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Note 7: Kein Fehler des Akku-Herstellers

Samsung Note 7
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Am 23. Januar will Samsung die Gründe für den Note 7-Skandal bekanntgeben. Einige Informationen sind nun, eine Woche vorher, bereits an die Öffentlichkeit gedrungen. Wie pocketnow berichtet, ist die Akku-Herstellerfirma Samsung SDI offenbar nicht der Verursacher der Probleme.  

Kurz nach den ersten brennenden Akkus des Samsung Galaxy Note 7 wurde vermutet, dass dem Hersteller der Batterien, Samsung SDI, bei der Produktion Fehler unterlaufen sind. Nun gibt es Entwarnung für Samsungs Tochterfirma: Der Hersteller ist allem Anschein nach nicht der Verursacher des Fehlers. Die Lösung scheinen die Hardware-Experten von Instrumental gefunden zu haben. Sie vermuten, dass das Gerät für den starken Akku zu dünn gebaut wurde. Das fanden die Ingenieure in einer Untersuchung heraus, deren Ergebnisse sie in einem Blogpost bereits am 12. Dezember veröffentlicht hatten. CEO Anna Shedletsky erklärt darin, dass wahrscheinlich das schlanke Design die Überhitzung verursacht habe.

Samsung Galaxy Note 7Der Untersuchung von Instrumental zufolge hatte die Batterie im Note 7 unter der Hülle nicht genug Raum, um während der Nutzung anzuschwellen, was für enormen Druck unter der Hülle sorgte. Batterien können in einem Smartphone um bis zu zehn Prozent ihrer eigenen Größe anschwellen, viele Akkus bleiben aber in einem Rahmen von sieben oder acht Prozent. Dieser Prozess ist völlig normal. Im Note 7 hatte der Akku keinen einzigen Millimeter, um sich auszudehnen. Die schlanke Bauweise ist also höchstwahrscheinlich der Grund für den Skandal. Ob Samsung in einer eigenen Untersuchung zum selben Ergebnis gekommen ist, wird sich in einer Woche zeigen.

Die große Belastung

Zusätzlich wurde der Akku durch besondere Features, wie zum Beispiel den Iris-Scanner, stark belastet, was schneller zu einem Anschwellen und Bränden führte. Diese Punkte waren bereits Ende des letzten Jahres als potenzielle Gründe für die Probleme mit dem Note 7 besprochen worden.

Iris-Scanner, S-Pen, hochauflösendes Display, schlankes Design: Das Note 7 wurde kurz nach der Vorstellung hoch gelobt. Nicht nur das Design auch die Ausstattung begeisterte zahlreiche Technikredakteure weltweit. Nach dem guten Start folgte der tiefe Fall. Brennende und explodierende Akkus zwangen Samsung erst zu einer Austauschaktion und später sogar zum Rückruf des Geräts. In der kommenden Woche will der Konzern die Ergebnisse einer Untersuchung bekanntgeben, in der sich Experten mit der Ursache des Problems befasst haben. Die Rückrufaktion des Konzerns brachte nicht alle Käufer dazu, ihr Gerät auch tatsächlich zurückzugeben. Deshalb sah sich der Konzern gezwungen, ein Software-Update herauszubringen, das die Geräte, die noch in Umlauf sind unbrauchbar macht.

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