O.K., Apple.

Apple AR Brille
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Nach einem Bericht des Nachrichtensenders Bloomberg arbeitet Apple derzeit an einer eigenen Augmented-Reality-Brille, ähnlich Googles vor einigen Jahren kontrovers diskutierter Google Glass. Seit jeher als Pionier in der Erprobung und Perfektionierung neuer Technologien erprobt, hofft Apple mit einer eigenen AR-Sehhilfe möglicherweise auf den entscheidenden Befreiungsschlag, um die Abhängigkeit vom iPhone zu überwinden.

Brille ist in. Und das nicht nur bei Berliner Mitte-Hipstern, sondern auch bei praktisch allen großen Unterhaltungselektronikkonzernen. Ob Sonys Playstation VR oder Samsungs Kooperation mit VR-Pionier Oculus Rift, ob Microsoft mit der Holo Lense oder HTC mit der vielgerühmten Vive. Fast schon verwunderlich, dass Smartphone-Primus Apple bislang nicht mit von der Partie war in einem Markt, dessen Gewinnaussichten offenkundig von allen Beteiligten als glänzend eingeschätzt werden.
Doch es scheint, als sei das Cupertino-Kollegium bereits auf der Suche nach einem Einstieg ins echte Geschäft mit der virtuellen Realität.

Nach einer derzeit kursierenden Bloomberg-Meldung ist der i-Konzern bereits im Gespräch mit Zulieferern von Nahfeld-Displays, bislang wohlgemerkt in kleineren Chargen, die darauf schließen lassen, dass Apple noch ein gutes Stück von einem endgültigen Konzept entfernt ist.
Kein Kassenschlager fürs Weihnachtsgeschäft also, doch Apple-CEO Tim Cook ist derzeit ohnehin eher auf der Suche nach einer mittel- bis langfristig einträglichen Zukunftstechnologie.

Samsung Gear VR
So klappt's auch mit dem Handy: Samsungs Add-on-Brille Gear VR

Denn stagnierende Umsätze und die starre Fokussierung des einstigen Dauervorreiters verlangen mit wachsender Dringlichkeit nach neuen Betätigungsfeldern. Da käme ein digitaler Sparringspartner für das ewige Vorzeige-Smartphone gerade recht, schließlich ließe es auch Raum für eigenständige Anwendungen.
Kein Wunder aber, dass die auf Bloomberg nicht näher genannten Quellen zunächst eine Verbindung mit dem iPhone in den Mittelpunkt rücken. Beide Geräte sollen kabellos miteinander kommunizieren, Apples AR-Brille soll Bilder und Zusatzinformationen in den Alltag einbinden.

Apple-CEO Tim Cook
Dürfte die Zahlen befriedigt zur Kenntnis nehmen: Apple-CEO Tim Cook.

Apple AR ist noch Zukunftsmusik

Dabei gilt es keineswegs als ausgemacht, dass Apple tatsächlich auf eine AR-Lösung á la Google Glass setzt. Besagte AR-Brille des Suchmaschinengiganten hatte seinerzeit alles andere als Begeisterungsstürme ausgelöst.

Einzig Microsoft setzt derzeit auf ein technologisch ähnliches Konzept, wohlgemerkt mit einem klaren Fokus auf Unterhaltung und professionelle Anwendungen. Und hier liegt das Risiko. Die Gaming-Industrie dürfte künftig weiterhin verstärkt auf VR setzen, nicht auf die die Alltags-Immersion der „augmented“ Reality (engl. „angereichert“). Gleichzeitig dürfte Microsoft das Feld für AR-Lösungen bis zum Jahr 2018 solide bestellt haben, wenn eine Apple-AR-Brille den Markt betritt. Mit einem früheren Erscheinungstermin ist laut Aussage einer gut informierten Quelle nicht zu rechnen.
Zudem war Apple in der Vergangenheit immer wieder gut für einen Probelauf, nur um ein Konzepte anschließend wieder in der Schublade verschwinden zu lassen, wenn es sich als nicht ausreichend rentabel erwiesen hatte. Doch es gibt durchaus Anlass zu Optimismus. Erst im Oktober hatte sich Apple-CEO Tim Cook als Anhänger der AR-Technologie zu erkennen gegeben, deren Potenzial er für deutlich größer als das abgeschirmter VR-Brillen.

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