsraten zu schaffen. Ziel: Drahtlos-Übertragungen von bis zu 400 Gigabit pro Sekunde.

Du willst ausführliche Informationen zu den verschiedenen Mobilfunkstandards? Hier erfährst Du mehr.

Neue Frequenzbereiche für mehr Kapazität

Für die sechste Generation mobiler Kommunikation spielt die Verknüpfung von Terahertz-Funklösungen und Glasfasertechnik eine entscheidende Rolle. Durch das Nutzen neuer Frequenzbänder soll ein belastbares und verlässliches Netz mit Bandbreiten neuer Dimensionen entstehen.

„Bei Frequenzen im Terahertz-Bereich hingegen steht genügend Bandbreite zum Erreichen von Datenraten bis zu 400 Gigabit pro Sekunde zur Verfügung.“ Dr. Thomas Merkle, Projektleiter Fraunhofer IAF. (Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer-Gesellschaft)

Der Kommunikationsstandard 6G könnte die bisherigen Mobilfunknetze ablösen und gleichzeitig Alternativen zum klassischen Glasfasernetz liefern – denn der Glasfaser-Ausbau ist nicht die adäquate Antwort auf das Problem zunehmenden Datenverkehrs. Die aktuell genutzten Frequenzen sind nicht in der Lage, die angestrebten Bandbreiten via Glasfaser zu realisieren, es gelte vielmehr, das Potential der Glasfaser voll auszuschöpfen und auf Funkstrecke zu übertragen. Sollten Frequenzen im Terahertz-Bereich Realität werden, dann können Bandbreiten von 400 GBit/s tatsächlich wahr werden.

EU-Projekt Terranova

Wissenschaftler des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) arbeiten parallel dazu an einem Projekt mit dem Namen „Terranova“, das sich mit der Verschmelzung von unterschiedlichen Netz-Zugängen befasst.

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Bis dato gibt es keinen nahtlosen Übergang von WLAN und 4G aufgrund abweichender Zugangsdaten. Mit einer Verschmelzung unterschiedlicher Netze wäre die größte Hürde für eine leistungsfähigere Kommunikation mobiler Endgeräte gemeistert. Hierfür arbeiten die Forscher an neuen Funkmodulen als System-on-Chip-Lösung. Diese Chips müssen dabei so konzipiert sein, dass sie sich in Smartphones integrieren lassen.

Zukunftsaussicht 6G

Obwohl wir uns mit dem kommenden Standard 5G auf ein leistungsstarkes Netz freuen dürfen, welches bereits das Vielfache der derzeit möglichen Übertragungsraten mit 4G ermöglicht, ist das Maximum noch lange nicht ausgeschöpft. 6G wird nicht nur aktuell genutzte Frequenzen ablösen, sondern auch alternative Wege zum Glasfasernetz bereiten. Wir halten Dich auf dem Laufenden.

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