Startseite News & Trends Finger weg von den Drogen: Polizei überführt Dealer mit einem Foto von seinem Fingerabdruck

Finger weg von den Drogen: Polizei überführt Dealer mit einem Foto von seinem Fingerabdruck

Fingerabdrucksensor überführt Drogendealer
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Kameralinsen in Smartphones werden immer leistungsfähiger und schießen immer schärfere Bilder. Das wurde einem britischen Drogendealer nun zum Verhängnis. Der Polizei gelang es aus einem Foto seinen Fingerabdruck zu nehmen.

Wer mit illegalen Waren dealt muss aufpassen – auch beim Marketing. Soziale Medien wie WhatsApp und Snapchat sind schon seit Jahren beliebte Werbeplattformen für Drogendealer. Wer seinen Stoff verkaufen will, schickt seinen Kunden eine Auswahl der neuesten Waren – gerne auch mit Foto. Wer ein solches Foto schießt sollte allerdings darauf achten, wirklich nur die Drogen zu fotografieren. Sind verräterische Gegenstände oder Sehenswürdigkeiten auf dem Bild, die zum Beispiel den Standort verraten können, ist das mehr als gefährlich. Das dürfte aus jedem Krimi bekannt sein. Es gibt aber noch ein weiteres Detail, das Kriminellen Probleme machen kann: Der eigene Körper. Klar, sein Gesicht würde niemand fotografieren – aber ein halber Finger dürfte doch kein Problem sein, oder?

Das dachte vermutlich auch Elliot Morris aus Redditch in Großbritannien, der seine Drogen über WhatsApp an den Mann oder die Frau bringen wollte. Der Dealer verschickte ein Bild mit den neuesten Pillen per WhatsApp an seine Kunden. Neben den Rauschgiften war auch einer seiner Finger teilweise zu erkennen – ein Indiz, das ihn und seine Eltern, mit denen er die Drogen verkaufte, ins Gefängnis gebracht hat.

Es kam wie es kommen musste

Die Polizei nahm einen von Morris Kunden fest und durchsuchte dessen Handy. Darauf befand sich auch das besagte Foto. Die Drogenfahnder konnten aus dem Bild einen Teilfingerabdruck extrahieren. Mit der ersten Handy-Kamera der Welt wäre das wohl nicht passiert. In der nationalen Datenbank brachte der Abgleich kein Ergebnis. Andere Hinweise führten jedoch zu dem Drogendealer und sein Fingerabdruck überführte ihn als letztes Indiz. Hätte er mal die Finger von den Drogen gelassen.

Auch wenn nicht mit dem Gesetz in Konflikt steht, sollte es vermeiden seinen Finger so zu fotografieren, dass ein Abdruck rekonstruiert werden kann. Schon 2014 demonstrierte der Chaos Computer Club, dass Fingerabdrücke von Fotos extrahiert werden könnten. Mit Softwares wie Verifinger kann jeder, der sich ein wenig Zeit nimmt und über das entsprechende Knowhow verfügt, Fingerabdrücke aus Fotos extrahieren. Da diese immer häufiger zum Schutz des Smartphones aber auch zum Bezahlen genutzt werden, sollten sie geschützt werden. Oder Du ersetzt die Technologie direkt durch die Gesichtserkennung. ?

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