Startseite News & Trends Facebook F8 – Science Fiction lässt grüßen

Facebook F8 – Science Fiction lässt grüßen

Facebook will Deine Gedanken
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Mark Zuckerberg lädt jährlich zu der Entwicklerkonferenz F8 in San José, Kalifornien, ein, um dort seine Zukunftspläne zu verkünden. Und die haben es meist richtig in sich, wie sich auch in diesem Jahr wieder zeigte. Wir haben die Highlights der Konferenz zusammengefasst.

Mark Zuckerberg verspricht uns eine glänzende Zukunft – natürlich komplett vernetzt. Auf der F8 haben er und seine Mitarbeiter wieder einmal die wichtigsten Ideen und Projekte aus dem Hause Facebook vorgestellt. Einige Entwicklungen klingen sehr nach Science Fiction, andere erscheinen schon eher machbar.

Schneller tippen, dank Gedankenübertragung

Tippende Finger
Vom Hirn zum Bildschirm – Das Tippen mit den Fingern will Facebook abschaffen.

Unter anderen wird an einem Projekt gearbeitet, dass es Menschen ermöglichen soll, mit ihren Gedanken zu schreiben. Regina Dugan stellte die Pläne Facebooks auf der F8 vor – Bisher sind es aber vor allem Träume, die der Konzern hat. Im Gegensatz zur Stanford University: Dort gibt es bereits Untersuchungen und Versuche mit Menschen, die nicht in der Lage sind zu sprechen. Dugan zeigte auf der Entwicklerkonferenz die Videoaufzeichnung eines entsprechenden Versuchs. Die Wissenschaftler hatten über Implantate im Gehirn die Hirnströme im Sprachzentrum messen und in Buchstaben umwandeln können. Bis zu acht Worte in der Minute können derzeit erfasst und aufgeschrieben werden – Facebook will aber mehr. Das Unternehmen will bis zu 100 Worte in der Minute per Gedanken tippen können und dabei nicht auf Implantate, sondern auf Wearables setzen.

Über die Haut hören

Frau hört
Menschen ohne Gehör könnte Facebook das Hören über die Haut ermöglichen.

Ja, auch diese Idee klingt ziemlich unmöglich, ist es aber nicht. Das zeigt Regina Dugan ebenfalls mit einem Video, in dem eine Entwicklerin über eine Stulpe an ihrem Arm hören kann. Innerhalb des Stoffes befinden sich Sensoren, die auf verschiedene Wörter reagieren – je nach Klang des Wortes immer anders. Die Reaktion der Sensoren kann über die Haut wahrgenommen werden. Facebook sieht darin verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel ist es so möglich, tauben Menschen das Hören zu ermöglichen oder gesprochene Worte sofort zu übersetzen. Wenn ein Satz auf Mandarin gesprochen wird, könnte er dann direkt übersetzt und über die Sensoren auf Englisch oder Französisch wiedergegeben werden, sodass ihn Zuhörer verstehen, auch wenn sie kein Mandarin beherrschen.

Virtuelle Verabredungen mit Facebook Spaces

Während die ersten zwei Ideen noch weit in der Zukunft liegen, erscheinen weitere Ideen fast schon zum Greifen nah. AR und VR sollen wichtiger werden, so der Konzern. Und natürlich ist der erste Schritt schon lange gemacht: Facebook hat schon 2014 die Firma Oculus samt VR-Brille Rift gekauft. Für diese gibt es im Oculus Store nun eine neue App-Beta. Facebook Spaces heißt das Programm, das Dich und Deine Freunde im virtuellen Raum zusammenbringen soll. Dort könnt Ihr dann Bilder und Videos anschauen, per Fingermalerei neue Gegenstände hervorzaubern und Euch fotografieren – Natürlich mit dem virtuellen Selfie-Stick. Die Besucher in Facebook Spaces erscheinen als Avatare, die dem natürlichen Aussehen angepasst werden können.

VR und AR im Alltag

Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg

In puncto VR und AR hat Facebook aber noch eine ganze Menge mehr in Planung. Zum einen soll in zehn Jahren – laut Zeitplan des Konzerns – Augmented Reality eine große Rolle im Alltag spielen. Das kann über AR-Brillen oder über das Smartphone realisiert werden. Wer die Welt durch eben diese Brille oder die Smartphone-Kamera betrachtet, sieht auf ihn zugeschnittene Werbung, Dinge die seine Freunde nur mit ihm teilen wollen und versteckte Gimmicks, die den Alltag verschönern. Und was ist mit der Zukunft von VR? Facebook-Spaces ist tatsächlich nur der Anfang. Bisher können nur wenige Menschen die volle Funktionalität der App nutzen. VR-Brillen sind einfach zu teuer, um ein Massenprodukt zu werden. Das soll sich in den nächsten zehn Jahren ändern, die VR-Brille zur Basisausstattung eines jeden Haushalts gehören und im Alltag für Berufliches und Privates eingesetzt werden

Die großen Ideen einer Datenkrake

Es ist kein Geheimnis, dass Facebook ohne Ende Daten sammelt. Das Unternehmen speichert bei Gelegenheit alle möglichen Informationen über seine Nutzer ab. Dafür muss sich das Unternehmen nicht einmal anstrengen. Die meisten der 1,8 Milliarden Nutzer präsentieren alle Informationen auf dem Serviertablett. Doch die neuen Vorhaben des Unternehmens würden das Volumen der erfassten Daten noch weiter erhöhen. Gerade mit AR- und VR-Brillen von Facebook könnte der Konzern noch mehr Daten sammeln. Was hat sich der Nutzer wann angeschaut? Mit wem hat er gesprochen? Welche Anwendungen hat er benutzt? Wohin ist er gegangen? Facebook könnte den Tagesablauf eines jeden Nutzers komplett rekonstruieren. Auch das schnelle Tippen per Gedankenübertragung ist dafür geeignet. Zwar verspricht Regina Dugan, dass wirklich nur die Wörter erfasst werden, die ins Sprachzentrum gelangen und „freigegeben“ werden sollen – Zweifel sind hier aber vermutlich berechtigt.

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