Startseite News & Trends Vorinstallierte Schadsoftware auf dem Smartphone?

Vorinstallierte Schadsoftware auf dem Smartphone?

Vorinstallierte Schadsoftware auf dem Smartphone?
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Malware gelangt in der Regel über den Nutzer auf das Smartphone. Ein falsches Tippen auf den Bildschirm reicht aus und schon gelangt die Schadsoftware unbemerkt auf das Handy. Die Experten des Sicherheitsanbieters Check Point haben nun jedoch rausgefunden, dass Malware und Trojaner auch schon vor dem Kauf auf einigen Android-Smartphones installiert sein können.

Schadsoftware
Knapp 36 befallene Smartphones hat Check Point gefunden.

Wer ein neues Smartphone kauft, geht davon aus, dass die Software unberührt und sicher ist. Schadsoftware, wie Trojaner oder Malware, würde niemand auf seinem Neu-Gerät erwarten. Bis jetzt: Die Sicherheitsfirma Check Point hat auf 36 Smartphones und Tablets vorinstallierte Schadsoftware gefunden. Check Point zufolge kommen die Trojaner und die Malware nicht von den Herstellern. Die Daten seien nicht Teil des vorinstallierten Betriebssystems, sondern wurden innerhalb der Lieferkette hinzugefügt.

Besonders erschreckend: Ganze sechs der gefundenen Schadsoftwares hatten sogar Systemrechte. Zwei der gefunden Programme sind die Malware Loki und der Erpressungstrojaner Slocker. Loki zeigt dem Nutzer auf seinem Smartphone unerwünschte Werbung an stiehlt alle nötigen Daten, um sich selbst im System zu installieren. Anschließend erlangt die Software vollen Zugriff auf das Smartphone und kann damit auch alle Daten des Nutzers sammeln. Slocker hingegen ist eine sogenannte Ransomware. Sie verschlüsselt Daten und schließt den Besitzer des Smartphones von der Nutzung dieser aus. In der Regel wird dieser über ein Banner oder einen Sperrbildschirm über informiert, dass er nach der Zahlung eines bestimmten Betrages wieder auf seine Daten zugreifen kann. In den meisten Fällen werden die Daten aber auch nach einer Zahlung nicht wieder freigegeben.

Schadsoftware kommt über Sicherheitsleck

Schadsoftware Trojaner
Schadsoftware Loki kann sensible Daten ausspionieren.

Die Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass weder der Provider noch der Smartphone-Hersteller oder der Händler die Software auf den Smartphones installieren. Check Point zufolge könnte ein Sicherheitsleck innerhalb der Lieferkette Hackern Zugriff auf die Smartphones gewährt haben. Im Fokus stehen hier zwei Zwischenhändler, denen mit dem Angriff womöglich geschadet werden sollte. Um welche Händler es sich genau handelt, erklärt CheckPoint in seiner Mitteilung allerdings nicht. Die Rede ist hier lediglich von einem großen Telekommunikationsunternehmen und einer Multinationalen Technologie-Firma. Auch die Hacker sind bisher nicht bekannt.

Allerdings wissen wir genau, um welche Geräte es sich handelt. Check Point hat auf seiner Webseite eine Liste der Smartphones und Tablets veröffentlicht, auf denen Schadsoftware entdeckt wurde. Darunter befinden sich zum Beispiel zahlreiche Samsung-Geräte, wie zum Beispiel das Galaxy Note 2, das Galaxy A5 aber auch das 2016er Flaggschiff Galaxy S7. Doch auch das LG G4 sowie Smartphones von Asus, Xiaomi, Oppo, ZTE und Lenovo sind betroffen. Vom Kauf der Smartphones wird aber trotzdem nicht abgeraten. Schließlich wurde die Schadsoftware nur auf sehr wenigen Geräten entdeckt. In vielen Fällen kann ein Werksreset die Malware auch schon beseitigen. Nach dem Kauf sollte das Smartphone deshalb zuerst in den Werkszustand zurückversetzt und anschließend mit einer Software bespielt werden, die Schadsoftware erkennt.

Im Alltag geschützt

Antivirenprogramm
Gut geschützt bist Du mit einem Antiviren-Programm.

Es gibt zahlreiche Viren, Trojaner, Malware und andere Schadsoftwares, vor denen Du Dich im Alltag schützen solltest. Ein gutes Virenprogramm ist daher unerlässlich. Dabei kannst Du Dich durchaus an den bekannten Marken, wie zum Beispiel Kaspersky oder McAfee, orientieren. Auch die Apps von Avast, Avira und Bitdefender schneiden in Tests meist sehr gut ab.

Huawei P10 und P10 Plus

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