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Dein Smartphone: Fast so gut wie ein Fingerabdruck

Smartphone Keime
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Wir entsperren unser Handy im Durchschnitt etwa 80 Mal am Tag – Egal ob wir auf der Arbeit sind, zu Hause, beim Arzt oder im Restaurant. Kein Wunder das dabei auch zahlreiche Keime und chemische Stoffe auf unserem Smartphone landen. US-amerikanische Wissenschaftler haben nun gezeigt, was diese Stoffe über uns verraten.

Haut, Öl, Schmutz, Make-Up: Unser Smartphone sammelt Milliarden kleiner Partikel von unseren Händen auf. Werden diese Partikel untersucht, können Wissenschaftler eine genaue Einschätzung dessen vornehmen, wie der Besitzer des Smartphones lebt. Eine entsprechende Studie dazu wurde auf der Webseite des Fachmagazins „Proceeding of the National Academy Sciences“ veröffentlicht.

Forscher der University of California in San Diego sammelten 500 Proben von 39 Smartphones und der rechten Hand der dazu passenden Probanden. Sie analysierten die Proben und nutzten zur Auswertung das Verfahren der Massenspektrometrie. Was die Wissenschaftler dabei fanden war in manchen Fällen alles andere als appetitlich und gab teilweise sogar Aufschluss darüber, gegen welche Krankheiten der Besitzer des Smartphones behandelt wird. Neben Rückständen von Medikamenten wurden auch Gewürze, Kaffee, Make-Up und Creme-Rückstände sowie Inhaltsstoffe von Hautcremes gefunden.

Rückschlüsse auf Geschlecht und Lebensstil

Die erhobenen Daten lassen die Wissenschaftler genaue Aussagen darüber treffen, welches Geschlecht der Besitzer des Smartphones hat und wie er lebt. So lassen Rückstände von Mückenspray oder Sonnenschutzmitteln vermuten, dass die Testperson sich häufig draußen aufhält. Farbpartikel können darauf hindeuten, dass sich jemand die Haare färbt. Das kann vor allem für die Kriminologie ein Fortschritt sein, wie die Autoren der Studie meinen. Besonders wenn keine DNA-Spuren an einem Tatort zu finden sind, könnte diese neue Art des „Fingerabdrucks“ Ermittlern heiße Spuren liefern. Bevor die Methode jedoch tatsächlich bei Kriminologen zum Einsatz kommen kann, muss die Studie noch vertieft werden.

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