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Nach Abmahnung: Instagram verbessert Nutzerrechte

Instagram passt seine AGB nach Beschwerden von Verbraucherschützern an
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Die Bildplattform passt ihre Nutzungsbedingungen an. Vor allem der Bezug zum US-Recht und fragwürdige Regelungen beim Sperren von Nutzern waren Verbraucherschützern ein Dorn im Auge.

Große Konzerne sind bekanntermaßen träge, vor allem, wenn es um ihre eigenen Interessen geht. Doch in der Ära der Shitstorms bewegen sich zuweilen sogar Branchenführer – so auch Facebook-Tochter Instagram, das berichtete der Tagesspiegel bereits am Montag.
Demnach ändert der beliebte Foto-Veröffentlichungsdienst mit allein deutschlandweit 15 Millionen Nutzern seine Geschäftsbedingungen – zum Vorteil seiner Nutzer.
Zuvor war Instagram von der Verbraucherzentrale Bundesverband abgemahnt worden. Ganze 18 Punkte der Geschäftsbedingungen stellte die Interessenvertretung der Verbraucher an den Pranger. So ließ sich Instagram bislang u.a. das Recht einräumen Nutzerinhalte weltweit selbst werblich zu verwenden.
Noch heikler verhielt es sich mit der Zugangs- und Sperrpraxis. Instagram konnte bislang nach eigenem Gutdünken darüber entscheiden, ob und wann Fotos, Videos oder ganze Nutzerkonten gesperrt wurden. Außerdem sollten Rechtsstreitigkeiten mit deutschen Nutzern nicht etwa nach deutschem Recht entschieden werden. Stattdessen bestand der US-Dienst bislang darauf, Auseinandersetzungen vor US-Schiedsgerichten nach kalifornischem Recht klären zu lassen.

Instagram akzeptiert Vorwürfe – und überarbeitet seine AGB

Untypisch, aber umso erfreulicher für deutsche Nutzer: Die Bildplattform akzeptiert die Abmahnung und verspricht, seine Geschäftsbedingungen bis zum Jahresende zu überarbeiten.

Einfluss der Konzernmutter?

In der Vergangenheit hatte nicht nur Instagram selbst sondern auch Konzernmutter Facebook mehrfach in der Kritik gestanden. Vor allem der Datenaustausch zwischen dem konzerneigenen Nachrichtendienst WhatsApp und Facebook selbst war Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Gut möglich also, dass Facebook selbst bei der Instagram-Entscheidung ein Wort mitgeredet hat – um nun einen weiteren Imageschaden wegen vermeintlich unfairer Geschäftspraktiken zu vermeiden.

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