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Highspeed-Surfen: Vodafone ermöglicht 500 Mbit/s

Smartphone vor Sendemasten
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Vodafone hatte schon im Sommer das Gigabit-Zeitalter eingeläutet und seinen Kunden Surf-Geschwindigkeiten von bis zu 375 Mbit/s beschert. Bis Ende des Jahres sollten 30 Städte mit dem schnellen Netz versorgt sein. Nun geht Vodafone noch einen Schritt weiter: Düsseldorfer und Berliner sollen in Zukunft sogar mit bis zu 500 Mbit/s pro Sekunde surfen können. Aber braucht man das wirklich? 

Vodafone hat im Sommer 4,5 G gestartet und bietet seinen Kunden im LTE Max-Tarif nun die Möglichkeit, mit bis zu 375 Mbit pro Sekunde mobil zu surfen. Das ist zwar noch nicht flächendeckend möglich, aber immerhin schon in 30 Städten. In Berlin und Düsseldorf soll es aber noch ein bisschen mehr sein: Vodafone hat dort erfolgreich Datenübertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s getestet. In den kommenden Monaten sollen auch Stationen in anderen Städten entsprechend aufgerüstet werden.

In diesen Städten empfängst Du das superschnelle Netz:
Augsburg, Bochum, Berlin, Chemnitz, Coswig, Cottbus, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt am Main, Hamburg, Hamm, Hannover, Herne, Kassel, Köln, Langenhagen, Moers, Remscheid, Stuttgart, Wesel, Amberg, Fürth, Gelsenkirchen, Ludwigshafen am Rhein, Mannheim, München, Schwerte und Sindelfingen

Der Test wurde mit einem Sony Xperia XZ durchgeführt, auf dem zuvor eine modifizierte Firmware installiert wurde. Viele Smartphones, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, werden die Highspeed-Geschwindigkeit nicht unterstützen. Nur Geräte, die die LTE-Kategorie 11 oder 12 nutzen, können das schnelle Netz empfangen. Smartphones, in denen der Qualcomm Snapdragon 820 verbaut ist, sollten geeignet sein. In ihnen steckt auch das Modem X12 LTE von Qualcomm, das bereits für LTE der Kategorie 12 entwickelt wurde.

Von der Theorie zur Praxis

Sony Xperia XZ
Das Sony Xperia XZ wurde für den Test mit einer speziellen Software ausgestattet.

Praktisch nutzen die Smartphones derzeit allerdings nur die Kategorie 9 und benötigen mindestens ein Software-Update. Dann würden wenigstens einige Flaggschiffe dieses Jahres wie das LG G5, das HTC 10 und das OnePlus 3 mit dem Standard zurechtkommen. Wer ein aktuell erschienenes Handy von Huawei oder Samsung besitzt, sollte ebenfalls keine Probleme haben. iPhone-Nutzer werden es hingegen schwer haben. Denn das verbaute Modem unterstützt maximal 450 Mbit/s. Im ersten Quartal des kommenden Jahres sollen entsprechende Firmware-Updates und Smartphones erscheinen.

Bringen 500 Mbit/s einen Nutzen?

Was erstmal nach einem großen Geschwindigkeitssprung klingt, wird den wenigsten Kunden im Alltag tatsächlich auffallen. Zwar bauen sich Webseiten wesentlich schneller auf und Inhalte stehen schneller bereit, allerdings ist der Ausbau vorerst nicht flächendeckend angelegt und somit nur für wneige Kunden nützlich. Da es ab 2020 schon 5G-Geschwindigkeit geben soll, ist fraglich, ob 4,5G überhaupt in ganz Deutschland ausgebaut wird.

Download mit Vodafone
Große Dateien werden bei dieser Geschwindigkeit innerhalb sehr kurzer Zeit heruntergeladen.

Einige Nutzer werden die Vorteile jedoch zu schätzen wissen. Das trifft vor allem auf die zu, die häufig große Dateien herunterladen. Denn mit 500 Mbit/s dauert es nur noch wenige Minuten für den Download eines Filmes. Und selbst wenn viele Nutzer parallel große Datenmengen downloaden oder streamen, wird weiterhin eine hohe Geschwindigkeit erreicht. Eric Kuisch, Technik-Chef bei Vodafone, erklärte, dass 500 Mbit/s auch neue Möglichkeiten für Anwendungen und Apps schaffen. Aktuell gibt es allerdings keinen Dienst, der diese Bandbreiten benötigen würde.

Das Nutzerverhalten könnte sich für den Einzelnen nachteilig entwickeln: Wer mit so viel Speed surft und innerhalb kurzer Zeit viele Daten herunterladen kann, neigt vielleicht auch dazu mehr zu surfen und mehr Daten herunterzuladen als üblich. Deshalb sollten LTE Max-Nutzer besonders auf ihren Verbrauch achten, damit nicht nach kürzester Zeit das ganze Datenvolumen aufgebraucht ist.

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