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WhatsApp bald nur noch für Nutzer ab 16?

WhatsApp: Jugendliche hält Smartphone in der Hand - im Hintergrund das Zeichen für FSK16
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Der Nachrichtendienst WhatsApp ist bei Nutzern aller Altersklassen beliebt und gehört zu den meistgenutzten Diensten für das Versenden von Text- und Sprachnachrichten sowie Dateien und Videos – ab Mai könnte das Mindestalter für die Nutzung des Messengers auf 16 Jahre steigen. Der Grund dafür ist die neue Datenschutz-Grundverordnung. Wir verraten Dir, was sich ändern wird und welche Auswirkungen die geänderte Rechtslage hat.

WhatsApp ist eine der populärsten Kommunikationsplattformen für Kurznachrichten – laut Statista nutzten im Januar 2018 rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit aktiv die Nachrichten-App; in Deutschland spielt der Dienst vor allem bei Teenagern von 14 bis 19 Jahren eine große Rolle. Knapp 90 Prozent dieser Altersgruppe verwenden einer Befragung zufolge WhatsApp – damit könnte aber bald Schluss sein.

WhatsApp nicht mehr für 13-Jährige

Das Mindestalter soll im Zuge neuer WhatsApp-Nutzungsbedingungen von 13 auf 16 Jahre angehoben werden. Dies geschieht vermutlich ab dem 25. Mai mit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

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Die Verordnung beinhaltet unter anderem, dass keine persönlichen Daten von unter 16-Jährigen erhoben werden dürfen – dies ist künftig erst ab dem 16. Lebensjahr rechtmäßig.

Wie funktioniert die Alterskontrolle?

Aber wie will WhatsApp das Alter der Nutzer kontrollieren? Zwei Methoden zur Verifikation des Alters sind möglich: Jugendliche unter 16 benötigen eine Einverständniserklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten, um den Dienst nutzen zu dürfen. Außerdem könnte ein Pop-Up-Fenster zur Altersabfrage eingerichtet werden. Diese Methode ist von anderen Websites mit Inhalten FSK 18 bereits bekannt. Wie WhatsApp mit der neuen Gesetzeslage tatsächlich verfahren wird, bleibt abzuwarten.

Internet- und Medienrechtsexperte Christan Solmecke äußerte sich in einem offiziellen Statement zu den geplanten AGB-Änderungen: „Meiner Ansicht nach erfolgt hier die Änderung des Eintrittsalters nur, damit die Regelungen der DSGVO zum Schutz von Minderjährigen nicht beachtet werden müssen.“ Hebt der Kurznachrichtendienst nämlich die Altersgrenze auf 16 Jahre an, entfällt die erforderliche Einverständniserklärung der Eltern, so Solmecke. Bei anderen sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook sei sie indes weiterhin nötig. Neben dem Jugendschutz sei zudem das Vertragsrecht zu beachten, denn in Deutschland können fast alle Verträge erst ab 18 Jahren abgeschlossen werden.

„Insofern halte ich alle Verträge, die Minderjährige mit WhatsApp oder Facebook ohne Zustimmung der Eltern geschlossen haben, für schwebend unwirksam.“ (Christian Solmecke)

Es sei nach Solmecke dann an den Eltern, diesen Verträgen nachträglich zuzustimmen – oder auch nicht. So können auch im Nachgang Daten von Minderjährigen gelöscht werden. Das gelte dann ab dem 25. Mai für die Accounts aller 13- bis 15-Jährigen, die noch bei WhatsApp registriert sind.

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