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Neuer Hack: Empathie für das iPhone X

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Die TrueDepth-Kamera des neuen iPhones ist eines der am meisten besprochenen Features des Geräts. Schon wenige Tage nach dem Erscheinen des iPhone X folgten die ersten Berichte von Hackern, die es geschafft haben, die FaceID zu überlisten. Ein neuer Hack spielt ebenfalls mit der FaceID, versucht diese aber nicht auszutricksen, sondern kreativ zu nutzen. Loki erweitert das Feature-Set des iPhones um eine neue Funktion, die vor allem für Werbetreibende interessant ist.

Emotionen
Bisher kann Loki vier EMotionen erkennen. Weitere könnten noch dazukommen.

Das iPhone X hat eine Menge neue Features, die die Kunden begeistern. Eine Gruppe von Hackern hat es nun geschafft, das Spektrum der Funktionen zu erweitern. In Zukunft kann das iPhone X nicht nur Dein Gesicht erkennen und sich so entsperren lassen, sondern auch erkennen, wie Du Dich gerade fühlst. Das Team von Lansi Chu, Kevin Yap, Nathan Tannar und Patrick Huber hat auf dem diesjährigen Hackerthon in Kanada die App Loki präsentiert, die genau das ermöglicht. Mit Loki konnte das Smartphone vier verschiedene Gefühlzustände von Probanden erkennen. Über die TrueDepth-Kamera wurde anhand von Mikrobewegungen des Gesichts in Echtzeit festgestellt, ob der Nutzer wütend, glücklich, traurig oder überrascht war.

Langes Training für Loki auf dem iPhone X

Um das zu ermöglichen mussten die Entwickler Loki diese Fähigkeit erst einmal antrainieren. Die Basis dafür ist maschinelles Lernen, das zum Beispiel auch bei der Erkennungsfunktion des Huawei Mate 10 zum Einsatz kommt. Um Loki die Gesichtsmerkmale zu den verschiedene Gemütszuständen näher zu bringen, wurden die Gesichter von 100 Nutzern mit 51 verschiedenen Mikrobewegungen eingespeichert. Das Ziel: Loki sollte erkennen, welche Gesichtsregungen zu welchen Emotionen gehörten. Das ist mittlerweile in Echtzeit möglich.

Die Werbebranche leckt sich schon die Finger

Interessant ist dieses Feature weniger für den privaten Nutzer als viel mehr für die Werbebranche. Wer Werbung in sozialen Netzwerken und Apps schaltet, möchte natürlich, dass diese auch auf den Nutzer zugeschnitten sind. Was bereits möglich ist, ist die verschiedenen Interessen der Nutzer einzubeziehen und Anzeigen passend dazu auszuspielen. Zusammen mit den Gefühlen des Nutzers könnten Werbetreibende potentiellen Kunden noch bessere Angebote zeigen und so die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass diese ihr Produkt kaufen. Die bisher eingespeicherten vier Emotionen dürften dazu schon ausreichen. Denbar ist allerdings auch, dass noch weitere Gemütszustände von Apps wie Loki erlernt werden. Mit einem breiteren Spektrum können Werbetreibende besser arbeiten. Denkbar wäre aber auch, dass solche Programmierungen für die Überwachung und Behandlung von psychischen Krankheiten wie zum Beispiel Depressionen zum Einsatz kommen könnten.
Apple ist jeden Fall nicht abgeneigt von der Implementierung der Software. Das Unternehmen sagte, dass Programme wie Loki und deren Nutzen ausgiebig von dem Unternehmen geprüft würden.

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