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Stress für Qualcomm

Stress für Qualcomm
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Der Name Qualcomm dürfte vielen Android-Smartphonebesitzer ein Begriff sein. Immerhin bedienen sich die meisten Hersteller des Prozessors Snapdragon aus eben diesem Hause. Nun verklagt die US-Handelskommission FTC den Hersteller. Begründung: Unfairer Wettbewerb.

Der Vorwurf

Die Federal Trade Commission (FTC) reichte in Kalifornien eine Kartellklage gegen Qualcomm ein. Laut Vorwurf soll das Unternehmen, das gerade für seine Prozessoren bekannt ist, seine Marktführerschaft benutzt haben, um Smartphoneherstellern Lizenzvereinbarungen aufzubürden und habe Chiplieferungen verweigert, wenn den Verträgen nicht nachgekommen wurde.

Und noch ein Vorwurf

In der Klage geht es auch um Qualcomms Beziehungen zu Apple. So habe der Prozessorentwickler dem Unternehmen aus Cupertino Nachlass auf Lizenz-Gebühren zugesagt, so sich der iPhone-Hersteller nicht für andere Mitwettbewerber entscheidet.

Aus beiden Gründen soll das Gericht Qualcomm zu einer Beendigung der wettbewerbsfeindlichen Art und Weise verurteilen. FTC ermittelt schon seit längerem gegen Qualcomm. Das Ergebnis wurde nun am 17. Januar 2017 als Klage eingereicht.

Qualcomm Snapdragon
Der Snapdragon 835 ist der neuste Prozessor von Qualcomm.

Was sagt Qualcomm dazu?

In einer Stellungnahme von Qualcomm heißt es, die Klage basiere auf fehlerhaften Rechtsvorstellungen, falschen Vorstellungen der Mobiltechnik-Industrie und Mangel an wirtschaftlicher Unterstützung. Gerade Qualcomm sei, so die Stellungnahme, einer der Vorantreiber technischer Innovationen und erwarte daher mehr Unterstützung.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass dem Unternehmen solche Vorwürfe ausgesetzt wurden. Erst kürzlich hatte der Konzern in Südkorea eine Strafe von 854 Millionen Dollar zahlen müssen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall weiterentwickelt. Ein endgültiges Ergebnis kann aus Erfahrung heraus allerdings dauern.

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