Startseite News & Trends HTC U11: Nach Startschwierigkeiten jetzt ein Happy End?

HTC U11: Nach Startschwierigkeiten jetzt ein Happy End?

HTC U11 verkauft sich besser
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Nach dem Verkaufsstart des HTC U11 standen die Zeichen zunächst nicht gut. Angesichts starker Konkurrenz durch Samsung und Huawei drohten dem Flaggschiff ähnlich schlechte Absatzzahlen wie den Vorgängermodellen. Doch es kam anders: HTC zufolge ist die Nachfrage riesig.

HTC U 11Das HTC U11 ist HTCs großer Hoffnungsträger. Mit dem neuen Flaggschiff will der taiwanische Hersteller endlich die Krise überwinden und wieder Gewinne einstreichen. Inzwischen vermeldet HTC eine hervorragende Nachfrage für das Smartphone. Unmittelbar nach dem Verkaufsstart im Mai sah es ganz anders aus. Schnell kursierten die ersten Meldungen über schlechte Verkaufszahlen. Denn das HTC U11 erschien im gleichen Zeitraum wie das Samsung Galaxy S8 und das Huawei P10. Mit den kostenintensiven Marketingkampagnen der Marktführer aus Südkorea und China konnte HTC nicht mithalten.

HTCs Marketingfehltritte

Deshalb sah sich der Hersteller offenbar gezwungen den Verkauf anders anzuheizen. Die Angst vor einem erneuten Fehlstart saß bei HTC scheinbar tief. Laut Giga Android sollten HTC-Mitglieder des hauseigenen Elevate-Programms dazu bewegt werden, negative Äußerungen über das HTC U11 in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken zu kontern, indem die positiven Eigenschaften des Flaggschiffs hervorgehoben wurden. Im Gegenzug sollten besonders fleißige Schreiber kleine Belohnungen erhalten. Inzwischen ruderte HTC angesichts der allgemeinen Empörung zurück und beendete die Aktion.

Einen ähnlich faden Beigeschmack hatte die Coupon-Aktion in den USA, von der WinFuture berichtet. Um dem Verkauf des HTC U11 auf die Sprünge zu helfen, verteilte der Hersteller schon zum Verkaufsstart Rabatt-Codes wie LOVEU11, ONLY4U11 oder JUST4U11, die das Smartphone um 50 Dollar auf der eigenen Website vergünstigten. – Selbstbewusstsein sieht anders aus!

HTC U11 verkauft sich besser als erwartet

HTC Vive
Mit dem VR-Headset Vive macht HTC gute Umsätze.

Inzwischen hat HTC die negative Startphase offenbar überwunden. Laut Focus Taiwan verzeichnet das HTC U11 hohe Absätze – genaue Zahlen werden aber nicht verraten. Der Präsident der Smartphone-Abteilung Chang Chia-lin meldet, dass sich das HTC U11 jetzt schon öfter verkauft hat als das M10 und das M9. Die Nachfrage ist sogar so hoch, dass sie erst im Juli vollständig befriedigt werden kann. Die HTC-Vorsitzende Cher Wang geht davon aus im nächsten Jahr wieder Gewinn zu machen, während der Hersteller letztes Jahr noch 349 Millionen Verlust gemacht hat. Dazu soll vor allem auch das VR-Headset HTC Vive beitragen. Dieses ist laut Wang momentan das beste VR-Produkt auf dem Markt. Deshalb wird HTC auch in Zukunft mehr Geld in die neue Technologie investieren. Dafür werden aber Abstriche bei den Smartphones gemacht. In Zukunft erscheinen nur noch 3-4 neue Modelle pro Jahr. Ein weiterer Großteil des Geldes soll in die Entwicklung des 5G-Standards einfließen.

Dank dem HTC U11 hat HTC offenbar wieder etwas Aufwind bekommen. Die Krise ist damit aber noch längst nicht überwunden. Der Verlust der letzten Jahre muss schließlich erst einmal aufgefangen werden, bevor wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Es spricht für sich, dass der Hersteller sich in Zukunft mehr auf Virtual Reality konzentrieren will und dafür Abstriche bei der Smartphone-Produktion macht.

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