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Netflix: Streaming-Dienst testet billiges Smartphone-Abo

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Netflix stellt ein Abo für Smartphones und Tablets vor. Den günstigen Mobile-only-Tarif gibt es vorerst nur in Asien. Der Tarif kostet nur 3,60 Euro im Monat, liefert aber dafür eine abgeschwächte Streaming-Qualität.

Netflix drängt weiter auf dem asiatischen Markt vor. Der Streaming-Dienst Anbieter testet in Malaysia ein Smartphone-Abo zum deutlich niedrigeren Monatspreis. Zuvor hatte Netflix-Chef Reed Hastings in einem Interview angekündigt, dass das Unternehmen an günstigeren Abo-Varianten arbeitet. Weitere Angaben zu den Plänen machte Hastings zunächst nicht.

Halber Preis, halbe Leistung – Was kann das Smartphone-Abo?

Seit gestern ist nun klar, wie Netflix potenzielle Kunden im umkämpften, preisgünstigen Segment erreichen will. In Asien führte die Streaming-Plattform nämlich einen Mobile-only-Tarif ein. Nutzer des Billig-Abos können ihre Lieblingsserien nur über Smartphones oder Tablets schauen und zwar für umgerechnet 3,60 Euro im Monat. Dafür nehmen sie allerdings Leistungseinbußen in Kauf. Denn das Abo gibt es nur in SD-Qualität. Wer die Inhalte der Plattform weiterhin in HD-Qualität streamen möchte, zahlt auch künftig den vollen Preis.

Dass Netflix den Smartphone-Tarif nun ausgerechnet auf dem asiatischen Markt einführt, liegt laut Branchenkennern an der wachsenden Konkurrenz vor Ort. Indische Anbieter wie Hotstar oder die malaysische Streaming-Plattform iFlix weisen stetig wachsende Nutzerzahlen aus. Und das vor allem, weil ihre Dienste vielfach günstiger sind.

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Der Videostreaming-Pionier investiert mehrere Hundert Millionen Dollar in Eigenproduktionen.

Netflix vor einer Strategiewende?

Der Ansatz, über Preissenkung den Markt aufzumischen, ist neu für Netflix. Bisher baute die Streaming-Plattform ihre Dominanz eher über Preiserhöhungen aus – sei es im Bereich der Bildqualität oder über exklusive Inhalte. Schließlich investiert der Branchenprimus seit Jahren mehrere Hundert Millionen Dollar in neue Produktionen. Dabei steht nicht nur der US-Markt im Mittelpunkt: In Europa und in Asien wächst die Anzahl der eigenen Serien, der sogenannten Originals, kontinuierlich. Denn 79 Millionen der insgesamt 137 Millionen Netflix-Nutzer stammen inzwischen nicht aus den USA.

Der Videostreaming-Pionier, der einst das Fernsehen verdrängt hat, muss also nun selbst sein Geschäftsmodell verteidigen. Ob das Smartphone-Abo dafür der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Deutsche Kunden dürften gespannt auf die Entwicklungen schauen. Allen voran, wenn sie nicht auf ihr Datenvolumen achten müssen.

Quelle: t3n

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