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Huawei produziert bald in Deutschland

Huawei Fabrik
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Normalerweise bauen deutsche Firmen ihre Fabriken in China, um die Produktionskosten zu senken. Nun zieht eine chinesische Firma nach Deutschland: Huawei hat ein Fabrikgelände im bayerischen Weilheim bei München gekauft und wird dort in Zukunft Geräte produzieren.

Ein chinesisches Smartphone aus Deutschland. Klingt komisch, könnte aber Realität werden. Wie Anfang Januar bereits vermutet wurde, hat Huawei ein Fabrikgelände im oberbayerischen Weilheim gekauft und wird ab April dort Hardware produzieren. Das bestätigte der Konzern nun auf Anfrage. Das Grundstück wurde von der Metallbaufirma Zarges übernommen. Die Fabrikhalle könnte zu einer hochautomatisierten Produktionsstätte umgebaut werden. Was genau dort produziert werden soll, ist allerdings noch nicht bekannt.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, schließlich fertigt Huawei nicht nur Smartphones, sondern ist auch einer der größten Telekommunikationsdienstleister. Das Unternehmen arbeitet unter anderem mit der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica zusammen und beliefert die Konzerne zum Beispiel mit Antennen für kabellose Breitbandnetze. Auch LTE-Systeme, Speicher und Server werden bereitgestellt. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass der Konzern Produkte aus diesem Bereich im Werk in Weilheim herstellt.

Bereits in Düsseldorf und München

Hardware Huawei
Was Huawei in der Fabrik herstellen will, ist bisher nicht bekannt.

Das Unternehmen hat bereits eine Zentrale in Düsseldorf, in der die Tochterfirma Huawei Technologies Düsseldorf GmbH sitzt. In München, nicht weit von Weilheim, ist das Forschungszentrum des Unternehmens angesiedelt. Das Unternehmen ist mit 18 Standorten in Deutschland vertreten, die vor allem auf die Bereiche Forschung und Entwicklung ausgerichtet sind. Im vergangenen Jahr wurde in Wetzlar ein Forschungs- und Innovationszentrum eingeweiht, in dem Huawei mit dem Kamerahersteller Leica zusammenarbeitet. Huawei beschäftigt weltweit mehr als 170.000 Mitarbeiter. Umsätze erzielt der Hersteller überwiegend außerhalb seines Heimatmarktes. Es ist also kein Wunder, dass der Konzern nun auch den Umzug der Produktion wagt. Neben China betrachtet das Unternehmen den europäischen als wichtigsten Markt.

Huawei schafft Arbeitsplätze

Der Umzug der Produktion nach Deutschland könnte einen Image-Gewinn bedeutet. Dass die hier hergestellten Geräte billig produziert werden, kann sich der Konzern dann sicher nicht mehr vorwerfen lassen. Schließlich sind die Personalkosten weitaus höher als in China. Sollten in der Halle Smartphones produziert werden, könnte das eventuell noch mehr Kunden zum Kauf überzeugen. Das Unternehmen schafft mit dem neuen hochmodernen Werk wahrscheinlich bis zu 250 neue Arbeitsplätze in Oberbayern. Weitere Details sollen in den nächsten Monaten bekanntgegeben werden.

Huawei P10

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