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Apple wird umweltfreundlicher

iPhone Recycling
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Apple ist für seine nachhaltigen Recycling-Programme bekannt, dennoch werden für die Produktion von iPhones und anderen Produkten jedes Jahr massenhaft Metalle und giftige Substanzen in Minen abgebaut. Das soll sich bald ändern. Apple plant in Zukunft alle verwendeten Teile zu 100% zu recyceln.

Apple baut schon seit Jahren die eigene Infrastruktur so aus, dass alle Apple Stores, Büros, Datencenter und Fabriken irgendwann ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. Laut eigener Aussage laufen seit 2017 bereits 96 Prozent der Gebäude mit grüner Energie. Bis zum Ende des Jahres sollen auch die sieben Hauptzulieferer die Produktion komplett umstellen. Außerdem besitzt Apple mittlerweile genügend nachhaltig angebaute Wälder, um alle in den USA und China verwendeten Produktverpackungen daraus zu fertigen. Als nächstes soll der umweltschädliche Minenabbau verringert werden.

Kein Minenabbau für die Smartphoneproduktion

Apple iPhone
Dein altes iPhone kann im Apple Store recycelt werden!

Laut einer Studie der United Nations University wurden 2014 gerade mal 16 Prozent des weltweit anfallenden Elektroschrotts recycelt. Die meisten Materialen, die in Smartphones verwendet werden sind aus erster Hand und wurden in Minen abgebaut, obwohl sie theoretisch auch aus alten Produkten gewonnen werden könnten. Apple will mit gutem Beispiel vorangehen und in Zukunft nur noch wiederverwertbare Komponenten verbauen. Natürlich klingt das Ganze einfacher, als es in Wirklichkeit ist, gesteht Apples Vize Umweltpräsidentin Lisa Jackson im Interview mit Vice News. Es ist selbstverständlich, dass niemand ein iPhone für circa 800 € kauft, das aus minderwertigem Secondhand-Material besteht. Deshalb sollen in Zukunft die Smartphones aus hochwertig recycelten Rohstoffen von Drittanbietern und aus alten Komponenten von zurückgegeben Apple-Produkten gebaut werden. Das Wissen für das Recycling von Metallen sollen Minenbetreiber liefern.

Ein Roboter zerlegt iPhones

Bereits im März 2016 stellte Apple den Roboter-Arm „Liam“ vor. Dieser ist in der Lage iPhones und andere Apple-Produkte bis in die kleinsten Bestandteile zu demontieren. Die einzelnen Komponenten werden getrennt und separat gelagert. Dann können sie für andere Dinge widerverwendet werden. Das gewonnene Silber aus dem Logicboard kann zum Beispiel für die Herstellung einer Solarzelle benutzt werden. Außerdem ist der Roboter Liam in der Lage giftige Stoffe wie etwa Kobalt und Lithium zu erkennen. Im Interview mit Vice zeigt sich Jackson überzeugt, dass der Klimawandel mit solchen Technologien aufgehalten werden kann.

Reparatur wird nicht leichter

iPhone-Besitzer kennen das Problem. Beschädigte Apple-Produkte lassen sich oft nur schwer reparieren. Sie sind so gebaut, dass der Laie selbst und sogar Reparaturwerkstätten das kaputte Gerät nicht reparieren können. Selbst der Service im Apple-Store kann das Smartphone oft nur mit speziellen Apple-Maschinen bearbeiten. Lisa Jackson macht im Interview klar, dass sich das auch in Zukunft nicht ändern wird. Ein Smartphone aus 100 Prozent recycelbaren Materialien herzustellen bedeutet nicht, dass diese leicht ausgetauscht werden können.

Sollte Apple seine ambitionierten Umweltpläne in den nächsten Jahren verwirklichen, ist das nicht nur für das Image des Hersteller vorteilhaft. Es würde der gesamten Elektro-Branche helfen, da so nicht mehr die raren Minenbestände abgebaut werden müssten. Außerdem wäre es natürlich ein großer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.

iPhone

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